EIne Cessna 551 Citation IISP
Eine Cessna 551 stürzte vor der Küste Lettlands in die Ostsee (Symbolfoto) Bildrechte: IMAGO / Kevin Hackert

Südspanien - Köln Kleinflugzeug stürzt nach mysteriösem Irrflug in die Ostsee

05. September 2022, 09:06 Uhr

Nach einem Irrflug über halb Europa ist ein Kleinflugzeug vor Lettland in die Ostsee abgestürzt. Der Flieger, in dem eine deutsche Familie saß, war eigentlich von Spanien nach Köln unterwegs.

Ein privates Kleinflugzeug ist am Sonntagabend über der Ostsee vor der Küste Lettlands ins Meer gestürzt. Das bestätigte die Luftwaffe. Das Flugzeug war eigentlich von Südspanien unterwegs nach Köln. Kurz nach dem Start war der Funkkontakt zu dem Flieger abgerissen.

Ersten Erkenntnissen zufolge war der Pilot womöglich bewusstlos geworden. Ein Experte für Luftsicherheit, Hans Kjäll, sagte der schwedischen Nachrichtenagentur TT, Druckprobleme könnten dazu geführt haben, dass die Passagiere das Bewusstsein verloren hätten. Gerade in Höhen, in denen Kleinflugzeuge unterwegs seien, könne das schnell passieren.

Kleinflieger stürzte nach Geisterflug ins Meer

Im Luftraum über Frankreich übernahm zunächst eine Rotte der französischen Armee, bevor im deutschen Luftraum eine Rotte aus Neuburg an der Donau und später aus Rostock-Laage aufstieg und den Flieger begleitete. Die Maschine flog über Rügen hinaus, gelangte in den schwedischen Luftraum, flog südlich von Gotland und setzte ihren Geisterflug weiter in Richtung des Golfs von Riga fort. Dann stürzte sie ins Meer.

Am Abend lief eine Rettungsmission mit internationalen Kräften an. Die Zeitung "El País" berichtete unter Berufung auf spanische, mit dem Vorfall vertraute Quellen, von einer deutschen Familie, die an Bord gewesen sein soll: ein älterer Mann, seiner Frau, eine Tochter des Paares und ein Mann in deren Alter.

MDR (dpa/pad)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL - Das Nachrichtenradio | 05. September 2022 | 19:30 Uhr

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