Trainer Niklas Sundblad
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Eishockey | DEL 2 Dresdner Eislöwen holen Meistertrainer und Torwartlegende

11. Januar 2024, 14:00 Uhr

Der ambitionierte Eishockey-Zweitligist Dresdner Eislöwen steckt aktuell mitten im Abstiegskampf. Jetzt soll mit einem erfahrenen Trainer aus Schweden, einem Ex-Nationaltorhüter und zwei Stürmern die sportliche Wende geschafft werden.

Niklas Sundblad soll den strauchelnden Eishockey-Zweitligisten Dresdner Eislöwen wieder in ruhige Fahrwasser bringen. Der 50-jährige Schwede wurde am Donnerstag als neuer Cheftrainer bei den Sachsen vorgestellt. "Sport im Osten" hatte zuvor darüber berichtet. Zudem kommt mit Danny aus den Birken ein erstligaerfahrener Keeper. Der 38-Jährige trainierte bereits am Mittwoch mit der Mannschaft. Und zwei Stürmer sollen für mehr Tore sorgen.

Sundblad wurde Meister mit Ingolstadt

Der Schwede Sundblad ist im deutschen Eishockey kein Unbekannter. Als Spieler stand er für die Kölner Haie, die Düsseldorfer EG und die Füchse Duisburg auf dem Eis. Als Coach führte er u.a. den ERC Ingolstadt 2014 zur Deutschen Meisterschaft. Seine letzte Trainerstation in Bozen endete allerdings bereits nach drei Punktspielen. Als Begründung für die schnelle Trennung hatte der Verein aus Italien angegeben, dass das System nicht zum Team passe. Mit Dresden soll nun noch Platz zehn geholt werden. "Wir sind in keiner guten Position, werden mit harter Arbeit aber alles dafür geben, die nötigen Punkte einzufahren", erklärte Sundblad.

Olympia-Held für das Tor - aus den Birken kommt

Auch die zweite neue Personalie bei den Eislöwen dürfte für Aufsehen sorgen. Danny aus den Birken soll dafür sorgen, dass die Dresdner weniger Tore kassieren. Der 38-Jährige ist eine deutsche Torhüterlegende, stand zuletzt acht Jahre bei Red Bull München zwischen den Pfosten. Insgesamt bringt er 20 Jahre DEL-Erfahrung mit, seit September war er Torwarttrainer in Bad Nauheim. 47 Mal trug er zudem das Trikot der deutschen Nationalmannschaft, wurde beim Gewinn der Olympia-Silbermedaille 2018 als bester Keeper des Turniers ausgezeichnet.  

Danny aus den Birken ( Red Bull München, 33)
Prominenz für den Kasten: Danny aus den Birken Bildrechte: IMAGO/Passion2Press

Auch im Sturm gibt es mehr Erfahrung, Justin Florek und Travis Turnbull verstärken die Eislöwen. Beide waren zwischen 2017 und 2019 in Iserlohn aktiv. Zuletzt hielt sich das Duo in den USA fit. Beide werden am Samstag in Dresden erwartet. "Mit Danny, Justin und Travis bekommen wir mehr Tiefe, Qualität und vor allem Erfahrung in unser Team. Alle drei haben auf dem höchsten Level gespielt und sollen unserer Mannschaft helfen aus dem Tabellenkeller herauszukommen", erklärte Sportdirektor Matthias Roos.

Justin Florek und Travis Turnbull
Justin Florek und Travis Turnbull hier in Iserlohn in Aktion. Bildrechte: IMAGO / DeFodi

Dresden aktuell Vorletzter

Hintergrund: Eigentlich haben die Dresdner Eislöwen das mittelfristige Ziel DEL ausgegeben. Doch in dieser Saison läuft beim sächsischen Zweitligisten so ziemlich alles schief, was schieflaufen kann. Die Verpflichtung von Cheftrainer Corey Neilson im Sommer erwies sich als Fehlgriff. Nach gutem Saisonstart kassierten die Eislöwen Niederlage um Niederlage, leisteten sich dabei haarsträubende Abwehrfehler und rutschten so in der Tabelle immer tiefer in den Keller. Auch nach der Trennung von Neilson wurde es nicht besser. Petteri Kilpivaara, zuvor Co-Trainer und schon mehrfach Interimscoach, schaffte die Trendwende nicht. Nach dem Auftaktsieg ins neue Jahr in Selb gab es zuletzt wieder zwei Niederlagen in Folge. Nach 35 Spieltagen steht Dresden mit 42 Punkten auf dem vorletzten Platz. Am Freitag steigt das Sachsenduell gegen die Lausitzer Füchse, nun mit dem neuen Cheftrainer Sundblad.

Trainer Corey Neilson, dahinter Sportdirektor Matthias Roos, (Dresdner Eislöwen)
Das Experiment mit Cheftrainer Corey Neilson ging schief. Bildrechte: IMAGO/Hentschel

rei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 11. Januar 2024 | 17:45 Uhr

1 Kommentar

Il Sassone vor 27 Wochen

Bei dem eiskalten Blick auf dem Header Image muss das einfach was werden.