MDR ZEITREISE

Herbert Köfer wird 98

Herbert Köfer - dienstältester Schauspieler der Welt

Am 17. Februar 2019 wird Herbert Köfer 98 Jahre alt. Der beliebte Schauspieler wurde in der DDR vor allem durch Lustspiele und heitere Fernsehserien bekannt. Herbert Köfer steht auch heute noch auf der Bühne.

Herbert Köfer als Schöller in Pension Schöller auf der Bühne.
Herbert Köfer kann es nicht lassen – auch mit fast 100 Lebensjahren steht der am 17. Februar 1921 geborene Schauspieler noch regelmäßig auf deutschen Bühnen, wie hier im Theater am Kurfürstendamm. Die Schauspielerei scheint ihn jung zu halten. Dabei hatten seine Eltern für ihn etwas ganz anderes geplant... Bildrechte: imago/Raimund Müller
Herbert Köfer als Schöller in Pension Schöller auf der Bühne.
Herbert Köfer kann es nicht lassen – auch mit fast 100 Lebensjahren steht der am 17. Februar 1921 geborene Schauspieler noch regelmäßig auf deutschen Bühnen, wie hier im Theater am Kurfürstendamm. Die Schauspielerei scheint ihn jung zu halten. Dabei hatten seine Eltern für ihn etwas ganz anderes geplant... Bildrechte: imago/Raimund Müller
Herbert Köfer
Eigentlich sollte Hermann Köfer Buchhalter werden. Er machte eine kaufmännische Lehre, absolvierte dann aber von 1937 - 1940 ein Schauspielstudium. Nach dem Krieg folgten Engagements unter anderem am "Deutschen Theater" und am Kabarett "Die Distel". Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Bild eines Mannes in einer Papiercollage
Am 21. 12. 1952 war Herbert Köfer der erste Sprecher der Aktuellen Kamera. Bekannt machte ihn das allerdings nicht, hatte doch kaum jemand in der DDR damals einen Fernseher. Lange blieb er jedoch nicht Nachrichtensprecher. Der damalige Intendant Hermann Zille stellte fest "Du sprichst die Nachrichten nicht, du spielst sie." Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Ein Mann küsst eine Frau
Populär wurde Köfer vor allem mit seinen Film- und Fernsehrollen. Die Herzen seines Publikums eroberte er vor allem mit leichten, heiteren Rollen. Hier mit Ingeborg Krabbe im Fernsehfilm "Männerwirtschaft" von 1975…. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Eva Hagen und Herbert Köfer
...oder an der Seite der Schauspielerin Eva-Maria Hagen in der Komödie "Heiraten weiblich", auch aus dem Jahr 1975. Oft entzückte er die Zuschauer als Charmeur, Frauenschwarm oder auch als liebenswerter Tollpatsch. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Eine Frau und ein Mann am Frühstückstisch
Und auch im echten Leben war Herbert Köfer den Frauen zugetan. Er hat dreimal geheiratet. Auf dem Bild ist er mit seiner ersten Frau Traudel zu sehen. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Auto vor Wohnhaus
In den 60er Jahren lebte die Familie mit zwei Kindern in diesem Haus in Kleinmachnow. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Ein Polizist und ein Mann, der ein Tuch über seinen Kopf hält
Eine seiner populärsten Fernsehrollen war die des Rentner Schmidt in der 20-teiligen Serie "Rentner haben niemals Zeit", die das erste Mal 1978/79 über die Bildschirme flimmerte. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Helga Hahnemann und Herbert Köfer
Und auch bei den großen DDR-Unterhaltungsshows war Köfer ein oft gesehener Gast. Hier in der Show "Ein Kessel Buntes" zusammen mit Helga Hahnemann. Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Bei der größten nichtstaatlichen Demonstration in der DDR am 4. November 1989 gingen über 500.000 Menschen in Ostberlin für mehr Demokratie, Reisefreiheit, Bürgerrechte und Reformen auf die Straße. Im Block des Schauspieler-Ensembles der DDR-Fernsehens laufen Prominente wie Herbert Köfer (M) und Dietmar Richter-Reineck (links daneben).
Probleme mit der Staatsführung hatte er in seinem Metier kaum: "Ich habe in meinem Bereich, also in der leichten Unterhaltung, mit der Partei am allerwenigsten zu tun gehabt! Viele Fernsehspiele sind ja auch von Westkritikern hoch gelobt worden – da war nicht alles dogmatisch.", erzählt er in einem Interview mit der Berliner Zeitung. Hier ist Köfer auf der großen Demo in Berlin am 4. November 1989 zu sehen, links neben ihm Schauspieler-Kollege Dietmar Richter-Reineck. Bildrechte: dpa
Kapelle in Uniformen
Nach der Wende schafft Herbert Köfer es auch auf die gesamtdeutsche Bühne. Neben zahlreichen Fernsehrollen wie bei der Serie "In aller Freundschaft" oder "Soko Leipzig" ist er auch immer wieder als Entertainer im Fernsehen zu sehen. So tritt Köfer als "Hauptmann von Köpenick" 1989 im Musikantenstadl auf Bildrechte: Deutsches Rundfunkarchiv
Stefanie Hertel, Herbert Köfer und Manfred Stolpe stehen 2002 mit den ihnen verliehenen Medienpreisen Goldene Henne in den Händen auf der Bühne.
2002 erhielt Herbert Köfer den Medienpreis „Goldene Henne“ für sein Lebenswerk. Bildrechte: dpa
Szenendreh - Schauspieler Herbert Köfer (Fritz Wusthoff,GER) - Settermin In aller Freundschaft in der Media City Leipzig - Fotografiert am 11.11.2015
Doch der 97-jährige denkt nicht daran aufzuhören. 2017 erhielt er vom Rekordinstitut für Deutschland die Urkunde als dienstältester Schauspieler der Welt. So hat er unter anderem immer wieder Gastauftritte in der Fernsehserie „In aller Freundschaft“. Hier ist er bei Dreharbeiten 2015 zu sehen. (Über dieses Thema berichtet der MDR auch im TV: Ein Abend für Herbert Köfer | 17.02.2019 | 20.15 Uhr) Bildrechte: IMAGO
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Möbelprogramm Deutsche Werkstätten

