Das Altpapier am 2. Februar 2018 Die dauerhafte Präsenz sprachlicher Brutalität

Sind die Formulierungen "Obergrenze" oder "Angst vor Überfremdung" nur "marginal weniger monströs" als "Juden ins Gas"? Ist "No Billag" ein Angriff auf die Demokratie? Sind die Ministerpräsidenten bei ihren Beratungen in Sachen Presseähnlichkeit weit gekommen oder eher nicht? Ist die medienjournalistische Vernachlässigung des Kinderfernsehens ein Symptom für die Kinderunfreundlichkeit der Gesellschaft? Ein Altpapier von René Martens.

Collage zur Medienkolumne Das Altpapier vom 2. Februar 2018
Bildrechte: Collage MEDIEN360G/Pixabay

Inwiefern Funktionsträger der AfD erreicht haben, dass sich in den Medien die Grenzen des Sagbaren verschoben haben - mit der Frage haben sich Medienbeobachter in der jüngeren Vergangenheit häufig befasst.

Aktuell tut es der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch in einem Artikel für die Jüdische Allgemeine. Er bezieht sich dabei unter anderem auf Victor Klemperers 1947 veröffentlichtes, aber dennoch - siehe auch hier und hier - aktuelles linguistisches Buch "Lingua Tertii Imperii". Stefanowitsch schreibt:

"Gerne knüpft man in der Partei (…) gleich direkt an das Gedankengut oder wortwörtlich an die Sprache des deutschen Faschismus an – da wünscht man sich eine 'tausendjährige Zukunft' für Deutschland, bezeichnet politische Gegner als 'krank im Geschlecht und Geiste' und sieht in Flüchtlingen 'Schmarotzer und Parasiten' oder die Vorhut einer 'Umvolkung'."

Die Strategie der AfD sei aufgegangen:

"Die 'Provokationen' werden in den sozialen Netzwerken tausendfach weiterverbreitet und von den Nutzern weiter angereichert (…) Auch hier ist der direkte Bezug zum Dritten Reich nicht selten, etwa wenn über 'Gasanschlüsse' oder 'Duschköpfe mit elf Löchern' in den Flüchtlingsheimen fantasiert wird. Die herkömmlichen Medien bringen das Vokabular dann in die Öffentlichkeit jenseits der sozialen Medien. Ganz egal, ob sie diese Aussagen wertfrei wiedergeben oder sie verurteilen, sie vervielfältigen durch ihre Berichterstattung die monströse Sprache der Menschenfeinde und tragen damit zur Verschiebung der sprachlichen Normalität bei."

Hier kommt nun Klemperer ins Spiel, der bereits 1947 beschrieben habe,

"wie die durch ständige Wiederholung erzeugte dauerhafte Präsenz sprachlicher Brutalität schon in kleinen Dosen dafür sorgt, dass sich ihre Muster in unseren Köpfen festsetzen".

Stefanowitschs Fazit:

"Noch ist es nicht so weit, dass die offensichtliche Bestialität des faschistischen Sprachgebrauchs wieder allgemein akzeptabel ist. Aber dass zumindest auf pro-palästinensischen Demonstrationen straffrei 'Juden ins Gas' skandiert werden darf, zeigt, dass der Weg dahin nicht mehr weit ist. Die Präsenz solcher Formulierungen in der Öffentlichkeit sorgt aber jetzt schon dafür, dass uns jeder auch nur marginal weniger monströse Ausdruck als legitimer Teil des Meinungsspektrums erscheint – sei es die 'Obergrenze', die 'Angst vor Überfremdung' oder die 'Grenzsicherung mit Schusswaffen'."

Warten auf den Sommer

Die SZ, die FAZ, die Welt, der Deutschlandfunk - um nur einige zu nennen - berichten vom frittierfettheiß erwarteten Treffen der Ministerpräsidenten in Berlin (Altpapier). Michael Hanfeld steigt in der FAZ so ein:

"Die Ministerpräsidenten haben bei ihrem Treffen am Donnerstag keine Beschlüsse zur Zukunft von ARD und ZDF gefasst."

Oh no! Werden wir bis Mitte Juni - bis zum nächsten Zusammentreffen der Länderchefs - auch nur ein einziges Mal noch ruhig schlafen können? Keine Chance!

