Müll von heute - Rohstoff von morgen?

Müll-Wochenthema: Müll von heute, Rohstoff von morgen?
Bildrechte: MDR/Panthermedia

Weltweit: Was tun mit dem Müll?

Müll ist allgegenwärtig: ob als Strudel in den Ozeanen, als träger Teppich vor tropischen Inseln oder als Strandgut. Rund um den Globus finden Menschen verschiedene Wege, mit Müll umzugehen.

Plastik-Wal an der Catharijnesingel in Utrecht
In den Niederlanden wird die Vermüllung der Meere ganz plastisch gezeigt: Seit 19. Januar 2019 springen fünf Tonnen Plastik in Form eines elf Meter hohen Wals jedem ins Auge, der an diesem Kanal in Vredenburg vorbeikommt. Der Müll für die bunten Plastik-"Meeresriesen" stammt aus dem Ozean um Hawaii. Initiiert wurde das Projekt von der Universität Utrecht. Bildrechte: imago/Hollandse Hoogte
Plastik-Wal an der Catharijnesingel in Utrecht
In den Niederlanden wird die Vermüllung der Meere ganz plastisch gezeigt: Seit 19. Januar 2019 springen fünf Tonnen Plastik in Form eines elf Meter hohen Wals jedem ins Auge, der an diesem Kanal in Vredenburg vorbeikommt. Der Müll für die bunten Plastik-"Meeresriesen" stammt aus dem Ozean um Hawaii. Initiiert wurde das Projekt von der Universität Utrecht. Bildrechte: imago/Hollandse Hoogte
"Junk" heißt das Schiff aus Plastikmüll, das hier im Meer treibt
Dass Plastikmüll ein Problem ist, wissen wir schon länger und viele weisen immer wieder drauf hin, wie die beiden Floßbauer, die auf Floß Junkó 2100 Meilen übers Meer trieben: Gebaut aus 15.000 Plastikflaschen, einem Flugzeugrumpf, einem Solargenerator und Plastiknetzen. Sie startete am 1. Juni 2008 von Long Beach (USA) mit Ziel Hawaii und Aufmerksamkeit für die Müllproblematik. Drei Monate später legten die beiden Männer an Bord im Ala Wai Hafen an. Ihre Fahrt wurde von einer Umweltforschungs-Stiftung unterstützt. Seither ist der Müll im Meer nicht weniger geworden, auch wenn wir mehr darüber reden. Bildrechte: imago/UIG
Trashpeople - Müllmenschen von Kölner Künstler.
Die Trashpeople des Kölner Künstlers HA Schult sind sogar schon seit 1996 weltweit auf Tour: 1.000 Figuren, 1,80 m groß, vor allem aus Getränkedosen und Computerschrott gepresst. Sie starteten in Xanten, und waren u.a. in Paris, Moskau, Kairo, Tel Aviv zu sehen. Ihre nächsten Stationen sind Chile und Tibet. Überall zeugen sie vom selben Problem: Müll als Kehrseite des Konsums. Schult beschreibt seine "Trashpeople" als "Botschafter unserer Zeit" für die Folgegenerationen. "Wir produzieren Müll, sind aus Müll geboren und werden wieder zu Müll", sagte Schult im "Kölner Stadtreporter". Bildrechte: imago/Horst Galuschka
Aluminium-Dosen, verbaut in einem traditionellen Haus in Botswana, 2009
Eine Aufnahme aus dem Jahr 2006 in Botswana: Coladosen, die für die Hauswände genutzt wurden. Bildrechte: imago/robertharding
Öko-Haus an den Iguazú-Wasserfällen, 2009
Ist dass ein Ökohaus? Daran scheiden sich vermutlich die Geister. Nahe der Igazu-Wasserfälle in Brasilien steht dieses Haus, das 2009 komplett aus Plastikflaschen und Dosen erbaut wurde. Bildrechte: imago/Xinhua
Dinosaurier aus Müll in Shenzhen /China
Die Botschaft, die 2013 von den Dinos im Park vor den Toren der Stadt Shenzhen ausgeht, ist deutlich: "Wir sind schon ausgestorben, wenn ihr weiter alles zumüllt, droht euch das auch." Die Skulpturen wurden aus CDs, Trinkflaschen, Reifen und Bauschaum gebaut. Bildrechte: imago/China Foto Press
Müllskulptur am Strand in Norwegen
