Das Altpapier am 1. September 2020 Adorno hatte es geahnt

Einen "Sturm auf den Reichstag" gab eigentlich kaum, aber der Begriff und erst recht die Bilder sind nun mal in der Welt. Was sollen Medien da machen? Unsicherheit offener zeigen, hätten Adorno/Horkheimer vielleicht geraten. Sind digitale Medien die alte "Kulturindustrie"? Außerdem: "Urheberrecht als Mittel der Kritikunterdrückung" bzw. das kleine Radio Bremen auf Augenhöhe mit Barbra Streisand. Ein Altpapier von Christian Bartels.

Teasergrafik Altpapier vom 1. September 2020: Porträt Autor Christian Bartels
Bildrechte: MDR / MEDIEN360G

Sturm auf den Reichstag? "Sturm"? "Vorfall" halt ...

#SturmAufDenReichstag war ein langlebiger Twitter-Trend am gestrigen Montag und wurde von allen Seiten benutzt. Schließlich erhöhen alle, die ihre Beiträge mit erfolgreichen Trend-Hashtags verzieren, die eigene Sichtbarkeit.

Dabei war die Frage, ob es einen "Sturm auf Reichstag" denn überhaupt gegeben hatte, schon am Wochenende selbst gestellt worden, wie etwa der gestern hier zitierte Yassin-Musharbash-Tweet belegt.

In den klassischen Medien setzte sich dann durch, vom "sogenannten Sturm auf das Reichstagsgebäude" zu schreiben oder zumindest das Wort "Sturm" in Anführungszeichen zu stecken, wie jeweils das "Faktenfinder"-Ressort bei tagesschau.de anregte. Wobei das ARD-Flaggschiff zuvor keineswegs hoch über den Niederungen des sonstigen Nachrichtengeschäfts gesegelt war; auch die "Tagesschau" muss ja auch immerzu auf allen Kanälen streng formatierte Nachrichten raushauen:

"Viele Medien, beispielsweise der Tagesspiegel, die 'Tagesschau' oder der Spiegel schrieben von einem 'Sturm auf den Reichstag', teilweise sogar ohne die Formulierung in Anführungsstriche zu setzen. Problematisch ist das, weil damit das Framing der Rechten übernommen wird",

fasst die taz zusammen. Was sagt dazu ein "Framing-Experte", als den Deutschlandfunks "@mediasres" den Politikberater Johannes Hillje fra... pardon: vorstellt?

"'Jedes Medium sollte sich hinterfragen, ob sie in ihrer Berichterstattung den Fokus auf den vermeintlichen Triumph der Rechtsextremen legen oder auf das Versagen des Sicherheitskonzepts', sagte ... Hillje. Die Aktion sei in erster Linie 'ein propagandistisches Symbol der extremen Rechten' gewesen. Sie habe auf diese Weise ikonische Bilder produziert, die in ihrer zukünftigen Mobilisierungskommunikation eine wichtige Rolle spielen würden".

Es braucht keine fortgeschrittene Framing-Expertise, um zu wissen, dass eigentlich niemand nicht framen kann. Insofern framet Hillje auch ein bisschen, nicht unbedingt, indem er "Heroisierung der drei Polizisten" vorm Reichstag problematisiert, die vor allem die Bild-Zeitung vorgenommen habe, . Doch seine Formulierung "Versagen des Sicherheitskonzepts" polarisiert, obwohl er zugleich "vor polarisierender Berichterstattung warnt. Wirklich krasses "Versagen" würde anders ausgesehen und noch ganz andere Bilder nach sich gezogen haben als den Sturm auf die Reichstagstreppe. Schlimmere Folgen, als dass in einem kurzen Zeitraum eine eigentlich überschaubare Menge an Bildern produziert wurde, die vor allem durch permanente Wiederholung größer und wirkungsvoller rüberkommt, als sie war, gab es nicht.

