Zehn Fakten über Hitze 5,5 Billionen Grad sind der echte Hitzerekord

Hitze über Deutschland, alle stöhnen. Aber wie viel Hitze hält der Mensch eigentlich aus? Und welche Lebewesen mögen es besonders heiß? Zehn heiße Fakten über Temperaturen.

Computergrafik des Planeten Merkur
Merkur ist nicht der heißeste Der Merkur ist der sonnennächste Planet unseres Systems, und trotzdem nicht der heißeste. Auf seiner Tagseite werden höchstens rund 430 Grad Celsius erreicht, das liegt zehn Grad unter der Tiefsttemperatur auf der Venus. Grund dafür ist, dass Merkur keine Atmosphäre besitzt. Es gibt also keine Gashülle, die sich aufheizen und durch physikalische Effekte diese Hitze auch halten kann. Deswegen wird es auf dem Merkur nachts etwa -170 Grad kalt. Bildrechte: imago/Science Photo Library
Zwei Personen sitzen in einer Sauna.
Wieviel Hitze hält ein Mensch aus? Bjarne Hermannsson saß 2008 bei der Weltmeisterschaft 18 Minuten und 15 Sekunden in der 110 Grad heißen Sauna - und gewann. So lange wie niemand vor oder nach ihm bei diesem Wettbewerb. Im Alltag wird es jenseits der 37 Grad gefährlich. Denn dann kann der Körper Wärme nicht mehr abgeben. Wenn die Luft sehr feucht ist, ist dieser Punkt schon unterhalb der 37 Grad erreicht. Lebensgefährlich sind Temperaturen ab 42 Grad. Bildrechte: PantherMedia / nd3000
Streit zwischen einem Paar
Hitze macht aggressiver Pöbeleien, Hupen, Handgreiflichkeiten und Schlimmeres sind möglich, wenn es heiß ist, sagt Sozialpsychologe Hans-Peter Erb. Und das geht in unseren Breiten los bei 28, 29 Grad. Grund dafür: Wir sind dann nicht mehr in unserer Komfortzone, denn für den Mitteleuropäer liegt die bei 22 bis 25 Grad. Alles darüber ist einfach zu warm und dann beginnt der Stress. Bildrechte: PantherMedia / Bernd Leitner
Tiefseeschlote geben schwarzen Rauch ab
Wer hält die größte Hitze aus? Prokaryoten sind kleine Lebewesen, die keinen Zellkern besitzen. Bakterien gehören dazu. Und einige davon sind termophil oder sogar hyperthermophil. Sie lieben Hitze, leben in der Tiefsee in den sogenannten Black Smokern, heißen Sprudelquellen oder Salzlaken in der Wüste. Viele von ihnen fühlen sich bei um die 90 Grad Celsius bestens und vertragen auch Temperaturen bis zu 120 Grad. Bildrechte: NOAA
Blitzschlag über der Wüste, Big-Bend-Nationalpark, West-Texas, USA
Der Blitz schlägt die Sonne Was kommt nach der Hitze? Das Gewitter! Und hier zeigen die Blitze, was sie drauf haben. Denn sie sind fast sechs Mal so heiß wie die Oberfläche der Sonne. In Zahlen: Blitz – bis zu 30.000 Grad Celsius, Sonne – 5.500 Grad Celsius. Bildrechte: IMAGO
Computergrafik des Planeten Merkur
Merkur ist nicht der heißeste Der Merkur ist der sonnennächste Planet unseres Systems, und trotzdem nicht der heißeste. Auf seiner Tagseite werden höchstens rund 430 Grad Celsius erreicht, das liegt zehn Grad unter der Tiefsttemperatur auf der Venus. Grund dafür ist, dass Merkur keine Atmosphäre besitzt. Es gibt also keine Gashülle, die sich aufheizen und durch physikalische Effekte diese Hitze auch halten kann. Deswegen wird es auf dem Merkur nachts etwa -170 Grad kalt. Bildrechte: imago/Science Photo Library
Alexander Gerst schaut aus der Raumstation auf den blau leuchtenen Erdball.
Astronauten haben Weltraumfieber Im Weltall heizen sich die Körper auf. Untersuchungen deutscher Mediziner haben 2017 gezeigt, dass die Astronauten und Kosmonauten ständig fast 38 Grad Körpertemperatur haben. Der Wärmeaustausch funktioniert in Schwerlosigkeit offenbar schlechter. Bildrechte: NASA
Rohre, Leitungen, Spulen und dicke Stahlwände.
Es sind 5,5 Billionen Grad! Forscher am Kernforschungszentrum CERN haben 2011 Blei-Ionen kollidieren lassen. Sie wollten damit den Zustand des Universums kurz nach dem Urknall simulieren. Und haben dabei nach eigenen Angaben eine Temperatur von 5,5 Billionen Kelvin erreicht. Zum Vergleich: Im Inneren unserer Sonne herrschen 15,6 Millionen Kelvin. Bildrechte: University of Birmingham
Spitzen von Eisbergen ragen bei wolkenlosem Sonnenschein, schmelzend aus dem Wasser im Polarmeer vor Grönland.
Der absolute Nullpunkt Zum Schluss ein Blick auf das Gegenteil von Hitze, den absoluten Nullpunkt. Minus 273,15 Grad Celsius, Null Grad Kelvin. Die Teilchen kommen zum Stillstand, alle Unordnung schwindet. Dachte man zumindest lange. Deutsche Physiker haben nämlich nachgewiesen, dass auch negative Kelvin-Temperaturen möglich sind. Vielleicht führt diese Erkenntnis einmal zu einer Erklärung der Dunklen Materie im Universum, so die Forscher der LMU München und des MPI Garching. Bildrechte: IMAGO
Alle (8) Bilder anzeigen