Das Möbelprogramm MDW aus Hellerau

MDW steht für "Möbelprogramm Deutsche Werkstätten". Von 1966 bis 1990 wurden die Montage-Möbel in Dresden-Hellerau produziert. Sie waren äußerst begehrt.

Einrichtungsbeispiel mit den Montagemöbeln MDW 90
Einrichtungsbeispiel mit den Montagemöbeln MDW 90: Bücherregale verschiedener Größen, die man je nach Bedarf kombinieren kann. Bildrechte: Rudolf Horn
Einrichtungsbeispiel mit den Montagemöbeln MDW 90
Einrichtungsbeispiel mit den Montagemöbeln MDW 90: Bücherregale verschiedener Größen, die man je nach Bedarf kombinieren kann. Bildrechte: Rudolf Horn
Beispiel für Anwendung der Montagemöbel MDW 90
Beispiel für Anwendung der Montagemöbel MDW 90 Bildrechte: Rudolf Horn
Beispiel für Anwendung der Montagemöbel MDW 90
Montagemöbel MDW 90: Diverse Regal- und Schrankteile, die man frei kombinieren kann. Bildrechte: Rudolf Horn
Beispiel für Funktionalität der Kücheneinrichtung
Ein Beispiel für die Funktionalität der Kücheneinrichtung aus Hellerau. Unterschränke, Oberschränke, ein in das Küchenmöbel integrierter Kühlschrank sowie ein herausziehbarer Esstisch. Der Stuhl stammt ebenfalls aus den Werkstätten Hellerau. Bildrechte: Rudolf Horn
Beispiel für Funktionalität der Kücheneinrichtung
Ein Küchenschrank aus Hellerau. Die Besonderheit des Küchenmöbels - die herausschiebbare Arbeitsplatte aus Holz. Bildrechte: Rudolf Horn
Beispiel für Funktionalität der Kücheneinrichtung
Beispiel für Funktionalität der Kücheneinrichtung: Besenschrank mit Regalen. Bildrechte: Rudolf Horn
Einrichtungsbeispiel mit den Montagemöbeln MDW 90
Einrichtungsbeispiel mit den Montagemöbeln MDW 90: Raumteiler mit Schreibtisch und diversen Wandregalen. Bildrechte: Rudolf Horn
Montagemöbel MDW 90
Montagemöbel MDW 90. Schrankwand mit kleinem Schreibtisch.
(Über dieses Thema berichtete der MDR auch in "MDR Zeitreise", 25.07.2017 | 21.05 Uhr.)
Bildrechte: Rudolf Horn
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Vor 30 Jahren verlässt der letzte sowjetische Soldat Afghanistan