"Von ihren Entscheidungen hängt die Zukunft des Sonnensystems ab",

schreibt Hanfeld nämlich. Nein bzw. nur beinahe. Tatsächlich steht da:

"Von ihren Entscheidungen hängt die Zukunft des Mediensystems ab."

"Weit scheint man bei der Beratung über den 'Telemedienauftrag' von ARD und ZDF in dem Punkt gekommen zu sein, dass den Sendern 'presseähnliche' Angebote im Internet untersagt sind. Bei dem Verbot soll es bleiben, doch soll den Sen­dern ein 'Korridor' für Texte offen gehalten werden, die sich auf Sendungen beziehen, sagte die rheinland-pfälzische Medienstaatssekretärin Heike Raab im Gespräch mit dieser Zeitung."

Das klingt in anderen Blättern dann aber doch mindestens in Nuancen anders: Es gebe "noch immer keine gemeinsame Haltung" zu der Frage, "wie viel Textangebot die Sender im Netz präsentieren dürfen", schreibt Nico Fried (SZ) unter Berufung auf "Verhandlungskreise". Und Christian Meier (Die Welt) konstatiert:

"Bei den noch offenen Fragen dreht es sich, man ahnt es bereits, um die Definition des Begriffs der Presseähnlichkeit."

Wo sich die Ministerpräsidenten dagegen einig sind:

"Die Bundesländer wollen vor allem weitergehende Informationen zu 'aussagefähigen Personalkonzepten' und zu der Frage, welche Beschäftigtenzahlen die Sender mittel- und langfristig anstreben",

berichtet Christoph Sterz für "@mediasres".

"Gemeinwohl-Medien" - ein Buzzword in spe?

Obwohl diese Fragen branchen- und blasenintern betrachtet gewiss hochrelevant sind, sollte man in der Diskussion um die Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen immer wieder mindestens einen Schritt zurückgehen und das große Ganze betrachten.

Anlässlich der No-Billag-Abstimmung haben dies für die WoZ beispielsweise Bettina Dyttrich und Jan Jirát getan - in einem Interview mit Mark Eisenegger, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Zürich.

"Sehen Sie 'No Billag' (…) als Angriff auf die Demokratie",

fragen sie. Eiseneggers Antwort:

"Eindeutig. Die Idee der Demokratie ist zwingend mit Medien verknüpft, die den Bürgerinnen und Bürgern vermitteln, was die brennenden Zukunftsprobleme sind, und die eine Forumsfunktion haben: Medien sollen dafür sorgen, dass auch antagonistische Kräfte gesittet miteinander streiten. Wenn das nicht mehr gewährleistet ist, weil wir im Bereich der Informationsmedien ein wachsendes Marktversagen haben, schlägt das negativ auf die Demokratie durch."

Georg Seeßlen sieht es nicht unähnlich. Als ihm im Rahmen des traditionell während der Grimme-Preis-Jurywoche stattfindenden Bergfests der Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik (Altpapier) verliehen wurde (Offenlegung: Ich habe die Laudatio gehalten), bemerkte er, bei den von rechts vorgetragenen Angriffen auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehe es nicht ums Programm und nicht ums Geld. Es handle sich um eine Attacke "auf die Gesellschaft". Den Angreifern gehe es darum, den "public safe space" der demokratischen Debatte zu zerstören.

Bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltung bemerkte im Übrigen die ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab, der Begriff "öffentlich-rechtlicher Rundfunk" sei eigentlich mittlerweile untauglich, man sollte doch lieber von "Gemeinwohl-Medien" sprechen. Tendenziell kein schlechtes Buzzword, aber in der FAZ wird sich's wohl nicht durchsetzen.

#MeToo spielte ebenfalls eine Rolle bei der Veranstaltung im Grimme-Institut - während das Thema bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises überhaupt nicht präsent war (Anja Reschke kritisiert bei "Zapp" dies und eine dümmliche Anmoderation). Wobei zu ergänzen wäre: Auch andere für die Medien relevante Themen scheinen bei der Fernsehpreis-Sause in Köln keine Rolle gespielt zu haben - weder No Billag noch konkrete Attacken auf Sender (siehe dazu Lisa Ludwigs Beitrag "Ich habe einen Tag Kika geguckt, um herauszufinden, warum Alice Weidel ihn abschaffen will" bei Vice).

