Gewaltvorwürfe Waldorfschule Weimar: Zwei Ermittlungsverfahren eingestellt

Zwei von drei Ermittlungsverfahren gegen Pädagogen der Freien Waldorfschule Weimar sind eingestellt. Wie die Staatsanwaltschaft Erfurt am Freitag mitteilte, ging es zum einen um Beihilfe zur Misshandlung von Schutzbefohlenen sowie Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Unterlassen. Diese Vorwürfe hätten sich nicht bestätigt. Ein weiteres Verfahren gegen eine Lehrerin sei wegen Verjährung eingestellt worden. Die Geschädigten hätten keinen erforderlichen Strafantrag innerhalb der gesetzlichen Antragsfrist gestellt.

Das Gebäude der Freien Waldorfschule Weimar von außen
Das Gebäude der Freien Waldorfschule Weimar von außen. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Misshandlungsverfahren läuft noch

Ein drittes Verfahren läuft nach Angaben der Behörde noch. Dieses richtet sich gegen eine Lehrperson der Freien Waldorfschule. Ihr wird Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Mehrere weitere Verfahren gegen Pädagogen der Weimarer Waldorfschule seien bereits in der Vergangenheit als verjährt eingestellt worden.

Auch Schulaufsicht prüft die Vorwürfe

Die Gewaltvorwürfe gegen Pädagogen der Waldorfschule Weimar waren öffentlich geworden, weil ehemalige Schüler und ihre Eltern davon in Medien berichtet hatten. Die Vorwürfe werden auch vom Bildungsministerium und dem Schulamt geprüft. Der Umgang mit den Vorwürfen hat zu einem massiven Konflikt im Trägerverein der Waldorfschule geführt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/seg

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 19. Februar 2021 | 14:00 Uhr

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