Abzug ohne Sieg Afghanistan - das sowjetische Trauma

Fast neun Jahre lang führte die Sowjetunion in Afghanistan einen brutalen Krieg. Aber sie konnte die Mudschaheddin nicht besiegen. Am 15. Februar 1989 verließen die letzten sowjetischen Soldaten Afghanistan.

Mit roten Nelken überqueren am 15. Februar 1989 die letzten sowjetischen Soldaten den Grenzfliߟ Amu Darya zwischen Afghanistan und der UdSSR. Damit ist der Abzug aus Afghanistan abgeschlossen.
Am 15. Februar 1989 verließen die letzten sowjetischen Soldaten das von ihnen besetzte Afghanistan. Mit roten Nelken überquerten sie den GrenzflussŸ Amu Darya zwischen Afghanistan und der UdSSR. Es war das schmachvolle Ende eines beinahe neun Jahre währenden Krieges. Bildrechte: dpa
Afghanistan. 1985-1986. Muslimische Fundamentalisten, Mudschaheddin.
Der Widerstand der Afghanen formierte sich vor allem um die religiösen Führer. Sie riefen zum "Heiligen Krieg" gegen die sowjetischen Invasoren auf. Die etwa 40.000 Kämpfer nannten sich Mudschaheddin, "die, die den heiligen Krieg ausüben". Mit ihnen kämpften auch regionale Warlords mit ihren Truppen. Bildrechte: imago/Russian Look
Sowjetische Soldaten während eines Gefechts auf der Salang Straߟe
Den sowjetischen Truppen gelang es nicht, die Mudschaheddin in die Knie zu zwingen. Die afghanischen Widerstandskämpfer zermürbten die schwerfälligen sowjetischen Truppen mit einer ausgeklügelten Guerillataktik und geschickten Rückzügen in die nahezu unpassierbaren und für Hinterhalte geradezu idealen Hochgebirge Afghanistans. Bildrechte: IMAGO
US-Außenminister George Shultz (1) und der sowjetische Amtskollege Edvard Schewardnadse (r) haben sich am 14. April in Genf die Hand gegeben.
Am 14. April 1988 unterzeichneten US-Außenminister George Shultz (l.) und sein sowjetischer Amtskollege Eduard Schewardnadse (r.) das "Genfer Abkommen", mit dem das Ende des Krieges in Afghanistan besiegelt wurde. Bildrechte: IMAGO
Abzug der Sowjetischen Truppen aus Afghanistan - Soldaten und Panzer im usbekischen Termez
Knapp drei Monate nachdem Michail Gorbatschow den Truppenabzug angekündigt hatte, machten sich im Mai 1988 die sowjetischen Soldaten tatsächlich daran, ihre Stellungen zu räumen. Bildrechte: IMAGO
Landesfahne der UDSSR und parkende Panzer im Zwischenlager des usbekischen Termez - Abzug der Sowjetischen Truppen aus Afghanistan.
Die UdSSR, zweitgrößte Militärmacht der Welt, zog sich ab dem 15. Mai 1988 aus dem kleinen Afghanistan gedemütigt zurück. Es war nämlich ein Abzug ohne Sieg. Afghanistan gilt daher vielen als "sowjetisches Vietnam". Am 15. Februar 1989 verließen die letzten sowjetischen Soldaten Afghanistan.
(Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell auch im TV: 27.12.2009 | 21:45 Uhr.)
Bildrechte: IMAGO
Mit roten Nelken überqueren am 15. Februar 1989 die letzten sowjetischen Soldaten den Grenzfliߟ Amu Darya zwischen Afghanistan und der UdSSR. Damit ist der Abzug aus Afghanistan abgeschlossen.
Am 15. Februar 1989 verließen die letzten sowjetischen Soldaten das von ihnen besetzte Afghanistan. Mit roten Nelken überquerten sie den GrenzflussŸ Amu Darya zwischen Afghanistan und der UdSSR. Es war das schmachvolle Ende eines beinahe neun Jahre währenden Krieges. Bildrechte: dpa
Leonid Breshnew
