MDR ZEITREISE

WM: Bob und Skeleton in Altenberg

Bob- und Rodelbahn Altenberg: Beton-Bau auf Weltniveau

Der Bau der Bobbahn in Altenberg begann 1982 unter größter Geheimhaltung. Anfänglicher Konstruktionsfehler und Bauverzögerungen zum Trotz - bis heute gilt die Bahn als eine der schnellsten und schwierigsten der Welt.

Bauarbeiten an der Bobbahn in Altenberg.
1982 begann der Bau der zweiten Bob- und Rodelbahn der DDR in Altenberg. Die Arbeiten fanden unter größter Geheimhaltung statt, denn der Westen sollte nicht erfahren, dass sich die DDR noch eine zweite Bob-und Rodelbahn leistet. Die andere Bahn befand sich in Oberhof. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Bauarbeiten an der Bobbahn in Altenberg.
1982 begann der Bau der zweiten Bob- und Rodelbahn der DDR in Altenberg. Die Arbeiten fanden unter größter Geheimhaltung statt, denn der Westen sollte nicht erfahren, dass sich die DDR noch eine zweite Bob-und Rodelbahn leistet. Die andere Bahn befand sich in Oberhof. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Fundament Bobbahn
Zuerst musste in Altenberg der Wald gerodet und geprüft werden, ob der Hang sicher, das heißt, nicht erdrutschgefährdet ist. Anschließend wurde mit dem Bau der Fundamente begonnen. Bildrechte: MDR / Christa Bessler
Baustelle für eine Bob-Bahn
Die Ausführung des Baus oblag dem Bau- und Montagekombinat "Kohle und Energie" Dresden. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Bauarbeiten an der Bobbahn in Altenberg.
Die Kältetechnik kam vom VEB Maschinenbau Halle. Mit dem Kühlsystem waren etwa 30 Kältetechniker befasst. In dem dünnen Vorlaufrohr wird flüssiges Ammoniak in die Bahn gepumpt, in dem dickeren Rücklaufrohr kommt das Ammoniak gasförmig zurück. Die Kälte zur Kühlung der Bahn entsteht durch die Veränderung des Aggregatzustandes. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Bauarbeiten an der Bobbahn in Altenberg.
Hier installiert ein Arbeiter die Profillehren, die die Neigung und Krümmung der zukünftigen Bobbahn bestimmen. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Bauarbeiten an der Bobbahn in Altenberg.
Das Rohr in der Mitte (mit den Löchern) ist ein sogenannter Kollektor, der das Ammoniak weiter im Kühlsystem verteilt. Die einzelnen Rohre der Kühlsystems hatten jeweils eine Länge von 60 bis 70 Metern und wurden vor Ort mit Schweißgeräten auf die richtige Länge gebracht. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Bauarbeiten an der Bobbahn in Altenberg.
Auf diesem Bild ist das fertige Kühlsystem der Bobbahn zu sehen. Die Rohre dafür wurden von VEB Maschinenfabrik Halle hergestellt, der auf Kältemaschinen spezialisiert war. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Tankwagen mit der Aufschrift "Ammoniak" vor eingerüstetem Gebäude
Der Ammoniak für die Kühlung wird angeliefert. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Bauarbeiten an der Bobbahn in Altenberg.
Nach dem Bau des Kühlsystems wurde ein "Gerüst" aus Rundstahl aufgebaut, das als Untergrund für den Spritzbeton diente. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Das gerüst einer Bobbahn ist zu sehen.
Der Spritzbeton wurde vom VEB Spezialbetonbau Rügen aufgebracht. Der Rügener Betrieb war auf Schalenbau in Betonspritzverfahren spezialisiert und hatte unter Leitung des Bauingenieurs und Architekten Ulrich Müther zahlreiche Beton-Schalenwerke in der DDR realisiert. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Bauarbeiten an der Bobbahn in Altenberg.
Nach außen wurde die Bahn mit Polystyrolschaum gedämmt. Dann wurde auch die Außenseite mit Beton verkleidet. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Baustelle für eine Bob-Bahn
Bis zu 300 Arbeiter und Techniker waren auf der Baustelle beschäftigt. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Bobrennbahn Altenberg
Nach Fertigstellung der Spritzbetonschicht musste der Beton noch drei Wochen lang permanent feucht gehalten werden, damit keine Risse auftraten. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Baustelle für eine Bob-Bahn
Am Ende mussten noch die sogenannten Bahnabweiser installiert werden - Konstruktionen aus Holz, die verhindern sollen, dass die Rennrodler aus der Bahn fliegen. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Bauarbeiten an der Bobbahn in Altenberg.
Um so eine Bahn wie in Altenberg zu "vereisen", wird sie zuerst anderthalb Tage lang mit Ammoniak gekühlt, dann wird begonnen, Wasser aufzusprühen. Nach fünf Tagen hat die Bahn die erforderliche Eisdecke von zwei bis drei Zentimetern. Bis heute kann das Aufsprühen des Wassers und die Wartung der Eisdecke nur von Hand ausgeführt werden. Mit Maschinen erreicht man nicht die notwendige Qualität. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
Bauarbeiten an der Bobbahn in Altenberg.
Die erste Eröffnung des Rohbaus der Bahn fand im Juni 1984 statt. Nach den ersten Testfahrten stellte man jedoch fest, dass die Bobbahn nicht zu befahren war. Unter anderem waren viele Kurven zu kurz. Bildrechte: MDR/Christa Bessler
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