Die 16.00 Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" behalf sich dann mit dem gern genutzten Vielzweckwort "Vorfall" ("Vorfall auf Reichstagstreppe") Die Politik sei sich einig: "Bilder von rechtsextremen Krawallmachern mit Reichsflaggen vor dem Sitz des Parlaments dürfen sich nicht wiederholen", hieß es in der Anmoderation, bevor gewohnt ausführlich Politiker zu Wort kamen, die erfreulich einmütig und entschieden so ziemlich dasselbe sagten.

Wozu dann allerdings, bewegt und unbewegt, die Bilder wiederholt wurden, die in derselben Sendung Bundespräsident Steinmeier "unerträglich" und Berlins Innensenator "beschämend" nannte. In einer früheren "Tagesschau"-Ausgabe  bzw. ursprünglich im "Morgenmagazin" hatte SPD-Generalsekretär Klingbeil die Bilder "in keinster Weise akzeptabel" genannt, sondern auch noch das Argument, dass sie  "Deutschland im internationalem Ansehen" schaden, in die Wagschale geworfen.

Ratlose Redundanz, die sich in kurz getakteten Schleifen mit einander sehr ähnlichen Politiker-Aussagen äußert, und diese, damit es visuell attraktiver rüberkommt, mit Wiederholungen der Bilder illustriert, die nach dem Wortlaut der Äußerungen zufolge "sich nicht wiederholen" dürften: So lässt sich die mediale Meldungslage, die den gestrigen Montag tagsüber prägte, zusammenfassen. (Und dass solche Schleifen gut zeigen, welch engen Draht die öffentlich-rechtlichen Medien zu Politikern haben, was freilich keineswegs von allen Betrachtern positiv bewertet wird, sondern oft ganz im Gegenteil, ist damit noch gar nicht problematisiert.)

Dabei ließe sich dasselbe Geschehen auch ganz anders einrahmen, wie es etwa die ausländische Neue Zürcher Zeitung tat:

"Das nämlich war die positive Lehre von Berlin: Der deutsche Rechtsstaat funktioniert. Er hält Rechtsextreme davon ab, den Bundestag zu stürmen, und garantiert friedlichen Demonstranten das Recht auf Versammlung und Meinung."

Sind digitale Medien die alte "Kulturindustrie"?

Das Jahr 1944 wird für Erklärungsversuche der Gegenwart selten herangezogen, schon weil einer der allerentscheidendsten Epochenbrüche im unmittelbar folgenden Jahr stattfand. Aber hier in einem lesenswerten Kommentar der Berliner Zeitung: Margarethe Gallersdörfer, Redakteurin "mit Schwerpunkt Schule", meint, dass Theodor Adorno und Max Horkheimer, als sie damals die "Dialektik der Aufklärung" schrieben, bzw. das darin enthaltene Kapitel "Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug", aus gegenwärtiger Sicht "voll ins Schwarze" getroffen hätten:

"Diese 'Kulturindustrie' werfe den Menschen ein vorverdautes Abbild der Welt zum Konsum vor und sei dabei derart allgegenwärtig, dass man ihr nicht entfliehen könne und dadurch unmündig werde."

So knackig fasst Gallersdörfer die 76 Jahre alte These zusammen. Und so stellt sie dann Bezug zum vorigen Wochenende her:

"Die Technologien, die unsere Wahrnehmung filtern, haben sich auf eine Art und Weise erweitert und vervielfältigt, wie zumindest Adorno sie erahnen, aber mangels Glaskugel unmöglich vorhersagen konnte. Die Abbilder der Welt, die wir konsumieren, haben sich vermehrt und ausdifferenziert. Über Tiktok, Facebook, YouTube und tausende weitere Kanäle erreichen sie heute ein gigantisches Publikum. 'Ich verstehe nicht, was hier passiert. Aber ich glaube, mir werden Zerrbilder davon gezeigt': Es ist dieser Eindruck, der erneut auf den Straßen Berlins sein Ventil fand."

