Menschen versammeln sich vor der Sabbat-Feier vor der Synagoge in Halle
2.000 Menschen versammelten sich in Halle an der Synagoge. Bildrechte: dpa

Nach dem Terroranschlag Lichterkette und Mahnwachen zum Gedenken an Opfer in Halle

Nach dem Terroranschlag in Halle wurde am Freitag in ganz Sachsen-Anhalt an die Opfer erinnert. In mehrere Städten fanden Mahnwachen statt. Um die Synagoge in Halle wurde eine Lichterkette gebildet.

Menschen versammeln sich vor der Sabbat-Feier vor der Synagoge in Halle
2.000 Menschen versammelten sich in Halle an der Synagoge. Bildrechte: dpa

Rund 2.000 Menschen haben am Freitagabend in Sachsen-Anhalt an die Opfer des Anschlags von Halle erinnert. In Halle, Magdeburg und Dessau fanden Mahnwachen statt.

Mahnwachen in Halle und Magdeburg 2.000 Sachsen-Anhalter gedenken der Opfer des Anschlags in Halle

Menschen stehen mit Kerzen in der Hand vor der Synagoge in Halle
Mit einer Lichterkette gedachten die Hallenser den Opfern des Anschlags. Bildrechte: dpa
Menschen stehen mit Kerzen in der Hand vor der Synagoge in Halle
Mit einer Lichterkette gedachten die Hallenser den Opfern des Anschlags. Bildrechte: dpa
Menschen versammeln sich vor der Sabbat-Feier vor der Synagoge in Halle
Etwa 2.000 Menschen nahmen an der Kundgebung teil. Bildrechte: dpa
Eine Menschenmenge vor Kerzen
Sie legten Blumen und Kränze ab und entzündeten Kerzen. Bildrechte: MDR/Marion Gunkel
Holger Stahlknecht, Max Privorozki und Reiner Haseloff
Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff und Innenminister Holger Stahlknecht nahmen teil. Bildrechte: dpa
Eine Menschenmenge vor einer Synagoge
Auch vor der Synagogengemeinde in Magdeburg hielten zahlreiche Menschen eine Mahnwache. Bildrechte: MDR/Frank Rugullis
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In Halle wurde eine Menschen- und Lichterkette an den beiden Tatorten gebildet, an der sich mehr als 1.000 Menschen beteiligten. Dort hatte am Mittwoch der Täter versucht, das Gotteshaus zu erstürmen. Kurz danach tötete er auf offener Straße eine Frau und in einem Döner-Imbiss einen Mann.

Die Menschenkette geht auf eine Initiative des Landesbischofs der Evangelischem Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, aus. An der Kette beteiligten sich auch Ministerpräsident Reiner Haseloff und Innenminister Holger Stahlknecht (beide CDU).

Bereits am Donnerstagabend hatten hunderte Menschen auf dem Marktplatz versammelt, um der Todesopfer des Terroranschlags zu gedenken.

Sportler setzen Zeichen

Beim Spiel der Saale Bulls setzten Freitagabend zudem die Sportler der Stadt ein Zeichen. Gemeinsam mit den Spielern und Spielerinnen vom Halleschen FC, von den Wildcats und den Halle Lions positionierten sich die Eishockeyprofis gegen Rassismus und Antisemitismus. Auch die Fans von Gegner Hannover bekundeten ihre Anteilnahme.

Mahnwachen in Magdeburg, Berlin und München

In Magdeburg hatte ein "Bündnis gegen Rechts" zu einer Mahnwache vor der Synagogen-Gemeinde aufgerufen. Rund 100 Menschen nahmen daran teil. In Eisleben kamen etwa 200 Menschen zusammen. Auch in Dessau-Roßlau beteiligten sich rund 100 Menschen an einer Mahnwache am jüdischen Gemeindehaus.

Auch in anderen Städten in ganz Deutschland wurden Menschenketten Kundgebungen gehalten, darunter in Berlin, Dresden und München. In Stendal ist am Samstag eine Kundgebung geplant. Außerdem sollen Stolpersteine geputzt werden.

Eine Stadt trauert Anschlag in Halle: Bilder vom Tag danach

Halle trauert. Einen Tag nach dem Anschlag, bei dem zwei Menschen erschossen wurden, sitzt der Schock tief. Unterdessen laufen die Ermittlungen zu der Tat auf Hochtouren.