Begonnen hatte das militärische Abenteuer Weihnachten 1979. Staats- und Parteichef Leonid Breshnew hatte befohlen, 40.000 sowjetische Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Er wollte die kommunistische Regierung unter Präsident Babrak Karmal im Kampf gegen aufständische religiöse Stammesgemeinschaften unterstützen. Bildrechte: IMAGO
Sowjetische Streitkräfte in Afghanistan - Panzerbrigade beim Truppentransport
Am 25. Dezember 1979 überschritten die sowjetischen Truppen die Grenze nach Afghanistan. Der Zeitpunkt war geschickt gewählt: Die westliche Welt feierte Weihnachten und nahm die Invasion zunächst kaum zur Kenntnis. Bildrechte: IMAGO
Sowjetische Panzertruppen in Kabul - Soldat schwenkt die Afghanische Nationalflagge während einer Militärparade.
Die sowjetischen Truppen bezogen zügig Schlüsselpositionen in der Haupstadt Kabul und ließen sich von afghanischen Kommunisten bejubeln. Bildrechte: IMAGO
Konvoi in Afghanistan
Doch die sowjetischen Truppen waren nicht in der Lage, das Land unter Kontrolle zu bringen. Weitere 35.000 Soldaten wurden deshalb Anfang 1980 nach Afghanistan beordert. Bildrechte: IMAGO
Mujahedin jubeln
Finanziert wurden die Mudschaheddin vor allen von den USA und Saudi-Arabien. Rund drei Milliarden Dollar erhielten die Mudschaheddin bis zum Ende des Krieges allein aus den USA. Afghanistan galt damals als einer der wichtigsten Schauplätze des Kalten Krieges. Bildrechte: IMAGO
Michail Gorbatschow und Mohammad Najibullah
Der Krieg in Afghanistan ist nicht zu gewinnen. Das wusste man spätestens seit 1984 auch in Moskau. Dennoch versuchte der neue KP-Chef Michail Gorbatschow 1985, mit einer Aufstockung der Militäreinheiten die Mudschaheddin doch noch in die Knie zwingen zu können. Gorbatschow schickte noch einmal gut 30.000 junge Menschen in den Krieg. Mehr als 100.000 sowjetische Soldaten kämpften nun in Afghanistan. (Im Bild: Michail Gorbatschow (r.) und der Präsident Afghanistans, Mohammad Najibullah.) Bildrechte: IMAGO
Ein bewaffneter afghanischer Widerstandskämpfer auf Posten im Khunar-Gebirge. Aufnahme vom Februar 1980.
Doch es nützte alles nicht. 1988, nach mehr als acht Jahren Krieg, kontrollierten die Mudschaheddin gut 60 Prozent des Landes. Die russischen Verbände dagegen nur ein paar größere Städte und einige Straßen. (Im Bild: Ein junger Mudschaheddin im Khunar-Gebirge.) Bildrechte: dpa
Michail Gorbatschow
Moskau, 8. Februar 1988. Es war eine Sensation, die der junge Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow an diesem Tag der Weltöffentlichkeit verkündete: Die sowjetischen Soldaten würden so schnell wie möglich aus Afghanistan abgezogen. Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Afghanistan Kabul 1985 - 1986
Wie viele Afghanen während des Krieges ums Leben kamen, ist weitestgehend unklar. Es sollen mindestens eine halbe Million Afghanen getötet worden seien, vielleicht aber auch zwei Millionen. Bildrechte: IMAGO
Soldaten beim Verladen von Särgen in ein LKW im usbekischen Termez - Abzug der Sowjetischen Truppen aus Afghanistan.
Etwa 15.000 sowjetische Soldaten sollen offiziellen sowjetischen Angaben zufolge während des Krieges ihr Leben verloren haben, mehr als 50.000 wurden verletzt. (Im Bild: Abtransport von Särgen.) Bildrechte: IMAGO
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Vor 50 Jahren: Die erste Tatra-Straßenbahn verkehrt in Leipzig

