Gewerkschaft Verdi will in Thüringen AfD-Mitglieder ausschließen

Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dürfen in Thüringen nicht gleichzeitig der AfD angehören. Geschäftsführerin sagte Corinna Hersel auf Anfrage, das sei am Samstag auf der Bezirkskonferenz in Weimar beschlossen worden. Der AfD-Landesverband wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert extremistisch eingestuft.

Hersel betonte, Mitglieder, bei denen die Zugehörigkeit zur AfD bekannt werde, würden aus der Gewerkschaft ausgeschlossen. Ob es dazu eine Art Überprüfung geben soll, wurde nicht mitgeteilt.

Ein Teilnehmer einer Demonstration von Beschäftigten von Kliniken und Gesundheitseinrichtungen schwenkt eine ver.di-Fahne.
In Thüringen ist eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft Verdi für AfD-Mitglieder nicht mehr möglich. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Bezirksvorsitzender wiedergewählt

Zudem wurde den Angaben nach der Bezirksvorsitzende Denny Möller im Amt bestätigt. Die Gewerkschaft nahm auch die anstehenden Tarifrunden in den Blick. Dabei gehe es um die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes für Bund und Kommunen sowie der Deutschen Post, sagte Hersel.

In einem Leitantrag sprachen sich die Gewerkschafter für den "Schutz vor Sonn- und Feiertagsarbeit aus rein wirtschaftlichen Interessen", die Einführung einer Vermögenssteuer sowie für mehr Wertschätzung und eine tarifgerechte Entlohnung des Pflegepersonals aus. Verdi hat nach eigenen Angaben rund 34.000 Mitglieder in Thüringen.

MDR (cfr)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. November 2022 | 19:00 Uhr

38 Kommentare

martin vor 10 Wochen

@hfl: Das dürfen die auch gerne und es gibt sicher auch weitere Menschen. Wir haben in D erfreulicherweise Meinungsfreiheit.

Die Entscheidung, ob etwas verfassungswidrig IST obliegt aber dem BVerfG - auch wenn manche Zeitgenossen ihre persönliche Meinung als einzig zu akzeptierenden Massstab zu betrachtet scheinen.

P.S. Eine Professur macht nicht unfehlbar - das ist selbst der röm.-kath. Oberhirte nur manchmal.

martin vor 10 Wochen

@fakt: Da würden mir mehrere Möglichkeiten einfallen. Bei einigen würde die von "tpass" sog. "Zensur" vermutlich einschreiten. Daher möchte ich die Antwort lieber schuldig bleiben und sie der Phantasie der Mitleser überlassen.

MDR-Team vor 10 Wochen

Hallo DanielSBK, das stimmt nicht.

Auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung ist dazu folgendes zu lesen:
"Beim Bezug einer deutschen Rente gilt für Ausländer dasselbe Eintrittsalter wie für deutsche Staatsbürger. Das bestätigt die Deutsche Rentenversicherung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa): "Das gesetzlich vorgeschriebene Renteneintrittsalter variiert - je nach Art der Altersrente - zwischen 63 und 67 Jahren."
Hier der Link dazu:
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-und-Presse/Presse/Meldungen/2022/220520_rentenbeginn_fluechtlinge_ukraine.html

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