MDR ZEITREISE

Start der Bundesliga-Rückrunde

Bildergalerie DDR-Fußballer, die im Westen erfolgreich waren

Ostdeutschen Klubs fehlte es nach der Wende an Sponsoren und so setzte 1990 eine regelrechte "Völkerwanderung von Ost nach West" ein. Die besten Spieler verdingten sich fortan bei westdeutschen Vereinen.

Der Dresdner Mittelfeldspieler Matthias Sammer (r.) im Zweikampf mit dem Bischofswerdaer Mittelfeldakteur Jörg Bär (1989)
Matthias Sammer Matthias Sammer gilt als einer der besten deutschen Fußballer der 90er-Jahre. Seine Karriere hatte er bei Dynamo Dresden begonnen. 1990 wechselte er zum VfB Stuttgart, später spielte er bei Inter Mailand und Borussia Dortmund. Sammer errang alle großen Titel: Er war mehrfacher deutscher Meister und Pokalsieger, Champions Legue-Sieger mit Borussia Dortmund und Europameister mit der DFB-Auswahl. 1995 und 1996 wurde er zu Deutschlands "Fußballer des Jahres" gewählt, 1996 zum besten Fußballer Europas. Nach einer langwierigen Verletzung musste er 1998 seine Karriere beenden. Bildrechte: dpa
Der Dresdner Mittelfeldspieler Matthias Sammer (r.) im Zweikampf mit dem Bischofswerdaer Mittelfeldakteur Jörg Bär (1989)
Matthias Sammer Matthias Sammer gilt als einer der besten deutschen Fußballer der 90er-Jahre. Seine Karriere hatte er bei Dynamo Dresden begonnen. 1990 wechselte er zum VfB Stuttgart, später spielte er bei Inter Mailand und Borussia Dortmund. Sammer errang alle großen Titel: Er war mehrfacher deutscher Meister und Pokalsieger, Champions Legue-Sieger mit Borussia Dortmund und Europameister mit der DFB-Auswahl. 1995 und 1996 wurde er zu Deutschlands "Fußballer des Jahres" gewählt, 1996 zum besten Fußballer Europas. Nach einer langwierigen Verletzung musste er 1998 seine Karriere beenden. Bildrechte: dpa
DDR-Stürmer Andreas Thom vom BFC Dynamo, aufgenommen am 12.03.1986 vor dem Fußball-Länderspiel DDR - Niederlande (0:1) im Leipziger Zentralstadion.
Andreas Thom Der schwer gewichtige Manager Rainer Calmund von Bayer Leverkusen war es, der Andreas Thom, den "besten Fußballer, den die DDR zu bieten hatte", kurz nach dem Mauerfall als ersten Ost-Fußballer in die Bundesliga lockte. 12.000 Mark verdiente Thom pro Monat. Heute ein Trinkgeld, damals viel Geld, zumal für einen 24-Jährigen, der bis dahin bei Erich Mielkes Lieblingsverein Berliner FC Dynamo gespielt hatte. Mit Leverkusen wurde Thom DFB-Pokalsieger und mit der Nationalmannschaft 1996 Europameister. Bildrechte: dpa
Jörg Weißflog (li.) und Michael Ballack (re.)
Michael Ballack Der in Görlitz geborene Michael Ballack unterschrieb 1995 seinen ersten Pofi-Vertrag – beim Chemnitzer FC. Damals war er 19 und seine Mitspieler nannten ihn den "kleinen Kaiser" in Anlehnung an Franz Beckenbauer. Der talentierte junge Mann machte schnell Karriere – er spielte beim FC Kaiserslautern, bei Bayer Leverkusen, Bayern München und beim FC Chelsea London. Seit 2010 spielt er bei Bayer Leverkusen. Im Sommer 2012 lief sein Vertrag aus und wurde nicht verlängert. Am 2. Oktober 2012 beendete Ballack seine aktive Fußballerkarriere. Bildrechte: Karl Wagner
DDR-Stürmer Ulf Kirsten (mitte) kommt mit dem Ball vor den französischen Gegenspielern Alain Giresse (links) und Maxime Bossis zu Fall.
Ulf Kirsten "Wenn bei einem Auswärtsspiel keiner ruft 'Kirsten, du Arschloch!', dann weiß ich, dass ich schlecht bin." Aber Kirsten, der von 1991 bis 2003 für Bayer Leverkusen spielte, hat das fast immer gehört - er war einer der besten Torjäger in der Geschichte der Bundesliga. Dreimal war er "Torschützenkönig". "Dort, wo andere den Fuß wegziehen, geht Kirsten mit dem Kopf hin", sagte der Trainer Eduard Geyer einmal bewundernd. Kirsten, der 1990 letzter "Fußballer des Jahres" der DDR war, bestritt 100 Länderspiele, 49 für die DDR und 51 für die BRD. Bildrechte: dpa
