Mars-Expedition Marshelikopter Ingenuity: NASA gibt den Flugplan bekannt

Die Schutzkappe ist entfernt. Marshelikopter Ingenuity (Einfallsreichtum) ist jetzt zum ersten Mal in direktem Kontakt mit der Atmosphäre des Planeten. Am heutigen Dienstag gibt die NASA bekannt, wann und wo er fliegen soll.

Mars Helicopter Ingenuity 1 min
Bildrechte: NASA

Es ist eine Technikdemonstration und ein Test für die künftige Erkundung unseres Nachbarplaneten Mars. Am heutigen Dienstagabend wird die US-Weltraumbehörde in einer Pressekonferenz über die konkreten Pläne für den Einsatz des Marshelikopters Ingenuity berichten. Die Schutzhülle, die das Fluggerät bei der Landung gesichert hat, ist bereits entfernt. Sie wird jetzt für alle Zeit auf dem Mars liegen bleiben.

Ein Blick unter den Marsrover
Noch hängt Helikopter Ingenuity zusammengeklappt unter dem Marsrover. Auf dem Boden liegt die Abdeckhaube. Bildrechte: NASA/JPL

Auf dem Foto der NASA ist bereits der Helikopter zu erkennen. Das rund zwei Kilo schwere Fluggerät (in der Marsschwerkraft wiegt es nur 680 Gramm) mit seinen vier Rotoren (Durchmesser 1,20 Meter) befindet sich unter dem Rover. Als nächstes wird Perseverance zu einem Startplatz für Ingenuity fahren, den die NASA ebenfalls am Dienstag bekanntgeben wird. Dann kann der Helikopter abgesetzt werden, der Rover entfernt sich wieder und danach können die Starts erfolgen. Geplant sind einer oder mehrere Flüge innerhalb eines Zeitraums von 31 Tagen, das sind 30 Marstage.

Erster Test 20 bis 30 Sekunden

Beim ersten Test soll Ingenuity einige Meter hoch fliegen und 20 bis 30 Sekunden in der Marsluft bleiben. Wenn das klappt, sollen weitere und längere Flüge folgen. In dieser Zeit wird der Rover Perserverance die Flüge beobachten. Ist das 30 Marstage lange Zeitfenster vorbei, wird der Rover seine Erkundungen auf dem Mars fortsetzen.

Während seines Einsatzes wird Ingenuity einen ganz neuen Blick auf den Mars ermöglichen. Dieser Einsatz spielt deshalb für weitere Missionen eine große Rolle, da ein Helikopter viele Bereiche untersuchen kann, die für einen Rover nicht erreichbar sind, wie Berggipfel, Gräben oder Höhlen. Das werden aber erst die Nachfolger von Ingenuity tun. Der erste Marsheli wird dann wie ein Denkmal auf dem roten Planeten verbleiben. Und vielleicht werden irgendwann Marskolonisten an den Ort pilgern, an dem zum ersten Mal eine menschliche Maschine auf einem fremden Planeten gestartet und gelandet ist.

NASA live und ihre Fragen

Die Pressekonferenz zum Einsatz von Ingenuity können sie heute (23.03.) hier ab 18:30 Uhr live verfolgen. Über die Social Media Kanäle der NASA können Sie sogar selbst Fragen stellen unter dem Hashtag #MarsHelicopter.

gp

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