Tatra-Straßenbahnen im Osten

In vielen osteuropäischen Städten sowie im Osten Deutschlands verkehren zum Teil seit gut 50 Jahren schier unverwüstliche Tatra-Straßenbahnen aus Prag.

Straßenbahn Tatra T3 fährt seit 50 Jahren in Prag
Die Tatra-Straßenbahn vom Typ T3 gilt mittlerweile als die meistproduzierte weltweit. Die T3 wurden im Auftrag des sozialistischen Wirtschaftsbündnisses RGW ab 1960 von zwei Prager Fabriken entwickelt und hergestellt: von Tatra Smichow und ČKD Praha. (Im Bild: Tatra-T3-Straßenbahnen in Prag in den 70er-Jahren.) Bildrechte: dpa
Straßenbahn Tatra T3 fährt seit 50 Jahren in Prag
Die Tatra-Straßenbahn vom Typ T3 gilt mittlerweile als die meistproduzierte weltweit. Die T3 wurden im Auftrag des sozialistischen Wirtschaftsbündnisses RGW ab 1960 von zwei Prager Fabriken entwickelt und hergestellt: von Tatra Smichow und ČKD Praha. (Im Bild: Tatra-T3-Straßenbahnen in Prag in den 70er-Jahren.) Bildrechte: dpa
Straßenbahn
Seit mehr als 50 Jahren verkehren Tatra-Straßenbahnen in etlichen Städten Osteuropas. Auch in der tschechischen Hauptstadt Prag fahren Tatra-Bahnen vom Typ T3. Sie haben dort längst Kultstatus erreicht. Bildrechte: dpa
Eine Tatra-Straßenbahn fährt auf einer verschneiten Straße in Charkiw
Auch in vielen Städten der UdSSR verkehrten Tatra-Straßenbahnen. Die meisten der als robust geltenden Bahnen sind nach wie vor im Einsatz - wie hier 2016 eine T3 im verschneiten Charkiw, der nach Kiew zweitgrößten Stadt der Ukraine.
Bildrechte: dpa
Straßenbahn vor dem Leipziger Hauptbahnhof zu DDR-Zeiten.
1968 wurden die ersten Tatra-Straßenbahnen aus der ČSSR in die DDR geliefert - nach Dresden, Halle, Magdeburg, Leipzig und Karl-Marx-Stadt. Am 14. Februar 1969 fuhr erstmals eine Tatra-Straßenbahn im Liniendienst durch Leipzig. (Tatra-Straßenbahnen vor dem Leipziger Hauptbahnhof in den 1970er-Jahren.) Bildrechte: imago/imagebroker
Straßenbahn mit Trabbi zu Wendezeiten.
Die blau-gelben Tatra-Straßenbahnen gehörten damals zum Stadtbild Leipzigs. Sie waren daraus gar nicht wegzudenken. Ähnlich wie in anderen Städten der DDR spielten sie auch in Leipzig die entscheidende Rolle im öffentlichen Personennahverkehr. (Im Bild: Tatra-Straßenbahn in den 1970er-Jahren auf dem Leipziger Ring.) Bildrechte: imago/Heiko Feddersen
Der Demonstrationszug am 10.10.1989 durch die Leipziger Innenstadt.