Mittelfeldspieler Dariusz Wosz von Hertha BSC Berlin gehört zum 22er Aufgebot des Deutschen Fußball-Bundes für die Fußball-Europameisterschaft vom 10.6. bis 2.7. in Belgien und den Niederlanden. Der 30-jährige bestritt bisher 14 DFB-Länderspiele und sieben für die DDR (Stand 26.05.2000), aufgenommen am 25.05.2000.
Dariusz Wosz Darius Wosz wurde in Polen geboren. Anfang der 70er-Jahre kam er mit seinen Eltern in die DDR nach Halle und begann beim Halleschen FC mit dem Fußballspielen. Wosz galt als eines der großen Talente des DDR-Fußballs. 1991 wechselte Wosz, der für DDR sieben Länderspiele bestritt, zum VFL Bochum. Dort spielte er, unterbrochen von drei Jahren bei Hertha BSC, bis 2007. Wosz bestritt 17 Länderspiele für die DDR und die BRD und betreibt heute eine Fußballschule. Bildrechte: dpa
Rico Steinmann (geb. am 26.12.67), Mittelfeldspieler, im Verein seit 1991, Ex-Nationalspieler, 23 A-Länderspiele für die DDR. Frühere Klubs: Chemnitzer FC.
Rico Steinmann Der Mittelfeldspieler des FC Karl-Marx-Stadt galt als das größte Talent des DDR-Fußballs. Bereits mit 19 wurde er in die DDR-Nationalmannschaft berufen. Für Michael Ballack war Steinmann "das Vorbild meiner Jugend". 1991 wechselte Steinmann zum 1. FC Köln. Dort spielte er sechs Jahre lang - nicht schlecht, aber auch nicht gut genug, um in die Nationalelf berufen zu werden. 1997 ging Steinmann in die Niederlande, zu Twente Enschede. Bis 2000 war er dort beschäftigt. Bildrechte: dpa
Bernd Schneider
Bernd Schneider Der 1973 in Jena geborene Bernd Schneider gab 1991 sein Profidebüt beim FC Carl Zeiss Jena in der 2. Bundesliga. Es dauerte aber einige Jahre, ehe er sich in der Mannschaft etablieren konnte. 1997 wechselte er zu Eintracht Frankfurt, drei Jahre später zu Bayer Leverkusen. Hier entwickelte sich Schneider zu einem der besten Mittelfeldspieler der "Bundesliga". Schneider, der heute noch bei der Werkself spielt, bestritt 81 Länderspiele und wurde 2002 Vizeweltmeister mit der Nationalelf. Bildrechte: dpa
Olaf Marschall
Olaf Marschall Der 1966 in Torgau geborene Olaf Marschall begann seine Fußballkarriere bei der BSG Chemie Torgau und wechselte später zu Lok Leipzig. 1990 ging er nach Österreich zu Admira/Wacker Wien. Drei Jahre später kehrte er in die deutsche Bundesliga zurück. Nach nur einem Jahr verkaufte Dynamo Dresden den Stürmer jedoch an den 1. FC Kaiserslautern. Mit dieser Mannschaft wurde Marschall 1996 DFB-Pokalsieger und 1998 Deutscher Meister. In der Saison 1998/99 schoss er das "Tor des Jahres".
(Über dieses Thema berichtete der MDR im TV in "Aktuell"05.10.2018 | 17:45 Uhr)
Bildrechte: dpa
Alle (8) Bilder anzeigen
DDR-Stürmer Ulf Kirsten (mitte) kommt mit dem Ball vor den französischen Gegenspielern Alain Giresse (links) und Maxime Bossis zu Fall.
Ulf Kirsten "Wenn bei einem Auswärtsspiel keiner ruft 'Kirsten, du Arschloch!', dann weiß ich, dass ich schlecht bin." Aber Kirsten, der von 1991 bis 2003 für Bayer Leverkusen spielte, hat das fast immer gehört - er war einer der besten Torjäger in der Geschichte der Bundesliga. Dreimal war er "Torschützenkönig". "Dort, wo andere den Fuß wegziehen, geht Kirsten mit dem Kopf hin", sagte der Trainer Eduard Geyer einmal bewundernd. Kirsten, der 1990 letzter "Fußballer des Jahres" der DDR war, bestritt 100 Länderspiele, 49 für die DDR und 51 für die BRD. Heute ist er Trainer der 2. Mannschaft von Bayer Leverkusen. Bildrechte: dpa

Meistgeklickt

MDR ZEITREISE auch bei ...