Studie aus China Wer Tee trinkt, lebt länger

Chinesische Forscher haben sich gefagt, ob Teekonsum, Gesundheit und Lebensdauer etwas miteinander zu tun haben. In einer Langzeitstudie haben sie eine Antwort gefunden. Wer Tee trinkt, lebt länger und kriegt fiese Krankheiten erst später.

Eine Frau hält zwei Glastassen nebeneinander, in der einen Tasse grüner Tee, in der anderen schwarzer.
Schwarzer oder grüner Tee: Hat der Konsum verschiedene Folgen? Bildrechte: imago/Xinhua

Wer Tee trinkt, lebt länger und bekommt es später mit Herzkreislauferkrankungen und Herzerkrankungen zu tun als Tee-Abstinenzler. Zu diesem Schluss kommt ein chinesisches Forschungsteam, das für eine mehrjährige Präventionsstudie die Wirkung von Teekonsum untersucht hat.

Wer wurde befragt und wie?

Dazu erfragte das Forschungsteam seit 1998 den Teekonsum von 100.902 Erwachsenen aus 15 Provinzen des Landes. Um teilzunehmen, durften sie keine medizinischen Vorgeschichten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs haben. Die standardisierten Fragebögen, die die Studienteilnehmer ausfüllten, wurden mit Daten aus Krankenhausakten und Sterbeurkunden abgeglichen. In den Fragebögen machten die Teilnehmenden Angaben zu Teekonsum-Gewohnheiten, persönlichen und familiären Gesundheitsdaten, sowie Gewicht und Größe. Außerdem wurden Blutdruck, Blutzuckerwerte und Blutfettwerte nach einer zehnstündigen Fastenzeit gemessen.

Macht die Tee-Art einen Unterschied?

Die Auswertung der Daten zeigte dem Forschungsteam zufolge: Bei gewohnheitsmäßigem Teekonsum wurden im Durchschnitt mehr krankheitsfreie Jahren und eine höheren Lebenserwartung nachgewiesen. Atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall traten bei Teetrinkern um 1,41 Jahre oder 1,23 Jahre später auf als bei den Nichtteetrinkern, außerdem war ihre Lebenserwartung im Indexalter von 50 Jahren um 1,26 Jahre höher. Ob der Konsum von schwarzem oder grünen Tee sich verschieden auswirkt, lässt sich an den Daten nicht ablesen. Ebensowenig wie Unterschiede zwischen Männern und Frauen - hier seien noch komplexere Forschungen nötig, heißt es in der Studie.

Link zur Studie

Die Studie unter dem Titel "Tea consumption and the risk of atherosclerotic cardiovascular disease and all-cause mortality: The China-PAR project" ist im European Journal of Preventive Cardiology erschienen.

lfw

3 Kommentare

MDR-Team vor 30 Wochen

Hallo part, woher nehmen Sie die Information? Hier sollte stark differenziert werden und nicht alle Anbaugebiete über einen Kamm geschoren werden. Auf Nummer sicher gehen Sie mit ökologischen Produkten, für die es klare Vorschriften gibt, die z.B. von Anbauverbänden überprüft werden.

part vor 30 Wochen

Wer zuviel Tee konsumiert läuft Gefahr sich mit Pflanzenschutzmitteln übermäßig zu belasten, denn in den Anbaugebieten wird das Zeug aus heimischer Produktion versprüht, dessen Anwendung bei uns verboten ist...

wer auch immer vor 30 Wochen

Da kann man sich auch länger einpinkeln, vergessen wer gerade gegenüber sitzt und und ...

Ich lobe mir mein Bierchen. Unterhopft ist auf Dauer auch ungesund.