MDR ZEITREISE

Frauenpower

Geschichte

Curie in Labor
Für ihre Doktorarbeit hat sich die fleißige Marie Curie großes vorgenommen. Sie will die "Becquerel-Strahlen" erforschen, die bei Experimenten mit Urankristallen entdeckt  wurden. Die Strahlung kann Körper durchdringen und Curie will mehr darüber erfahren. Bildrechte: IMAGO

Trapo hört mit!

Geschichte

Zwei Schaffner sprechen mit einem Mann vor einem Zug.
Auf Bahnhöfen und in Zügen der Deutschen Reichsbahn versahen Transportpolizisten deutlich sichtbar ihren Dienst. Allerdings war die Trapo nicht immer in Uniform unterwegs. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Zwei Schaffner sprechen mit einem Mann vor einem Zug.
Auf Bahnhöfen und in Zügen der Deutschen Reichsbahn versahen Transportpolizisten deutlich sichtbar ihren Dienst. Allerdings war die Trapo nicht immer in Uniform unterwegs. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Schild am Zug mit der Reisestrecke.
Einer der Einsatztorte der Trapo: Transit- und Interzonenzüge, die zwischen DDR und Westberlin und DDR und der Bundesrepublik pendelten. "Mumienexpress" nannte man sie scherzhaft, da nach Abschluss des Transitabkommens 1972 vorwiegend DDR-Rentner in den Westen reisten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Landkarte der nördlichen DDR.
Transportpolizei-Reviere (TPRs) wurden insbesondere an und um Knotenbahnhöfe herum gebildet und hatten eine personelle Mindeststärke von 50 Polizisten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Mann am Bahnsteig auf dem Leipziger Hauptbahnhof.
Innerhalb der Transportpolizei gab es auch Kommandos bzw. Einheiten, die mit verdeckten Ermittlern arbeiteten. Herr K. aus Dresden (hier bei Dreharbeiten für die MDR ZEITREISE) war drei Jahre lang Mitarbeiter in dieser ZBK genannten Einheit – dem sogenannten Zugbegleitkommando. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Haus an einer Straße.
Direkt gegenüber vom Neustädter Bahnhof verbarg sich in dieser nach außen nicht als Polizeirevier gekennzeichneten Villa bis Ende der 1980er-Jahre die ZBK-Einheit des Dresdner Transportpolizeiamtes. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Mütze mit Emblem.
Obwohl Herr K. drei Jahre lang für das Transportpolizeiamt Dresden tätig war, hat er seine Uniform fast nie getragen. Der zivile Beobachter, wie es damals hieß, trat während der "operativen Arbeit" im Zug als Reisender auf.    Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein Mann vor einer Zugtoilette.
Meist noch vor Abfahrt des Zuges kontrollierten die ZBK-Fahnder die Zug-Toiletten - ein beliebtes Versteck für Zeitungen, Devisen und Drogen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Hand zieht an einer Deckenplatte in der Zugtoilette.
Etwa ein Dutzend Menschen versuchten pro Jahr im engen Hohlraum unterm Toiletten-Dach aus der DDR zu fliehen. Meist wurden sie schon bei der Vorbereitung ihrer Flucht von Trapo-Zivil-Fahndern erwischt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Personen in Uniform am Bahnhof Staaken.
Kurz vor den Grenzbahnhöfen stiegen die von der Staatssicherheit gestellten Passkontrolleinheiten in den Zug. Trapo-Zivil-Ermittler steckten ihnen unauffällig Zettel zu, auf denen sie Abteil und Sitzplatz eines Verdächtigen notiert hatten. So konnten die Passkontrolleure gezielt Personalien aufnehmen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Eine Frau und ein Mann stehen im Gang eines Zuges am Fenster.
Die zivilen Beobachter der Trapo verwickelten Reisende in Gespräche, um an Informationen zu kommen - vor allem über geplante "Republikfluchten". (Im Bild Zeitzeuge Herr. K. und die Historikerin Jana Birthelmer bei Dreharbeiten für die MDR ZEITREISE.)  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Auszug aus einer Akte.
Das klappte auch immer wieder, wie dieses Dokument belegt. Bildrechte: BStU
Ein Mann in Uniform sitzt in einer Schaltzentrale und telefoniert.
Am Abend nach der Reise gaben die Zivilbeobachter der Trapo ihre Berichte in der Zentrale ab. Seit 1980 sitzt dort auch ein Abwehr- bzw. Verbindungsoffizier des MfS. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sechs Männer sitzen um einen runden Tisch, vor ihnen auf dem Tisch liegen Akten.
Der Fall des FDP-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Mischnick (3. V. l.) zeigt, dass Spezialisten des ZBK selbst einen gewieften und vom eigenen Staatschutz gewarnten Polit-Profi aus dem Westen geschickt aushorchen konnten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Auszug aus einer Akte.
Am 14. Mai 1984 trat Wolfgang Mischnick, der Dresden besuchte, seine Heimreise im Zug an und wurde von Transportpolizisten am Bahnhof sofort erkannt. Ein Spezialist des ZBK war auf ihn angesetzt. Bildrechte: BStU
Auszug aus einer Akte.
Mischnick äußerte sich zu einem persönlichen Gespräch mit Honecker 1984, zum polnischen General Jaruzelski, zu seinen Eindrücken von Reisen nach Moskau zum Politbüro. Wie schaffte es ein ZBK-Fahnder in einem etwa zweistündigen Gespräch im Zug solche präzisen Informationen einzuholen? Bildrechte: BStU
Auszug aus einer Akte.
Geschickt steuerte der ZBK-Spezialist das Gespräch - ohne Verdacht beim Gegenüber zu erregen. Und nicht nur das: Das Gespräch, gab er später zu Protokoll, "wurde so geführt, dass kein anderer Mitreisender zuhören konnte." Wolfgang Mischnick verließ extra sein Abteil, um die Unterhaltung in der scheinbar anonymen Zone des Gangs als "normaler Reisender" zu führen. (Über dieses Thema berichtete der MDR auch in "MDR Zeitreise". TV | 17.07.2018 | 21:15 Uhr) Bildrechte: BStU
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Zwei Schaffner sprechen mit einem Mann vor einem Zug.
Auf Bahnhöfen und in Zügen der Deutschen Reichsbahn versahen Transportpolizisten deutlich sichtbar ihren Dienst. Allerdings war die Trapo nicht immer in Uniform unterwegs. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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