Historische Jahrestage, Jubiläen, Ereignisse #blickzurück: 19. April

Ex-Pegida-Chef Lutz Bachmann vor Gericht

2016 steht Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann in Dresden vor Gericht. Der Vorwurf: Volksverhetzung. Auf Facebook soll Bachmann zwei Jahre zuvor Flüchtlinge als "Gelumpe" und "Viehzeug" bezeichnet haben. Damit habe er die Menschenwürde verletzt und den Hass gegen Flüchtlinge angestachelt. Bachmann stritt ab, Urheber des Posts zu sein. Im Mai wurde der bereits vorbestrafte Bachmann zu 9.600 Euro Strafzahlung verurteilt.

Lutz Bachmann 3 min
Bildrechte: dpa

Fr 16.04.2021 11:40Uhr 02:39 min

https://www.mdr.de/zeitreise/video-509928.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Reiner Haseloff wird Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt

Am 19. April 2011 wird Rainer Haseloff (CDU) ins Amt des Ministerpräsidenten gewählt. Von 67 Abgeordnetenstimmen der CDU/SPD-Koalition stimmten 57 für Haseloff. Reiner Haseloff begann seine politische Karriere nach der Wende, zunächst als stellvertretender Landrat von Wittenberg. 2002 wurde Haseloff Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, 2006 Minister für Wirtschaft und Arbeit. Während dieser Zeit musste er sich dafür verantworten, warum die Regierung in Sachsen-Anhalt westdeutsche Abfallentsorgung auf illegalen Deponien im Osten duldet. Für die Landtagswahl 2021 tritt der 66-Jährige wieder als Spitzenkandidat für die CDU an.

Deutscher Bundestag zieht von Bonn nach Berlin

Nach der Wiedervereinigung stand der neu konstituierte Bundestag vor einer entscheidenten Frage: Bonn oder Berlin. Das Abgeordnetenhaus in Bonn würde auf die Dauer zu klein werden. Außerdem hatte der Einigungsvertrag festgelegt: "Hauptstadt Deutschlands ist Berlin. Die Frage des Sitzes von Parlament und Regierung wird nach Herstellung der Einheit Deutschlands entschieden." Die "Hauptstadtfrage" wurde 1991 von Politik und Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Nach einer zehnstündigen Debatte im Juni 1991 stimmten 320 von 338 Abgeordneten dafür, dass der Sitz von Bundestag und Bundesregierung künftig in Berlin sein soll. Doch das Reichstagsgebäude musste zunächst saniert werden, so dass der Deutsche Bundestag seine erste Sitzung erst am 19. April 1999 dort halten konnte.

Gregor Gysi, im Interview 1 min
Bildrechte: DRA

Fr 16.04.2021 15:26Uhr 01:02 min

https://www.mdr.de/zeitreise/stoebern/video-510002.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Sowjetunion schickt Saljut1 auf die Erdumlaufbahn

Keine 18 Monate nach der US-Mondlandung von Neil Armstrong startet am 19. April 1971 im Weltraumzentrum Baikonur in Kasachstan die Raumstation Saljut1. Sie sollte die erste bemannte Raumstation im Weltall werden. Doch die Mission missglückt und die sowjetischen Kosmonauten müssen unverrichteter Dinge wieder zurückkehren. Durch die überstürzte Entwicklung des Saljut-Programms im "Wettlauf zum All" waren Fehler quasi vorprogrammiert. Geräte an der Raumstation konnten nicht in Betrieb genommen werden, die Bordcomputer arbeiteten selten störungsfrei. 15 Jahre später staretet dann das erste Modul der sowjetischen Raumstation "Mir". Mehr als 15 Jahre lang und 86.000 Mal umkreist die "Mir" die Erde. Die Erkenntnisse, die man dort gewann, waren grundlegend für die später gebaute Internationale Raumstation ISS.