Covid-19 Corona-Impfung bei Krebspatienten: Forscher fordern Studien

Wer an Krebs erkrankt ist und eine Chemotherapie erhält, gehört auch zur Corona-Risikogruppe, für die das Virus schnell tödlich werden kann. Wie gut eine Impfung solche Patienten schützt, ist aber noch zu wenig erforscht.

Impfdosen werden vorbereitet
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Unter den Teilnehmern der klinischen Tests der Corona-Impfstoffe waren kaum an Krebs erkrankte Patienten. Deswegen seien viele Fragen zur Covid-Impfung bei dieser Gruppe offen, warnt jetzt ein Team von Medizinerinnen und Medizinern im Fachblatt JAMA Oncology. Klinische Versuche mit Krebspatienten könnten helfen, herauszufinden, welche Impfstoffplattform, mRNA oder Vektorimpfung, am besten bei diesen Menschen helfe und wie die Impfung am besten verabreicht werden müsste. Höchstwahrscheinlich gebe es auch große Unterschiede, je nachdem, an welchem Krebs die Betroffenen erkrankt seien.

Von Atemwegserkrankungen wie der Influenza sei bekannt, dass eventuell aufgebaute Antikörper gegen die Viren bei einer Krebserkrankung rasch abgebaut würden. Deshalb stelle sich die Frage, ob an Tumoren erkrankte Patienten möglicherweise ein anderes Impfschema mit anderen Dosierungen der Impfstoffe benötigen, schreiben die Ärztin Eleni Korompoki von der Uni Athen und ihre Kollegen. Erste Hinweise zeigen, dass eine Impfung am besten vor einer Chemotherapie verabreicht werde und die zweite Dosis dann verzögert werde bis zum Abschluss eines Therapie-Zyklus.

(ens)

1 Kommentar

wo geht es hin vor 4 Wochen

Wer sagt denn, daß diese Impfung die Krebspatienten schützt? Vielleicht passiert auch genau das Gegenteil - denn auch das ist noch lange nicht erforscht. Wie auch, da es ja logischerweise keine Langzeitstudien für einen Impfstoff geben KANN, der aus gutem Grund bisher nur eine Notfallzulassung hat.