Vor lauter Demonstranten fast nicht mehr zu erkennen: Eine Tatra-Straßenbahn (am rechten oberen Bildrand) am 10. Oktober 1989 vor dem Leipziger Hauptbahnhof. Bildrechte: dpa
Tatra-Großzug der Linie 1 unterwegs auf dem Klingerweg in Leipzig
Nach 1990 wurden die guten alten Tatra-Straßenbahnen teils verschrottet, verkauft oder aufwendig saniert. Bis 2020 sollen sie in Leipzig noch im Linienverkehr unterwegs sein. (Im Bild: Tatra-Großzug der Linie 1 im Klingerweg.) Bildrechte: imago/Jürgen Hanel
Eine Tatra-Straßenbahn in Magdeburg.
In Magdeburg verkehrte die erste Tatra-Straßenbahn am 20. April 1969 im Liniendienst. Die Begeisterung der Magdebuger über die neuen Straßenbahnen aus Prag soll riesig gewesen sein. 1978 besaßen die Magdeburger Verkehrsbetriebe einen lupenreinen Tatra-Wagenpark. Das war einmalig in der DDR. Im Januar 2013 endete die Ära der Tatra-Bahnen in Magdeburg. (Im Bild: Tatra-Straßenbahn 2013 in Magdeburg.) Bildrechte: MDR/André Plaul
Straßenbahnen im Straßenbahnhof Schwerin, 1993
Seit 1973 verkehrten in Schwerin Tatra-Straßenbahnen vom legendären Typ T3. Anfang der 1990er-Jahre wurden sie modernisiert. Zwischen 2000 und 2005 wurden die alten T3 dann aber nach und nach außer Dienst genommen und an Verkehrsbetriebe in Kasachstan, Lettland, Russland und in der Ukraine verkauft. (Im Bild: Tatra T3 im Potsdamer Straßenbahnhof 1993.) Bildrechte: dpa
Tatra-Straßenbahn in Dresden
Auch in der sächsischen Metropole Dresden fuhren wie in 13 anderen Städten der DDR ab Ende der 1960er-Jahre Tatra-Straßenbahnen aus Prag. Bildrechte: IMAGO
Im Dresdner Alberthafen werden Tatra-Wagen auf Spezialwaggons verladen
1991 wurden 16 in die Jahre gekommene, aber noch voll funktionstüchtige Dresdner Tatra-Straßenbahnen ausgemustert und in die rumänische Stadt Botosani transportiert. Dort sollten sie die Straßenbahnen aus rumänischer Produktion ablösen, die arg störanfällig waren. (Im Bild: Verladung der Straßenbahnen am Dresdner Alberthafen.)
(Über dieses Thema berichtete der MDR im TV in "Umschau" | 12.07.2016 | 20:15 Uhr.)
Bildrechte: dpa
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Eine Tatra-Straßenbahn fährt auf einer verschneiten Straße in Charkiw
Auch in vielen Städten der UdSSR verkehrten Tatra-Straßenbahnen. Die meisten der als robust geltenden Bahnen sind nach wie vor im Einsatz - wie hier 2016 eine T3 im verschneiten Charkiw, der nach Kiew zweitgrößten Stadt der Ukraine.
Bildrechte: dpa

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