Historische Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 5. April

Sabine Bergmann-Pohl wird Volkskammerpräsidentin

1990 wurde Sabine Bergmann-Pohl (CDU) nach der ersten freien Wahl der DDR im März von der Volkskammer zur Präsidentin gewählt. Sie ist damit in Vertretung des Staatsrats auch das letzte und erste weibliche Staatsoberhaupt der DDR. Im August 1990 verkündete sie den Beschluss der Regierung über den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik. Sabine Bergmann-Pohl wurde 1946 in Eisenach geboren. Nach ihrem Medizinstudium war sie als Lungenfachärztin tätig. Um einer Mitgliedschaft in der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zu entgehen, trat sie 1981 der Ost-CDU bei, einer der damaligen Blockparteien, die den Anschein von Demokratie in der DDR wahren sollten. Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 arbeitete sie als Politikerin daran, Vorbehalte zwischen Ost und West abzubauen.

ARD strahlt erstmals das Magazin "Weltspiegel" aus

1963 strahlt die ARD erstmals das Magazin "Weltspiegel" mit Berichten von Auslandskorrespondenten aus. Klaus Bölling und Gerd Ruge moderieren die erste Ausgabe und präsentieren den Zuschauern zugleich eine technische Sensation: das erste Schaltgespräch im deutschen Fernsehen. Das Magazin wird schon bald für viele Millionen Zuschauer das "Fenster zur Welt". Der Weltspiegel ist das älteste politische Auslandsmagazin. Mittlerweile berichten 45 Korrespondenten aus 30 ARD-Studios über die Lage vor Ort.

Bildkombo zeigt Standbilder aus dem ersten Vorspann des ARD-Auslandsmagazins Weltspiegel
Standbilder aus dem ersten Vorspann des ARD-Auslandsmagazins "Weltspiegel" (oben) und die Korrespondenten Gerd Ruge (mittig, links) und Klaus Bölling (mittig, rechts). Bildrechte: dpa

Ehepaar Rosenberg wegen Atomspionage zum Tode verurteilt

1951 wurden Ethel und Julius Rosenberg vom amerikanischen Bundesgericht zum Tode verurteilt. Angeblich soll das Ehepaar Geheiminformationen über US-Atombomben an den sowjetischen Geheimdienst KGB geliefert haben. Zwei Jahre später starb das Ehepaar trotz weltweiter Proteste auf dem elektrischen Stuhl. Bis zuletzt gab es Kritik an der Härte des Strafmaßes und Zweifel an der tatsächlichen Schuld von Ethel und Julius Rosenberg.

Ein Porträt von Ethel und Julius Rosenberg
Das Urteil wurde vom Bundesgericht in New York gesprochen. Am 19. Juni 1953 wurde das Ehepaar im berüchtigten Staatsgefängnis Sing Sing umgebracht. Bildrechte: imago/United Archives International