Großer Optimismus spricht nicht aus dem BLZ-Kommentar. Das war bei Adorno selten anders gewesen. Sehr heutig mit dem Megatrend Personalisierung arbeitet der kleine Optimismus, den Gallersdörfer dann doch schöpft ("Die Chance, die wir haben, ist die: Vielen Leuten, die am Sonnabend auf der Straße waren, ist Attila Hildmann im Zweifel genauso egal wie Claus Kleber."). Aus Medienmedien-Sicht am interessantesten ist jedoch der folgende Abschnitt:

"Die Unsicherheit, die wir derzeit aushalten müssen, muss stärker Ausdruck finden in den Medien, die die Menschen konsumieren – anstatt dass sie ihnen vorgaukeln, sie hätten auf jede Frage eine Antwort. Keine pauschale Medienschelte: Natürlich wird vielfach schon genau so und sehr verantwortungsvoll kommuniziert. Doch die langen Reportagen und Dokumentationsfilme, die ausgewogenen Wissenschaftsstücke, sie erreichen nicht alle. Deshalb muss diese Haltung hinter jeder Schlagzeile stehen, hinter jeder Zehn-Zeilen-Meldung, in jedem Aufmacher aufscheinen ..."

Die kurzen, streng formatierten Formen des unüberschaubaren Echtzeit-Nachrichtengeschäfts, die an weiten Teilen des Publikums bei halber Aufmerksamkeit vorbeirauschen, machen einen großen Anteil der "Kulturindustrie" aus. Womöglich sind sie ein größerer Teil des Problems als es vielen scheint.

Einblick in laufende Informationskriege

Welche Ausmaße die laufenden Informationskriege bereits angenommen haben, zeigt das Medienecho vom vorigen Wochenende anschaulich. Dieses ausschnittsweise viel gezeigte Video (auf das etwa der oben verlinkte "Tagesschau"-Faktenfinder-Beitrag rekurriert und das Markus Beckedahl im bits.netzpolitik.org-Newsletter verlinkte), zeigt, dass sich vorm Sturmlauf auf die Treppen des Reichstags die offenkundige Falschmeldung, der US-amerikanische Präsident Trump sei in Berlin, verbreitet hatte. Dabei ist Trump doch genau der Politiker, der sich durch seinen Twitter-Account so unabhängig von redaktionell-journalistischen Nachrichtenmedien gemacht hat wie kein Politiker jemals zuvor. Dort hätte jeder und jede nachschauen können, was Trump gerade tut, selbst wenn klassische Medien das hätten verschweigen wollen (was sie nicht im geringsten tun, sie posaunen ja kaum einen Trump-Tweet nicht noch weiter ...)

Und das ist bloß eine drollige Falschmeldung. Wo Trump gerade ist und welche Politiker Berlin besuchen, kann den meisten Menschen in Deutschland gleichgültig sein. Überhaupt nicht drollig war die ebenfalls in Umlauf gebrachte Falschmeldung, derzufolge eine Berliner Demonstrantin von Polizisten misshandelt worden und daran gestorben sei. Wiese Meldung auf dem Messengerdienst Telegram zirkulierte, zeigt diese Twitter-Sequenz anschaulich. Wer es lieber in konventioneller Form eines zusammenfassenden Textes lesen will, kann zur BLZ ("Das etwa 25 Sekunden lange Zeugenvideo soll zuerst über die Telegram-Gruppe 'Info Kanal Berlin' verbreitet worden sein. Anschließend wurde es auf Facebook veröffentlicht, wo es bereits mehrere tausendmal geteilt wurde") klicken, oder zu welt.de – wo in die Nachricht über dieses Internetvideo allerdings arg unglücklich ein völlig  anderes Video eingebettet wurde ...

Nicht mit Bewegtbildzeugnissen illustriert, bloß mit leider glaubhaften Beispielen belegt ist die Meldung der Journalistengewerkschaft dju über die Zahl der Medienvertretern, die auf den Wochenend-Demonstrationen "bedrängt, beleidigt, bespuckt und geschlagen" sowie bedroht ("mit Parolen wie 'Man wird Dich hängen' oder 'Die Kammern sind schon offen'") wurden.

"Zensurheberrecht"? "Als Mittel der Kritikunterdrückung"?

