Staatswappen von Transnistrien mit Hammer und Sichel auf einem Aufsteller in Tiraspol.
Transnistrien ist seit den 1990er-Jahren eine abtrünnige Region. (Archivbild) Bildrechte: imago/ecomedia/robert fishman

Medienberichte Transnistrien bittet Russland um "Schutz" vor Moldau

28. Februar 2024, 21:06 Uhr

Die von Moldau abtrünnige Region Transnistrien hat Russland um Unterstützung gebeten. Der Kongress der Region will, dass wegen des angeblich zunehmenden Drucks durch Moldau Maßnamen ergriffen werden. In Transnistrien leben rund 350.000 Menschen. Die Region wird international nicht anerkannt.

Die prorussischen Machthaber der abtrünnigen Region Transnistrien in der Republik Moldau haben Medienberichten zufolge Russland um "Schutz" gebeten. Ein Kongress des international nicht anerkannten Separatistengebiets stimmte am Mittwoch für eine entsprechende Resolution.

Wie moldauische Medien berichten, will Transnistrien den russischen Föderationsrat sowie die Staatsduma bitten, "Maßnahmen zum Schutz Transnistriens angesichts des zunehmenden Drucks durch Moldau" zu ergreifen. Was genau der Kongress von Russland erwartet, war zunächst nicht klar.

Russland: Schutz der Bewohner Transnistriens ist "Priorität"

Das russische Außenministerium teilte am Mittwochnachmittag mit, dass die zuständigen Ministerien den Antrag prüfen wollten. "Der Schutz der Bewohner Transnistriens, unserer Landsleute, ist eine der Prioritäten", heißt es in einer Erklärung.

Transnistrien seit den 1990er-Jahren abtrünnig

Die Machthaber in Transnistrien haben den Angaben zufolge in ihrem Appell an Moskau auch auf russische Staatsbürger verwiesen, die in dem Gebiet leben. Laut russischer Militärdoktrin sind Einsätze der Armee auch außerhalb des eigenen Staatsgebiets erlaubt, wenn es um den vermeintlichen Schutz russischer Staatsbürger geht. Zurzeit hat aber auch der Kreml Transnistrien nicht als eigenen Staat anerkannt.

Transnistrien ist seit den 1990er-Jahren von Moldau abtrünnig. In der international nicht anerkannten Republik leben etwa 350.000 Menschen. Je ein knappes Drittel von ihnen sind Ukrainer, Russen und Moldauer. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 haben sich moldauische Politiker immer wieder sehr besorgt gezeigt. Beobachter warfen Russland zudem vor, die Lage in der Region gezielt mit Provokationen zu destabilisieren. 

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dpa (akq)

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