Erneuerbare Energien Studie: Windrad-Ausbau in Thüringen zu langsam

19. Januar 2023, 02:33 Uhr

In Thüringen sind im vergangenen Jahr 23 neue Windräder in Betrieb genommen worden. Zu wenig, wie nun in einem Bericht im Auftrag des Bundesverbands Windenergie kritisiert wird. Bis 2030 will die Bundesregierung den Ökostrom-Anteil in Deutschland auf 80 Prozent steigern. Im vorigen Jahren waren es 47 Prozent.

Im vergangenen Jahr sind in Thüringen 23 neue Windräder in Betrieb genommen worden. Wie aus einem Bericht des Unternehmens Deutsche Windguard im Auftrag des Bundesverbands Windenergie und VDMA Power Systems hervorgeht, waren es in ganz Deutschland 551 neue Windräder.

Thüringen hatte damit 2022 einen Anteil von rund vier Prozent der in Deutschland neu ans Netz gegangenen Windräder. VDMA-Geschäftsführer Dennis Rendschmidt kritisierte, der Neubau von Windenergieanlagen im Freistaat sei weiterhin zu gering.

Rund 100 Megawatt an Windenergie in Thüringen ausgebaut

Alle 2022 bundesweit in Betrieb genommenen Windräder haben dem Bericht zufolge eine Leistung von insgesamt 2,4 Gigawatt - 25 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Weil auch alte Anlagen zurückgebaut wurden, lag der sogenannte Netto-Zubau deutschlandweit bei rund 2,1 Gigawatt. In Thüringen waren es lediglich 102 Megawatt. Den höchsten Wert verzeichnete Schleswig-Holstein mit 270 Megawatt netto. Rein rechnerisch können mit 100 Megawatt Windenergie eine Größenordnung von etwa 50.000 Haushalte mit Energie versorgt werden.

Die Bundesregierung hatte 2022 umfangreiche Gesetzesänderungen für einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien beschlossen. Ziel ist es, den Anteil des Ökostroms am Stromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent zu steigern. Im vergangenen Jahr waren es rund 47 Prozent.

Nach Branchenangaben gibt es in Deutschland derzeit mehr als 28.000 Windräder an Land - mit einer Gesamtleistung von rund 58 Gigawatt. Ziel der Bundesregierung sind 115 Gigawatt bis 2030. Die Windkraft an Land spielt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende und dem Ersatz fossiler Energien wie etwa der Kohle.

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MDR (cfr)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 18. Januar 2023 | 21:00 Uhr

110 Kommentare

DER Beobachter am 21.01.2023

"Bei Wiki findet man dazu auch die Amortisationszeiten: Druckwasserreaktor-2 Monate, Kohlekraftwerke –2 Monate, Gaskraftwerke – 9-12 Tage, Laufwasserkraftwerk 1 Jahr, bei Wind (ca. 1 Jahr) und Solar(3- 6 Jahre)" Das ist schon in sich totaler Blödsinn, den Sie sicher belegen können und immer her damit.

Germinator aus dem schoenen Erzgebirge am 20.01.2023

"Und sie, der wirklich keine Ahnung von nichts hat, wollen mir was erklären."

Sehen sie, sie wollen keinen Dialog, sie führen sich hier nur auf.
Eine weitere Einlassung ihrerseits nur Stimmung zu machen.
Ist aber leider nicht von Erfolg gekrönt, ich steige da nicht ein und lasse mich auf ihr Niveau runterziehen.

☝️🍀

Eulenspiegel am 20.01.2023

"Ich würde es ihnen gern erklären"
Aber dann tun sie es doch einfach!!
Das können sie aber gar nicht. Das einzige was sie können ist doch die bestehenden Realitäten zu ignorieren. Und das können sie sehr gut.
Seit 50 Jahren weis die Wissenschaft das der Mensch einen stetig wacheren negativen Einfluss auf unser Klima hat. Und das der Mensch dabei ist seine eigene Lebensgrundlage zu zerstören. Und seit diesen 50 Jahren sind auf der ganzen Erde Wissenschaftler dabei dies genau zu erforschen um Auswege aus diese drohenden Klimakatastrophe zu finden.
Und sie, der wirklich keine Ahnung von nichts hat, wollen mir was erklären.
Ich lach mich schief.

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