MDR Insektensommer Insekten-Sex: Feldgrillenmännchen tanzen hinterher

Wer sich mit Insekten-Fortpflanzung befasst, dem öffnet sich eine wahre Wunderwelt. Die einen leuchten, um Paarungsbereitschaft zu verkünden, die anderen zirpen. Einige ritzen Bäume an, um mit deren Saft Paarungspartner anzulocken. Manche treiben es stundenlang, andere scheinen regelrecht verschiedenen Arten anzugehören.

Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und erfahren Sie Neues aus der gemeimnisvollen Welt der Insekten und ihrer Fortpflanzung: Vom Schneckenhauskäfer, über Feldgrille, Pechlibelle bis zur Hornisse.

Kurioses aus der Sechs-Beiner-Fortpflanzung

Schneckenhausnistkäfer bei der Paarung
Schneckenhauskäfer: Dass die sich überhaupt mal paaren, grenzt an ein kleines Wunder, denn die meiste Zeit ihres Lebens, zwei bis drei Jahre, verbringen sie als Larven. Und wenn sie geschlechtsreif sind, würde man kaum ahnen, dass die beiden zusammengehören. Das Männchen hat behaarte, ledrige Flügel und auffällige Antennen, das Weibchen sieht dagegen aus wie eine große Larve und hat auch keine Flügel. Sie fressen sowohl als Käfer als auch als Larve am liebsten Schnecken, und ihre stark behaarten Raupen sind quasi Hausbesetzer, die im Herbst in leerstehende Schneckenhäuser kriechen und darin überwintern. Nach zwei oder drei Jahren verpuppen sie sich im Frühjahr und sorgen als Schneckenhauskäfer wieder für neuen Nachwuchs. Bildrechte: imago images / blickwinkel
Schneckenhausnistkäfer bei der Paarung
Schneckenhauskäfer: Dass die sich überhaupt mal paaren, grenzt an ein kleines Wunder, denn die meiste Zeit ihres Lebens, zwei bis drei Jahre, verbringen sie als Larven. Und wenn sie geschlechtsreif sind, würde man kaum ahnen, dass die beiden zusammengehören. Das Männchen hat behaarte, ledrige Flügel und auffällige Antennen, das Weibchen sieht dagegen aus wie eine große Larve und hat auch keine Flügel. Sie fressen sowohl als Käfer als auch als Larve am liebsten Schnecken, und ihre stark behaarten Raupen sind quasi Hausbesetzer, die im Herbst in leerstehende Schneckenhäuser kriechen und darin überwintern. Nach zwei oder drei Jahren verpuppen sie sich im Frühjahr und sorgen als Schneckenhauskäfer wieder für neuen Nachwuchs. Bildrechte: imago images / blickwinkel
Weichkäfer bei der Paarung auf Mohn
Wir sehen sie im Spätsommer: Rotgelbe Weichkäfer vom Typ Rhagonycha fulva. Ihre Paarung dauert bisweilen stundenlang. Auffällig ist der schwarze Fleck am Ende ihrer Flügel. Die tagaktiven Insekten sitzen gern in Gruppen auf Doldenblütlern wie wildem Kümmel oder Engelwurz, sowie Kräutern. Als ausgewachsene Käfer jagen sie andere Insekten. In ihrer einjährigen Larvenzeit fressen sie nicht nur Insekten, sondern auch Schnecken. Bildrechte: imago images / blickwinkel
Paarung von zwei Feldgrillen
Sie laufen schnell, fliegen aber nicht: Die Feldgrillen. Ist ein Männchen paarungsbereit, zirpt es, was das Zeug hält - bzw. dass man es auch noch 50 Meter weit weg hört. Ein paarungswilliges Weibchen nähert sich dann im Zickzackkurs, aber nur so lange das Männchen singt und lockt. Dann wird sich an den Fühlern betastet und das Weibchen besteigt das Männchen. Das biegt seinen Hinterleib hoch und begattet das Weibchen etwa eine Minute lang. Anschließend führt das Männchen noch zwei Stunden lang einen Nachbalz auf, mit ruckartigen Bewegungen und zitternden Antennen. Bildrechte: imago images / blickwinkel
Paarung, Gewöhnliche Langbauchschwebfliegen
Von März bis Oktober schwebt sie durch unsere Gärten: Die gemeine Langbauchschwebfliege, die als Nektar- und Pollenfresserin auch zu den Bestäubungs-Insekten zählt. Die Fliegen können sich auch im Flug paaren. Ihre Eier werden in Blattlauskolonien abgelegt und wenn die Larven schlüpfen, haben sie ihr Futter direkt in Griffweite. Bildrechte: imago/imagebroker
Paarung Hirschkäfer
Specht, Elster, Katze, Marder, Igel: Alle haben die Hirschkäfer zum Fressen gern! Die imposanten "Geweihe", die Mandibeln, brauchen die Männchen um Konkurrenten wegzustoßen. Die Weibchen ritzen dagegen mit ihren Mandibeln Eichen an, denn deren Saft lockt Männchen zur Paarung herbei. Dabei hockt das Männchen auf dem Weibchen - praktisch für das Weibchen, denn Fressfeinde erwischen in der Zeit dann nur das Männchen und Frau Hirschkäfer kann sich in Sicherheit bringen. Bildrechte: imago/blickwinkel
Große Pechlibellen bei der Paarung
Die Große Pechlibelle ist ein Farbwechsler: Männchen wechseln je nach Alter von beige, zu grün und kräftigem blau. Die Weibchen sind je nach Alter von beige, rosa oder violett, und nach Geschlechtsreife braun, grün oder blau. Die Libellen sind "Tandempaarer", die ein Begattungsrad bilden. Die Paarung kann bis zu sechs Stunden dauern und auch in der Luft vollzogen werden. Die Larven sind Unterwasserräuber, sie fressen Mückenlarven, Wasserflöhe und Bachflohkrebse. Die adulte Pechlibelle frisst Fliegen, Mücken und alle anderen Insekten, die kleiner sind als sie selbst. Bildrechte: imago images / imagebroker
Paarung Hornisse
Hornissen-Drohnen schlüpfen kurz vor den Jungköniginnen: Bis dahin lassen sie sich im Nest von den Arbeiterbienen füttern. Wenn sie ausfliegen, dann kilometerweit weg. Im Herbst führen sie dann ihre Balzflüge in der Nähe eines Hornissennestes auf. Bildrechte: imago/blickwinkel
Zwei Hornissen bei der Paarung
Hier sieht man sehr schön, dass die Drohne deutlich kleiner als die Jungkönigin. Die Männchen schlüpfen im Spätsommer. Bis zur Paarungszeit Ende September reinigen sie das Nest von Nahrungsabfällen. Ein Drohn kann zwar mehrere Königinnen begatten, stirbt dann aber bald. Bildrechte: imago/Westend61
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ein Mann steht im Wald vor einem Baum und riecht an einem Stück loser Rinde 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Große Insektenaugen, Nahaufnhame einer Libelle 45 min
Bildrechte: Matthias Vorndran