Diese Skulptur, die Solveig Egeland 2014 am Strand von Spitzbergen in Norwegen baute, besteht aus allem, was das Meer hergibt: aus Fischernetzen, Schleppnetzbällen und angeschwemmtem Plastikmüll. Egeland ist eine norwegische Umweltaktivistin, die im ganzen Land etliche solcher Skulpturen baut. Das Material dafür war beim jährlichen Strand-Säuberungstag gesammelt worden. Ihr jüngstes Projekt ist eine schwimmende Kathedrale, als Hoffnungssymbol und Mahnung, Verantwortung zu übernehmen für die Rettung der Ozeane. Bildrechte: imago/Nature Picture Library
Wat Lan Kuad Tempel aus Bierflaschen, 1990
In Thailand haben Mönche die Gebäude ihres buddhistischen Klosters Wat Lan Kuad aus 1,5 Millionen Flaschen und Kronkorken gebaut. Bildrechte: imago/ZUMA Press
Skulptur aus Müll in London.
2016 war die spanische Künstlerin Maria Arceo Londons "Artist in Residence". Aus Müll, der aus dem Themse stammt, hat sie die Installation "Future Dust" gebaut, eine Art Fußbadruck des Flusses, wie sie selber sagt. Aus der Themse werden jährlich 300 Tonnen Müll gefischt. Bildrechte: i
Coffetogo-Aktivistin
Bei einer Kunstaktion in Essen 2017 wird Mode aus Abfallprodukten gezeigt. Hier eine Aktivistin mit klarer Absage an alle Coffee-to-go-Fans: Ihr Kostüm besteht aus 116 Bechern. Bildrechte: imago/Jochen Tack
Fischskulptur mit Prinzessin
Schwedens Prinzessin Viktoria vor 2017 vor einer Skulptur, die vor dem UN Hauptquartier aus Müll aus dem Meer gebaut wurde. Bildrechte: imago/Future Image
Ein junges Paar und ein kleines Kind knien auf einer Blumenwiese.
In einem Wald in England haben Umweltaktivisten 2018 eine Wiese mit Müllblumen bepflanzt - als Hinweis darauf, wie unsere Welt aussieht, wenn wir unseren Picknick-Müll nicht wieder mit aus dem Wald nehmen. Dahinter stehen die Hubbub.org, Aktivisten, die gegen den Müll kämpfen und in diesem Wald eingesammelten Müll gegen Snacks, Tee oder Kaffe eintauschen. Bildrechte: imago/ZUMA Press
ehemalige Tiere aus Müll auf Ex-Müllkippe Israel
Im israelischen Hiriya wurde eine ehemalige Müllkippe, die es seit 1952 gab, in einen Park verwandelt: Bis 1998 in Betrieb, sammelten sich hier hier 25 Millionen Tonnen Müll. Der gewaltige Berg zog massenhaft Vögel an - so viele, dass sie den Flugverkehr von Tel Aviv gefährdeten. 2005 wurde das Areal in einen Park mit Umweltbildungs-Center umgewandelt. Bildrechte: imago/Xinhua
Menschen verbrennen 2007 in Ghana Computerteile und Drähte.
Gigantische Müllkippen wie bis 2005 in Hiriya gibt es auch in Afrika. Hier, auf der größten Müllkippe in Accra, machen Jungen schon 2007 das, was in Mitteleuropa jetzt erst vielen bewusst wird: verwertbare Metalle aus Elektroschrott klauben. Die Rohstoffe der Zukunft sind die, die wir mit unserem Abfall jahrzehntelang achtlos auf Müllkippen abgeladen haben. Bildrechte: imago/Aurora Photos
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Was aus Müll werden kann

Wo Schätze gehoben werden

Alte Handys liegen in einer Gitterbox. 5 min
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Auf einer Fläche liegt ein großer Stapel alter Reifen. 4 min
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Woher kommt der Plastikmüll

Grafische Darstellung kleiner Partikel, die um einen Mann und eine Frau, die durch eine Allee gehen, herumfliegen. 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mo 04.02.2019 13:19Uhr 02:34 min

https://www.mdr.de/wissen/videos/was-ist-mikroplastik100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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