MDR ZEITREISE

MDR Zeitreise vom 22.05.2018

Schmalspurbahn in Forst Die "schwarze Jule"

Ab 1893 versorgte eine Schmalspurbahn die Betriebe in Forst mit Brennstoffen und Waren. Wegen ihres Rußes und Staubes wurde sie "schwarze Jule" genannt. 1965 zuckelte sie zum letzten Mal durch die Straßen Forsts.

Bahn und Anhänger .
In Forst in der Lausitz zuckelte über 70 Jahre lang eine Schmalspurbahn zwischen Pferdefuhrwerken, Fahrrädern und Autos durch die Straßen der Stadt - die "schwarze Jule". Rund 24 Kilometer umfasste ihr Streckennetz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Bahn und Anhänger .
In Forst in der Lausitz zuckelte über 70 Jahre lang eine Schmalspurbahn zwischen Pferdefuhrwerken, Fahrrädern und Autos durch die Straßen der Stadt - die "schwarze Jule". Rund 24 Kilometer umfasste ihr Streckennetz. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine alte Lokomotive kommt aus einem Betriebsgelände gefahren.
Am 26. Mai 1893 war die Bahn eingeweiht worden und die Forster hatten ihr den Namen "Jule" gegeben. Warum "Jule", weiß heute keiner mehr. Später nannte man sie dann "schwarze Jule" - weil sie so viel Staub und Ruß ausspie und selbst über die Jahre ganz schwarz geworden war. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Lokomotive mit zwei Waggons, im Hintergrund Häuser.
Forst war seit den 1920er-Jahren ein bedeutender Industriestandort, vor allem wurden Textilien produziert. Insgesamt gab es in Forst rund 400 Betriebe. Und alle wurden von der "schwarzen Jule" mit Brennstoffen und Waren beliefert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Bahn mit Waggon.
Die Bauart der "schwarzen Jule" war durchaus etwas Besonderes: Die Schmalspurbahn war so konstruiert, dass sie Eisenbahnwaggons mit normaler Spurbreite gewissermaßen huckepack nehmen konnte. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Lokomotive fährt auf Schienen eine Straße entlang.
In den sechziger Jahren verlor die "schwarze Jule" zunehmend an Bedeutung. LKW übernahmen nun die Transporte für die Betriebe der Stadt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Lokomotive mit Anhänger, geschmückt mit Girlanden, während eines Festtagumzuges.
Obwohl die "Jule" die ganze Stadt in Rußschwaden tauchte, wurde sie von den Einwohnern Forsts gemocht. Generationen von Forstern waren mit ihrer "Jule" aufgewachsen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Bahnwaggon mit Girlanden geschmückt, davor Kinder.
Am 31. August 1965 zuckelte die "schwarze Jule" zum letzten Mal durch die Straßen der Neißestadt. Die alte Schmalspurbahn wurde im Dresdner Verkehrsmuseum ausgestellt. Künftig aber soll sie in einem Museum in Forst untergebracht werden - die von den Forstern geliebte "schwarze Jule". (Über dieses Thema berichtete der MDR in "Zeitreise", 22.05.2018 | 21:15 Uhr.) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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