Verkündigungssendung Das Wort zum Tag bei MDR SACHSEN

Täglich hören Sie das Wort zum Tag. Montags bis freitags gegen 5:45 Uhr und 8:50 Uhr, am Sonnabend gegen 8:50 Uhr, sonntags 7:45 Uhr. Das Wort zum Tag spricht in dieser Woche Pfarrer Dr. Andreas Martin.

Mittwoch, 04.08.2021: Essen und Trinken

Andreas Martin 2 min
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gesprochen von Pfarrer Dr. Andreas Martin

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Mi 04.08.2021 05:45Uhr 02:18 min

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Was lernt uns das? Was lehrt(!) uns das, liebe Hörerinnen und Hörer, wenn wir fremde Länder und Kulturen bereisen?

Nun die Liebe zu einem guten Essen zum Beispiel! Portugal ist berühmt dafür - und Hunger ist ein Gefühl, das der Portugiese schleunigst beseitigen muss. Da gibt’s z.B. den berühmten Bacalhau, gesalzenen Klipp- bzw. Stockfisch, eine Kabeljauspezialität in 365 Zubereitungsarten - na gut, das hat nie einer nachgezählt. Aus Porto stammt natürlich der Portwein, der im wunderschönen Douro-Tal im Norden des Landes angebaut wird. Es gibt Geschäfte, die bieten tatsächlich Hunderte von verschiedenen Fischkonserven an und wer die Blätterteig-Pudding-Pasteis (Paschteesch!) de Nata nicht probiert hat, den kann man nur bedauern!

Dreht sich wirklich alles nur um Essen und Trinken in Portugal? Nein, natürlich nicht, aber man weiß hier das Sprichwort zu schätzen, dass Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhält! Ja, auch die Seele gehört dazu. Jeder gute Wein hat eine Seele, jeder gute Koch legt seine ganze Seele in ein Meistergericht. Die Liebe - so sagt man doch - gehe durch den Magen. Und was anderes will die Liebe, als die Seele des Geliebten erreichen und froh machen.

Es waren jedes Mal schöne Momente, wenn der eine oder andere von uns, weil er zum Beispiel Geburtstag hatte, seinen Namenstag feierte, den Tag seiner Priesterweihe, dann zum Essen einlud.

Auch erlebte Gemeinschaft ist Seele! Spüren wir das nicht dann und wann, wenn sie eben nicht da sind: die Sorge füreinander und das Leben miteinander. Essen und Trinken bleiben Vehikel für das Eigentliche: der Liebe Ausdruck zu verleihen und eine große Liebe darf dann auch einen großen Geschmack haben, oder?

Dienstag, 03.08.2021: Gebet

Andreas Martin 2 min
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gesprochen von Pfarrer Dr. Andreas Martin

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Di 03.08.2021 05:45Uhr 02:26 min

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Was lernt uns das? Was lehrt(!) uns das, liebe Hörerinnen und Hörer, wenn wir fremde Länder und Kulturen bereisen? Nun Liebe zum Gebet zum Beispiel. 581 Stufen führen nach oben zur Wallfahrtskirche "Bom Jesus do Monte" bei Braga im Norden Portugals. "Bong Schesusch du Mont" - Portugiesisch ist wirklich eine sprachliche Herausforderung! - heißt übrigens "Der gute Jesus vom Berg". Seit 2019 gehört die gesamte Anlage zum UNESCO-Welterbe.

Man kann die 116 Höhenmeter auch mit der ältesten, noch funktionstüchtigen Wasserballastbahn überwinden, aber wo bliebe dann das Gebet?

17 Stationen führen zum Heiligtum hinauf. Hier kann der Pilger die Kreuzwegstationen bedenken, die den Leidensweg Jesu vorbildhaft schildern. Die letzten Stationen, also die Kreuzigung selbst, die Kreuzabnahme Jesu und seine Grablege finden sich ebenso plastisch-figürlich dargestellt im Kircheninneren oben am Ziel.

Des weiteren werden die christlichen Tugenden auf dem Weg bedacht und wie uns unsere fünf Sinne helfen, die Schönheiten der Schöpfung, aber auch den Tiefen-Sinn unseres Lebens zu erfassen. Da kann man schon beten lernen auf einem solchen Wallfahrtsaufstieg.

Aber Portugal ist voller Zeugnisse des Gebets. Selbst der westlichste Punkt Europas an der Atlantikküste westlich der Landeshauptstadt wird durch eine Kreuzesstele bezeichnet. Ab hier bis Amerika nur noch Wasser. Da hilft dann wirklich nur noch beten.

Eine der schönsten Klosteranlagen, die vom Jahrhunderte andauernden Gebet der Mönche zeugt, findet sich in Lissabon am Mündungsufer des Tejo. Wie durch ein Wunder wurde diese Kirche mit ihrem sehenswerten Kreuzgang bei der Jahrhundertflut des Jahres 1755 nicht beschädigt.     Viele hat damals diese Katastrophe im Glauben erschüttert. Doch heißte es nicht auch "Not lehre beten?"

Das Wort zum Tag sprechen in dieser Woche:

Kurzbiografie Pfarrer Dr. Andreas Martin

Pfarrer Dr. Andreas Martin

geboren am 2. Juli 1957 in Greiz | erlernter Beruf: Bautischler | Studium "Mathematische Methoden und Datenverarbeitung in der Wirtschaft" | 1985 Abschluss als Diplomwirtschafter | 1998 Magisterstudium "Katholische und evangelische Theologie und Philosophie | von 2004-2006 Mitarbeiter im "St. Benno Verlag" | parallel Dissertation an der TU Dresden, Religionsphilosophie | ab Oktober 2006 Diplomstudien-Tagung Katholische Theologie und Dissertation im Fach Theologie an der Universität Erfurt | 2009 Diakonweihe und Dienst in Radebeul | 2010 Promotion zum Dr. theol. | 2010 bis 2015 Pfarrer in Altenburg/Thüringen | 2016-2020 Pfarrer in Markkleeberg und Leipzig | seit Oktober 2020 Caritasrektor des Bistums, er ist zuständig für die geistliche Begleitung und religiöse Weiterbildung von Mitarbeitern der Diözesancaritas | zudem priesterliche Dienste in der Pfarrei Meißen.

Christine Rösch

Christine Rösch

Geboren am 28.09.1958 in Gotha | 1977 Abitur | Studium an der Bauhaus-Universität Weimar mit Abschluss als Dipl. Ing. für Gebiets- und Stadtplanung 1983 | danach tätig in der Altstadtsanierung und im Kirchenbau der Stadt Gotha | ab 1992 theologische Ausbildung | 1. und 2. Examen und Ordination | zunächst Pfarrstelle in Seebergen (Kreis Gotha) | ab 2002 Pastorin für allgemeinkirchliche Aufgaben der Landeskirche in der 1. Pfarrstelle des Diakonischen Werkes Thüringen | ab 2014 theologische Referentin im Landesverband der Diakonie Sachsen | wohnhaft in Radebeul

Verantwortlich für Verkündigungssendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie das Wort zum Tag...

... sind die Senderbeauftragten der evangelischen Landeskirchen, der evangelischen Freikirchen bzw. der römisch-katholischen Kirche.