Basketball | BBL-Playoffs Niners Chemnitz feiern Premierensieg gegen Rasta Vechta

Viertelfinale, Spiel 1

17. Mai 2024, 22:41 Uhr

Nach sechs erfolglosen Versuchen ist der Knoten endlich geplatzt: Die Niners Chemnitz haben erstmals einen Sieg in den Playoffs der Basketball-Bundesliga geholt und gegen Rasta Vechta in der Viertelfinalserie vorgelegt.

Um 22:31 Uhr brandete grenzenloser Jubel in der Messe Chemnitz auf. Ausgerechnet im 350. Pflichtspiel von Headcoach Rodrigo Pastore feierten die Niners Chemnitz ihren überhaupt ersten Sieg der Vereinsgeschichte in den Playoffs und gehen in der Viertelfinalserie gegen Aufsteiger Rasta Vechta dank des 83:77 (42:34) am Freitagabend (17. Mai 2024) in Führung. Herausragender Akteur beim Europapokalsieger war DeAndre Lansdowne mit 22 Punkten. Bei Vechta überzeugte vor allem Tommy Kuhse (18).

Im Bild: DeAndre Lansdowne, Niners Chemnitz.
DeAndre Lansdowne ragte bei den Niners Chemnitz einmal mehr in dieser Saison heraus. Bildrechte: IMAGO/Fotostand

"Wir sind sehr stolz, dass wir unseren ersten Sieg geholt haben", sagte Niners-Kapitän Jonas Richter nach dem Spiel bei Dyn. Phasenweise habe man "sehr guten Basketball gespielt". Dass Vechta die Partie in den letzten Minuten noch einmal spannend machte, sollte aber Warnung genug für das zweite Spiel am Sonntag in Chemnitz sein (19 Uhr live hören und im Ticker).

Jonas Richter, Niners Chemnitz 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Niners unter den Brettern stark

Die Niners bewiesen bereits in der Anfangsphase, warum sie in dieser Saison die zweitbeste Defensive der Liga stellen. Immer wieder gingen die Rebounds an die Sachsen, auf der Gegenseite zeigten sich Lansdowne und Co. treffsicher und zogen durch einen 12:0-Lauf auf 19:10 davon. Der Aufsteiger aus Vechta hielt in einem körperbetonten Spiel zwar gut mit, die entscheidenden Momente gehörten aber Chemnitz.

Im zweiten Viertel das gleiche Bild: Die Niners zogen angeführt vom überragenden Lansdowne die Rebounds und fanden ein ums andere Mal per Fastbreak die passende Antwort, sobald sich Vechta wieder herangekämpft hatte. Dominic Lockharts erfolgreich verwandelter Dreier pünktlich zur Pausensirene zum 42:34 unterstrich die Kräfteverhältnisse.

 v.l. Rodrigo Pastore, Niners Chemnitz, Trainer, gestikuliert am Spielfeldrand.
Niners-Headcoach Rodrigo Pastore sah über weite Strecken einen dominanten Auftritt seines Teams. Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner

Niners behalten kühlen Kopf in hitziger Atmosphäre

Tommy Kuhse und Johann Grünloh ließen Vechta nach Wiederanpfiff zumindest kurzzeitig hoffen und konnten auf 39:42 verkürzen. Im Anschluss zog Chemnitz das Tempo aber erneut an. Viele hitzige Szenen bestimmten das Geschehen, die tobende Halle tat ihr übriges. Vechta zeigte sich beeindruckt, die Niners sogen die Atmosphäre auf und spielten sich in einen Rausch.

Van Becks nächster punktgenauer Dreier zum 64:45 krönte ein herausragendes drittes Viertel der Niners, das letztlich den Grundstein für den Erfolg legen sollte. Zwar kam Vechta durch einige erfolgreiche Distanzwürfe im letzten Abschnitt noch einmal bis auf sechs Punkte heran (72:76), das Polster sollte den Niners für den letztlich verdienten Erfolg aber reichen.

jsc

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SPORT IM OSTEN | 18. Mai 2024 | 14:00 Uhr

2 Kommentare

DEKlausberg vor 3 Wochen

Leider alles ein paar Jahre zu spät für mich. Hätte auch gern ein paar leidenschaftliche Spiele gesehen. Für die Stadt ist die Mannschaft d a s Highlight. Viel Erfolg im Meisterschaftsrennen und in der nächsten Saison.

Marcel vor 3 Wochen

Der (neue) Stolz dieser Stadt!