MDR ZEITREISE

Vor 105 Jahren: Einweihung Völkerschlachtdenkmal

Vor 65 Jahren - Hungerstreik im Frauenzuchthaus Hoheneck

Besuch im ehemaligen Frauenzuchthaus Hoheneck

"Frauenzuchthaus Hoheneck" - unter diesem Beinamen ist das einstige Gefängnis im sächsischen Stollberg bekannt. Zeitweise saßen dort mehr als 1.600 Frauen ein - viele von ihnen aus politischen Gründen.

Hoheneck
Gabriele Stötzer erinnert sich an "Massen von Frauen, 33 in einem Verwahrraum. Kontrollierter Bettenbau, tags durfte man nicht in den Betten liegen, Stühle gab es zu wenig. Waschräume gleich neben den Schlafräumen mit drei offen nebeneinanderstehenden WC-Becken ohne Deckel und an der Wand mehrere Waschkojen, in denen sich die Gefangenen wuschen, während sich andere ihrer Notdurft entledigten. An den leeren Wänden Regale mit kleine offenen Fächern, in denen die wenigen persönlichen Gegenstände, die man besitzen durfte, einsichtig stehen mussten: Zahnbecher, Besteck, Seife, Creme." Bildrechte: MDR/Kathrin Aehnlich
Hoheneck
Gabriele Stötzer erinnert sich an "Massen von Frauen, 33 in einem Verwahrraum. Kontrollierter Bettenbau, tags durfte man nicht in den Betten liegen, Stühle gab es zu wenig. Waschräume gleich neben den Schlafräumen mit drei offen nebeneinanderstehenden WC-Becken ohne Deckel und an der Wand mehrere Waschkojen, in denen sich die Gefangenen wuschen, während sich andere ihrer Notdurft entledigten. An den leeren Wänden Regale mit kleine offenen Fächern, in denen die wenigen persönlichen Gegenstände, die man besitzen durfte, einsichtig stehen mussten: Zahnbecher, Besteck, Seife, Creme." Bildrechte: MDR/Kathrin Aehnlich
Hoheneck
Die ehemalige Gefangene Gabriele Stötzer berichtet: "Als ich 1977 nach Hoheneck kam, lief der Haftbetrieb auf Hochtouren. Überbelegt mit bis zu 2.000 Gefangenen, arbeiteten alle in Dreischichtsystemen ihre Schuld gegenüber Gesellschaft und Staat ab." Bildrechte: MDR/Kathrin Aehnlich
Hoheneck
In Hoheneck gab es Kübel, keine WCs; Strohsäcke, keine Matratzen; keine Waschgelegenheiten, nur eine Blechschüssel, mit der man abends an der Zellentür Wasser bekam. Bildrechte: MDR/Kathrin Aehnlich
Hoheneck
Schon im 17. Jahrhundert wurde das Schloss als Untersuchungsgefängnis genutzt. Bildrechte: MDR/Kathrin Aehnlich
Hoheneck
1950 wurden 1.119 Frauen eingeliefert, die in sowjetischen Militärtribunalen verurteilt worden sind. Das Zuchthaus war für maximal 600 Gefangene ausglegt. Hoheneck wurde zu einem politischen Frauengefängnis. Bildrechte: MDR/Kathrin Aehnlich
Hoheneck
Ende April 2001 wurde das Gefängnis geschlossen. Der Freistaat Sachsen verkaufte 2002 das ehemalige Frauengefängnis an einen privaten Investor. Bildrechte: MDR/Kathrin Aehnlich
Burg Hoheneck
Das Gefängnis steht auf den Grundmauern eines Jagdschlosses aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Schloss nimmt den Platz der mittelalterlichen "Staleburg", die dem Ort Stollberg (Erzgebirge/Sachsen) den Namen gab. Bildrechte: IMAGO
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Hoheneck
Die ehemalige Gefangene Gabriele Stötzer berichtet: "Als ich 1977 nach Hoheneck kam, lief der Haftbetrieb auf Hochtouren. Überbelegt mit bis zu 2.000 Gefangenen, arbeiteten alle in Dreischichtsystemen ihre Schuld gegenüber Gesellschaft und Staat ab." Bildrechte: MDR/Kathrin Aehnlich

"Zwangsarbeit" in der DDR

Frauen nähen und sortieren Wäsche in einem Gefängniss der DDR.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Hier gelangen Sie zur Dokumentation "Westwaren aus dem Ostknast" in der MDR-Mediathek.

MDR Dok Di 16.10.2018 22:50Uhr 43:28 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Frauen nähen und sortieren Wäsche in einem Gefängniss der DDR.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Hier gelangen Sie zur Dokumentation "Westwaren aus dem Ostknast" in der MDR-Mediathek.

MDR Dok Di 16.10.2018 22:50Uhr 43:28 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Vor 28 Jahren: GORBATSCHOW erhält Friedensnobelpreis

Bruderkuss zwischen Michail Gorbatschow und Erich Honecker
Der KPdSU-Chef erntete für seine kühnen Pläne viel Kritik. Auch der Staatsratsvorsitzende der DDR, Erich Honecker, hielt von Gorbatschows Reformkurs nur wenig. Im Oktober 1989 lud er den Chef des sowjetischen Bruderlandes nach Ost-Berlin, um von ihm Rückendeckung bei den Feiern zum 40. Jahrestag des DDR-Bestehens zu erhalten. Honecker stand zu diesem Zeitpunkt bereits unter gehörigem Druck: Seine Bürger flohen scharenweise in den Westen. Bildrechte: dpa

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Kaufhaus mit dem Schriftzug Quelle.
Unter der Marke "Privileg" verkaufte das westdeutsche Versandhaus Quelle über Jahrzehnte Produkte aus der DDR. Die Käufer wussten davon nichts. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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