In einem Schulmäppchen liegt ein Zettel mit dem Wort "Sommerferien".
Die meisten Schülerinnen und Schüler freuen sich unbeschwert auf die schulfreie Zeit. Doch berufstätige Eltern müssen die Wochen ohne Unterricht genau planen. Bildrechte: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Schule Sommerferien 2024 in Thüringen: So früh wie seit 22 Jahren nicht

15. März 2024, 09:28 Uhr

Wer Termine in Kalender fürs kommende Jahr einträgt, stutzt spätestens im Juni. Denn die Sommerferien in Thüringen beginnen ungewöhnlich früh. Wieso eigentlich?

Wann finden die Sommerferien 2024 statt?

Die Sommerferien in Thüringen beginnen 2024 bereits am 20. Juni und enden am 31. Juli. Damit liegen sie so früh wie zuletzt im Jahr 2002. So manchen Eltern bereitet das schon jetzt Kopfzerbrechen bei Urlaubsplanung und Kinderbetreuung.

Schulferien in Thüringen 2024 - Winterferien: 12. - 16. Februar
- Osterferien: 25. März - 6. April
- Schulfreier Tag: 10. Mai
- Sommerferien: 20. Juni - 31. Juli
- Herbstferien: 30. September - 12. Oktober
- Weihnachtsferien: 23. Dezember 2024 - 3. Januar 2025

Wer bestimmt die Zeit der Schulferien?

Die Kultusministerkonferenz beschließt die Sommerferien der Bundesländer in einem mehrjährigen Rhythmus - in der Regel für einen Zeitraum von fünf Schuljahren. Dabei kann ein Zeitraum zwischen dem 20. Juni und dem 15. September ausgeschöpft werden, es müssen aber mindestens sechs Wochen sein. Die Sommerferien gelten als Maßstab für die übrigen Ferientermine, die direkt von den Bundesländern festgelegt werden.

Wieso liegen die Sommerferien 2024 so früh?

Um zu vermeiden, dass Familien mit schulpflichtigen Kindern bundesweit zur gleichen Zeit Urlaub machen - etwa mit Blick auf Züge, Autobahnen und Unterkünfte - sind die Sommerferien in Deutschland regional gestaffelt. Es gibt fünf Ländergruppen - Thüringen ist in einer Gruppe mit Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bremen und Niedersachsen.

Hinsichtlich des frühestmöglichen Beginns der Sommerferien wechseln sich die Bundesländer ab. Ausnahmen bilden Bayern und Baden-Württemberg, wo die Sommerferien generell später beginnen, um einen ausreichenden Lern- und Prüfungszeitraum zwischen Pfingst- und Sommerferien sicherzustellen. 2024 starten Thüringen und Sachsen mit den Sommerferien. Eine Woche später folgen Sachsen-Anhalt, Bremen und Niedersachsen.

Wieso ist das aktuelle Schuljahr so kurz?

Laut Lisa Bönsel vom Thüringer Bildungsministerium ist das aktuelle Schuljahr durch den bevorstehenden Wechsel Thüringens auf einen sehr zeitigen Sommerferienbeginn 2024 sehr kurz. Bereits 2015 wurden daher frühe Herbstferien geplant, unter Berücksichtigung der kalendarischen Gegebenheiten und unter Einbeziehung des 3. Oktober als Feiertag - "auch um den Schulen in Thüringen zwei variable Ferientage zu ermöglichen".

Für das Schuljahr 2024/25 wiederum wurden 41 Unterrichtstage bis zu den Herbstferien 2024 geplant - und bis zu den Weihnachtsferien 2024 folgt ein langer Abschnitt mit 49 Unterrichtstagen. Denn das Schuljahr 2024/25 ist insgesamt länger.

Wann sind in den kommenden Jahren Sommerferien?

Ab 2025 rücken die Sommerferien in Thüringen wieder weiter nach hinten. 2025 beginnen sie am 28. Juni, 2026 am 4. Juli, 2027 am 10. Juli und 2028 am 22. Juli. In den Jahren 2029 und 2030 starten sie wieder etwas früher. Die Beratungen zum nächsten Ferienzyklus mit den Sommerferien 2031 bis 2036 beginnen laut Thüringer Bildungsministerium schon bald.

Was ist weiterhin bundesweit geregelt?

Die Gesamtdauer der Ferien während eines Schuljahres beträgt laut Angaben der Kultusministerkonferenz 75 Werktage - einschließlich zwölf Samstage. Dazu zählen auch einzelne bewegliche Ferientage. Ferien werden in erster Linie nach pädagogischen Gesichtspunkten festgesetzt. Das betrifft etwa den Abstand zwischen den einzelnen Ferienzeiten, um die eigentliche Schulzeit mit Lern- und Prüfungsphasen sicherzustellen.

Abiturientin Pia Roth (Mitte) an ihrem letzten Schultag am Johann-Gottfried-Seume-Gymnasium Vacha. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden feiert sie das Ende einer zwölfjährigen Schulzeit. 30 min
Abiturientin Pia Roth (Mitte) an ihrem letzten Schultag am Johann-Gottfried-Seume-Gymnasium Vacha. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden feiert sie das Ende einer zwölfjährigen Schulzeit. Bildrechte: MDR / Robert Löwig

MDR (mm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Nachrichten | 04. Oktober 2023 | 15:13 Uhr

1 Kommentar

ISchu vor 23 Wochen

Diese ganze gestaffelte Ferienregelung und das Durcheinander in Deutschland ist totaler Schwachsinn und die Begründung, dass sich somit der "Ansturm" der Reisenden steuern ließe bzw. entzerren würde ein an den Haaren herbeigezogener Vorwand. Glaubt denn wirklich irgendwer, dass bei einheitlichen Ferienzeiten alle gleichzeitig Urlaub machen würden? Man weiß doch, daß, wenn überhaupt, die meisten Menschen zwischen 10 und 14 Tagen verreisen; deswegen wird es sich immer entzerren. Eine bundeseinheitliche Ferienregelung mit z. Bsp. 1 Woche Herbstferien, 2 Wochen Winterferien, 8 Wochen Sommerferien, 1 Woche Pfingstferien, 1- 2 Wochen Osterferien und variablen Ferientagen für regionale Besonderheiten ist sehr wünschenswert und wäre für Planung innerhalb der Familien hilfreich.
Zu der jetzigen Regelung kann ich nur sagen: wen interessieren die Ferienzeiten in Sachsen (siehe "Block"), wenn ein Teil der Familie oder Freunde und Verwandte in Thü. und die anderen in Bayern, MVP oder BaWü wohnen?

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