Youtube ist eine Plattform unter mehreren, aber natürlich selbst längst schon unüberschaubar. Der youtubende Medienkritiker Holger Kreymeier kam mit seinem Format "Mediatheke" auf dem Youtube-Kanal "Massengeschmack-TV" vergangene Woche zweimal im Altpapier vor, weil erst Madsacks RND und dann die FAZ über eine Klage der ARD-Anstalt Radio Bremen gegen ein Video Kreymeiers berichteten.  Im November soll es vor einem Berliner Gericht um ein (in den eben verlinkten Beiträgen verlinktes) Video gehen, in dem Kreymeier weder unpolemisch noch unfundiert Kritik an einem "Rabiat"-Film des Y-Kollektivs über "Infokrieger" im Internet übt. Vor Gericht wird es allerdings nicht um Inhaltliches gehen – sondern um Urheberrecht.

Nun hat sich schon mal ein Experte eingeschaltet. Leonhard Dobusch ist ZDF-Fernsehratsmitglied und hat u.a. dazu beigetragen, dass Sitzungen dieses Fernsehrats nun doch live gestreamt werden dürfen (und dafür, dass Ausschnitte der ZDF-Sendung "Terra X" unter freien Lizenzen online veröffentlicht werden können). Bei netzpolitik.org schätzt Dobusch die Radio Bremen-Kreymeier-Sache so ein, dass einerseits

"das Urheberrecht Zitate nur in sehr eingeschränktem Umfang erlaubt. Sie müssen eine sogenannte 'Belegfunktion' erfüllen und müssen vom Umfang her im Verhältnis zum eigenen Werk gering ausfallen."

So was zu beachten, sei "professionell Medienschaffenden" noch eher zuzutrauen als Privatpersonen, die auf Youtube ja auch vieles zitierend remixen. Und für youtubende Medienkritiker stellt es ein größeres Problem dar als für solche, die sich nur in schriftlichem Text äußern, lässt sich hinzufügen. Während Kreymeier seinen Text spricht, muss er ja auch irgendwas zeigen, und immerzu redende Köpfe zeigt niemand gern (weshalb die "Tagesschau" ja auch oft Ausschnitte aus Internetvideos zeigt, und zwar nach Zitatgewohnheitsrecht ohne dafür zu zahlen). "Gerade bei Videokommentaren ist es fast unmöglich, die kritisierten Werke nicht zum Teil auch 'schmückend' zu verwenden", argumentiert Dobusch und plädiert für eine modernere Auslegung des in vielen Bestandteilen alten Urheberrechts:

"Hier macht die restriktive Regelung bzw. gerichtliche Auslegung des Zitatrechts in Deutschland es zu einfach, das Urheberrecht als Mittel der Kritikunterdrückung zum Einsatz zu bringen (zumindest wenn Streisand nicht zu Hilfe kommt, wie auch in diesem Fall.)"

Womit das ZDF-Fernsehratsmitglied zwar sagt, dass Radio Bremen  sich schon einen Streisand-Effekt eingebrockt hat, aber nicht ausdrücklich, dass die Anstalt "das Urheberrecht als Mittel der Kritikunterdrückung" einsetzt. Die Klage richtet sich ja gegen einen Medien-Profi. Was Dobusch allerdings schreibt:

"Insofern stellt sich die Frage, ob – gerade für eine öffentlich-rechtliche Anstalt wie Radio Bremen – die gewählte Vorgehensweise mittels Urheberrecht gegen den Beitrag vorzugehen, verhältnismäßig ist."

Und weil in der Mediengegenwart ja auch Begriffe, die sich gut eignen, um mit einer Raute verziert zu werden und zu trenden, enorm wichtig sind, verdient die Oberzeile des Beitrags über der Überschrift Beachtung. "Zensurheberrecht" lautet sie. Der urheberrechtliche Prozess, den die kleine ARD-Anstalt Radio Bremen ohne sehr große Not losgetreten hat, dürfte wirklich spannend werden.