Trauernde stehen vor dem Roten Turm auf dem Marktplatz.
Mahnwache am Mittwochabend
Trauernde haben sich vor dem Roten Turm auf dem Marktplatz von Halle versammelt.
Bildrechte: dpa
Trauernde stehen vor dem Roten Turm auf dem Marktplatz.
Mahnwache am Mittwochabend
Trauernde haben sich vor dem Roten Turm auf dem Marktplatz von Halle versammelt.
Bildrechte: dpa
Blumen und Kerzen liegen nach dem Angriff auf die Synagoge in Halle mit zwei Toten am Vortag am Geoskop auf dem Marktplatz.
Gedenken nach dem Anschlag
Kerzen und Blumen auf dem Marktplatz erinnern am Morgen nach den schlimmen Ereignissen an die Opfer.
Bildrechte: dpa
Polizeiauto parkt vor einem Wohnhaus.
Polizei durchsucht Wohnhaus des mutmaßlichen Täters
Am Donnerstag wurde das Wohnhaus des mutmaßlichen Täters von Halle in Benndorf abgesperrt und durchsucht.
Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Ein Mann mit einer Israel-Flagge steht vor der Synagoge, wo Blumen und Kerzen stehen und liegen.
Zentralrat der Juden erhebt schwere Vorwürfe gegen Polizei
Nach dem Angriff erhebt der Zentralrat der Juden in Deutschland schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Die Synagoge hätte an einem Feiertag wie Jom Kippur geschützt werden müssen. 
Bildrechte: dpa
Reiner Haseloff (CDU, l-r), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Elke Büdenbender und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, besuchen den Tatort an der Synagoge.
Bundespräsident besucht Synagoge
Ministerpräsident Reiner Haseloff und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchen den Tatort an der Synagoge.
Bildrechte: dpa
Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, treffen sich mit Vertretern der jüdischen Gemeinde an der Synagoge.
Treffen mit jüdischer Gemeinde
Dort treffen sie sich mit Vertretern der jüdischen Gemeinde.
Bildrechte: dpa
Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister, und Holger Stahlknecht (CDU), Innenminister von Sachsen-Anhalt, besuchen den Tatort an der Synagoge und treffen sich mit Vertretern der jüdischen Gemeinde.
Krisentreffen in Halle
Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer und Holger Stahlknecht, Innenminister von Sachsen-Anhalt, besuchen am Donnerstag den Tatort.
Bildrechte: dpa
Innenminister Holger Stahlknecht (v.l.n.r.), Ministerpräsident Reiner Haseloff, Bundesinnenminister Horst Seehofer und der Oberbürgermeister von Halle Bernd Wiegand vor der Synagoge in Halle (v.l.n.r.).
Politiker gedenken der Opfer
Gemeinsam gedenken die Politiker den Opfern des Anschlags und legen Blumen am Tatort nieder.
Bildrechte: MDR/Hanno Bauer
Jonas Nietfeld mit Trauerflor
HFC trauert um erschossenen Fan
Bei dem Anschlag wurde auch ein Fan des HFC erschossen. Der Verein lief bei einem Testspiel am Donnerstag in Aue mit Trauerflor auf.
Bildrechte: imago images / Picture Point LE
Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister und Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und Holger Stahlknecht (CDU),, Innenminister von Sachsen-Anhalt, bei einer Pressekonferenz zum Stand der Ermittlungen.
Pressekonferenz zum Stand der Ermittlungen
Bundesinnenminister Horst Seehofer, Ministerpräsident Reiner Haseloff und Innenminister Holger Stahlknecht äußern aich am Donnerstagnachmittag bei einer Pressekonferenz zum Stand der Ermittlungen.
Bildrechte: dpa
Menschen stehen auf dem Marktplatz von Halle neben Blumen und Kerzen
Mahnwache am Donnerstagabend
Auf dem Marktplatz in Halle haben am Donnerstagabend hunderte Menschen der Opfer des Anschlags gedacht.
Bildrechte: dpa
Menschen stehen auf dem Marktplatz von Halle neben Blumen und Kerzen
Gedenken in Halle
Kerzen wurden angezündet und Blumen niedergelegt.
Bildrechte: dpa
Hunderte Passanten stehen auf dem Marktplatz von Halle, um den Opfern der Anschläge zu gedenken
Kerzen am Händeldenkmal
Zu der Aktion hatte der Verein Halle gegen Rechts aufgerufen. Später versammelten sich Hallenser mit Kerzen am Händeldenkmal.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 10. Oktober 2019 | 17:00 Uhr

Quelle: MDR/agz
Bildrechte: dpa
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Quelle: MDR/ru/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 11. Oktober 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2019, 10:05 Uhr

2 Kommentare

Werner vor 4 Wochen

Bei mir wächst ja schon Moos auf dem Buckel, aber bei Baujahr 1058.... daneben getippt - passiert manchmal. Beim Ableben von Breschnew mussten wir damals auch schon als Werktätige der volkseigenen Betriebe, Behörden, Schulen usw. mit der Einheitspartei zum Trauerzug. Heute wieder die staatsnahen Einrichtungen, Behörden, Schulen, Bündnisse, alle "demokratischen Parteien" als Einheit dazu - also ist kollektives Trauern nicht erst seit Lady Di üblich, und nichts Neues.

Pumukl vor 4 Wochen

Im Zeitalter von Internet&Co trauert die Welt seit Lady Di kollektiv. Ich kann es nicht nachvollziehen. Vielleicht bin ich mit Baujahr 1058 auch schon zu alt?

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