Historische Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 9. April

Georgien erklärt seine Unabhängigkeit

1991 erklärte sich die damalige Sowjetrepublik Georgien nach einem Referendum am 1. April für unabhängig. Bei 90 Prozent Beteiligung stimmten mindestens 95 Prozent der Berechtigten für den Schritt. Zu dieser Zeit wurde Georgien als die "Schweiz des Kaukasus" bezeichnet und galt als eine der reichsten Unionsrepubliken. Nach dem Zerfall der Sowjetunion kollabierte Georgiens Wirtschaft und es kam zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Der Krieg und die Kämpfe in den abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien schreckten viele Touristen ab. Wo früher bis zu vier Millionen Gäste jährlich ins Land kamen, waren es gegen Ende der Neunziger nur noch etwas über 300.000. Bis heute konnte der territoriale Konflikt um Abchasien und Südossetien nicht gelöst werden.

Ein Mann unterzeichnet auf einem großem beschriebenen Papierbogen. 1 min
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1991 erklärte sich die damalige Sowjetrepublik Georgien nach einem Referendum für unabhängig.

Do 08.04.2021 11:07Uhr 01:09 min

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Petersburger Dialog zwischen Schröder und Putin

2001 haben der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der russische Präsident Wladimir Putin den ersten sogenannten "Petersburger Dialog" aufgenommen. Das Diskussionsforum soll die Verständigung beider Länder fördern. Seitdem findet der Dialog abwechselnd in Russland und Deutschland statt. In zehn Arbeitsgruppen besprechen die Teilnehmer unterschiedliche Themenkomplexe, darunter Wirtschaft, Politik und Medien. Die Krim-Annexion, der Konflikt in der Ostukraine und die EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland haben die deutsch-russische Beziehung in den letzten Jahren verschlechtert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Russlands Präsident Wladimir Putin haben zuletzt 2012 persönlich teilgenommen.

Rumänische Erntehelfer kommen nach Deutschland

2020 trafen in Berlin und Düsseldorf erstmals rumänische Erntehelfern unter Pandemiebedingungen ein. Wenige Tage zuvor verkündete der rumänische Innenminister Marcel Vela, dass Saisonarbeiter ins Ausland reisen dürfen. Wegen massiver Reisebeschränkungen benötigten die Erntehelfer eine Sondergenehmigung. Nur knapp ein Drittel der üblichen 300.000 Saisonkräfte durfte kommen. Auch in diesem Jahr erfolgt die Ernte erneut unter Corona-Bestimmungen. Bei der Einreise nach Deutschland müssen die Helfer einen negativen Corona-Test vorweisen.