Altpapierkorb (taz-Chefinnen im großen Interview, "verdachtslose Massenzensur", Gabor Steingart, Zeitungsverlags-Verkauf in Marl, Grimmepreis-Reportage, "Schuldkomplex-Romantikkomödie")

+++ Wie geht es Hengameh Yaghoobifarah? Wann wird die taz ihr werktägliches gedrucktes Erscheinen denn nun einstellen, wie schon lange angekündigt? (Spoiler: "wissen wir noch nicht") Und wie mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus umgehen, also: "Braucht es eine gemeinsame Konfrontation? Sind unterschiedliche Positionen stärker?". Das sind Fragen im großen Interview heute auf der SZ-Medienseite (€) mit den taz-Chefredakteurinnen Barbara Junge und Ulrike Winkelmann. Wobei die letzteren Fragen von Barbara Junge selbst gestellt und nicht beantwortet werden, was aber keineswegs gegen das Interview spricht.

+++ "Die Corona-Pandemie hatte für das Kulturradio des RBB eine 'wahnsinnige Schubkraft'", hat der Tagesspiegel vom Sender gehört. Den Freien, die weiterhin eingespart werden sollen, werde die Schubkraft aber nicht helfen.

+++ Die EU-Kommission kündigte, im Juli schon, "die Bekämpfung von Kindesmissbrauchsvideos und -Bildern ..., die über Cloud-Dienste und soziale Netzwerke verbreitet werden", an, und zwar auf "Online-Diensten wie Facebook und GMail" und "Messengerdiensten wie WhatsApp und Signal". Darin sieht Patrick Breyer, Piraten-Abgeordneter und Grünen-Fraktionsmitglied im EU-Parlament, "verdachtslose Massenzensur des Internetzugangs und privater Nachrichten" (netzpolitik.org).

+++ Stefan Niggemeier war schon zuvor kein Freund Gabor Steingarts und ist durch die Lektüre von dessen in Springer-Medien auszugsweise vorgestellten, bei Bertelsmanns Penguin erschienenem Buch "Die unbequeme Wahrheit. Rede zur Lage unserer Nation" auch recht keiner geworden  (uebermedien.de, teilw. €).

+++ Die nächste Lokalzeitungs-Zusammenlegung? "Das Medienhaus Bauer – nicht zu verwechseln mit der Bauer Media Group in Hamburg – gibt in Recklinghausen, Herten, Datteln, Marl, Oer Erkenschwick und Waltrop insgesamt sechs Tageszeitungen mit einer verkauften Gesamtauflage von 50.000 Exemplaren heraus", aber nicht mehr lange. Es wird wohl von Lensing Media aus Dortmund übernommen. "180 Beschäftigte sind betroffen" (mmm.verdi.de). Teil der Problemlage sei, "dass die jüngere und mittelalte Generation nicht bereit ist, für digitale Angebote der lokalen Tageszeitungen einen Beitrag zu leisten, der auch nur ansatzweise in Relation zu den Verlusten steht", sagt der Dortmunder Medienökonomie-Professor Frank Lobigs.

+++ Medienbeobachter kennen das eben erwähnte Marl als Veranstaltungsort der Grimme-Preis-Zeremonien, die in diesem Jahr wie so ziemlich alles coronahalber ausfielen. Die ersatzweise ersonnene 3-sat-Reportage mit Jo Schück, dem "Alexander Bommes des Kulturjournalismus", hat sich Michael Ridder (epd medien) angesehen.

+++ Der heutige Fernsehfilm ist mal kein Krimi, sondern eine "Schuldkomplex-Romantikkomödie" namens "Schönes Schlamassel", über die Oliver Jungen für die FAZ-Medienseite eine ebenfalls schöne, wenngleich am Ende ("Wer zu viel will, kann besonders tief fallen") nicht mehr lobende Fernsehkritik geschrieben hat. Wer nicht warten will, bis der Text gegen Abend frei online erscheinen dürfte, kann ihn hier bei Blendle für 55 Cent jetzt schon lesen. Zu sehen wär's dann um 20.15 Uhr in der ARD.

Neues Altpapier gibt's wieder am Mittwoch.

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