Verkündigungssendung Das Wort zum Tag

Täglich hören Sie das Wort zum Tag. Montags bis freitags gegen 5:45 Uhr und 8:50 Uhr, am Sonnabend gegen 8:50 Uhr, sonntags 7:45 Uhr. Das Wort zum Tag spricht Rainer Platzek.

Mittwoch, 17.01.2018: Christenverfolgung - heute auch noch?

Rainer Platzek
Bildrechte: Rainer Platzek

gesprochen von Rainer Platzek

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Mi 17.01.2018 05:46Uhr 02:24 min

Audio herunterladen [MP3 | 2,2 MB | 128 kbit/s] Audio herunterladen [MP4 | 4,4 MB | AAC | 256 kbit/s] https://www.mdr.de/sachsenradio/podcast/wort/audio-595556.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

Aaron traf sich regelmäßig mit anderen Christen zum Bibellesen und Beten. Eines Tages wurde die Polizei darüber informiert, und die führte eine Razzia in seiner Wohnung durch. Aaron wurde in Untersuchungshaft gesteckt und gefoltert. Er sollte Informationen über andere Christen preisgeben, doch er weigerte sich. Dafür musste er immer neue Strapazen erdulden. Nach zwei Jahren Gefängnis fiel Aaron in eine tiefe Depression, doch seinen Glauben an Jesus gab er nicht preis. Er konnte in seiner schwierigen Lage sogar noch andere Christen in der Haft ermutigen, sogar mit den Gefängnisaufsehern beten. Inzwischen ist er überraschend wieder frei.

Mich berühren solche Geschichten von Christen in anderen Ländern. Sie zeigen, dass Christenverfolgung auf dieser Welt noch lange nicht erledigt ist. Die Hilfsorganisation OPEN DOORS geht davon aus, dass derzeit etwa 200 Millionen Christen weltweit verfolgt werden, nur, weil sie sich zu Jesus Christus bekennen. Sie werden gedemütigt, gemobbt, bedroht, inhaftiert, gefoltert, in Arbeitslager gesteckt, ermordet. Wir in Deutschland genießen unsere Religionsfreiheit und schenken verfolgten Christen viel zu wenig Aufmerksamkeit. Aber gerade in Afrika und Asien ist die Christenverfolgung aktuell wie eh und je. Es gibt sie bereits seit Beginn der Kirche vor über 2000 Jahren. Der Apostel und Missionar Paulus schreibt mal in einem seiner Briefe, wie er öfter im Gefängnis saß, gefoltert wurde, sogar einmal gesteinigt. Und solche Geschichten haben sich immer und immer wieder ereignet - bis heute!

Was können wir tun? Zum Beispiel Briefe schreiben an Politiker oder an Hilfsorganisationen wie OPEN DOORS. Damit Druck ausgeübt werden kann auf Länder wie Nordkorea, Somalia, Afghanistan oder den Iran.  Man könnte auch Geld an diese Organisationen spenden, die vielleicht Kanäle haben, um bedrängte Christen zu unterstützen. Und natürlich beten. In diesen Tagen treffen sich evangelische Christen aller Kirchen und Freikirchen zum gemeinsamen Gebet. Da denken sie auch an diese Verfolgten und beten um Standhaftigkeit im Glauben, Kraft in Todesgefahr, Hilfe in Not. Die Geschichte von Aaron zeigt mir, dass Gott sogar solche bedrohlichen Umstände ändern kann. Sie lädt mich und Sie ein, für die verfolgten Christen in der ganzen Welt zu beten und darauf zu hoffen, dass sie aus ihrer Not frei kommen.

Das Wort zum Tag spricht in dieser Woche:

Kurzbiografie Pastor Rainer Platzek

Pastor Rainer Platzek

1979 Abitur in Gronau/Westfalen | 1979-1981 Ausbildung zum Versicherungskaufmann in Heilbronn | 1981-1998 Studium der Betriebswirtschaftslehre in Mannheim | 1986-1991 Studium der Theologie in Hamburg | seit 1991 Pastor im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden K.d.ö.R. in Waldkraiburg/Oberbayern, Region Linker Niederrhein, Region Mittlere Elbe in Sachsen-Anhalt, Darmstadt | seit 2012 Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Dippoldiswalde OT Schmiedeberg

Verantwortlich für Verkündigungssendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie das Wort zum Tag...

... sind die Senderbeauftragten der evangelischen Landeskirchen, der evangelischen Freikirchen bzw. der römisch-katholischen Kirche.