Warum konnte das "System Wedel" funktionieren?

Der Freitag widmet sich dem eben erwähnten Thema #MeToo in seiner neuen Ausgabe in zwei Texten. Simone Schmollack schreibt:

"Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Bei nur etwa zehn Prozent der Film- und Fernsehproduktionen in den vergangenen Jahren hatten ausschließlich Frauen die Entscheidungshoheit. Bei gut einem Fünftel führten Frauen allein Regie. Hinter der Kamera standen neun Prozent Frauen, die Tontechnik bedienten drei Prozent (…)Diese Zahlen der Filmförderungsanstalt sind wichtig, um zu verstehen, worüber sich derzeit viele den Kopf zerbrechen: Warum konnte das 'System Wedel' funktionieren?"

In dem zweiten Beitrag spricht Schmollack mit Barbara Rohm, Vorstandsmitglied bei Pro Quote Film:

"Ist #metoo in Deutschland zu zahm?"

"Vielleicht. Mir fehlt vor allem die Debatte darüber, was sich verändern muss, um gewaltfreies Arbeiten zu ermöglichen, nicht nur am Set."

Medienjournalisten ignorieren Kinderfernsehen

Wer glaubt, zum Dauerthema "Malvina, Diaa und die Liebe" sei alles gesagt, der irrt - und sollte Tilmann P. Gangloffs Beitrag dazu lesen, in der vergangenen Woche bei epd medien erschienen und mittlerweile online.

Gesprochen hat er unter anderem mit Maya Götz, Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen. Sie sagt, es gehe

"letztlich überhaupt nicht um die konkrete Sendung (…), sondern um das Thema Flucht und Integration. Die Kampagne wirkt sehr organisiert. Der Film dient offenkundig nur als Vorwand, um das öffentlich-rechtliche System anzugreifen."

Außerdem weist die Expertin aus München  

"auf einen weiteren Aspekt hin, der durch die Debatte um die Dokumentation offenkundig geworden sei: 'Eine Diskussion über das Kinderfernsehen ist überfällig.' Seit das Programm in der Nische der Kindersender verschwunden sei, gebe es kein öffentliche Auseinandersetzung mehr darüber, in den letzten zehn Jahren sei zudem kaum ein Buch zu dieser Programmsparte erschienen. Tatsächlich befassen sich Tageszeitungen und Nachrichtenmagazine nur dann mit dem Kinderfernsehen, wenn sie einen Skandal wittern (…) Sonst wird die Sparte weitgehend ignoriert. Eine kritische Beschäftigung mit dem Gesamtprogramm oder wenigstens einzelnen Sendungen findet selbst in den Qualitätszeitungen praktisch nicht statt."

Gangloff zitiert dazu Götzs "einfache Erklärung":

"Es ist leider so, dass Deutschland eine der kinderunfreundlichsten Gesellschaften in Europa ist. Die Gesellschaft interessiert sich schon nicht für ihre Kinder, warum sollte sie sich dann für das Fernsehen dieser Kinder interessieren? Dabei wäre eine Diskussion über die Frage, was gutes Kinderfernsehen ausmacht, so wichtig."


Altpapierkorb ("Die drei von der BND-Tankstelle", Verhunzung durch Autorisierung, Reuters News Tracer, Journalismus in Jordanien, der getrennte Berliner Zeitungsmarkt)

+++ Früher irgendwie links, heute ballaballa - in diese immer größer werdende Schublade scheint auch die Kabarettistin Lisa Fitz zu gehören. Elisa Makowski hat für epd bzw. die Jüdische Allgemeine mit Giulia Silberberger, Geschäftsführerin der Initiative Der Goldene Aluhut, über ein Fitz-Lied gesprochen, das der YouTube-Kanal SchrangTV veröffentlicht hat. Songtextauszug: "Die Welt wird fieser und an wem mag's liegen?/Der Schattenstaat, die Schurkenbank, der Gierkonzern, Wer nennt die Namen und die Sünden dieser feinen Herrn? Rothschilds, Rockefeller, Soros & Consorten, die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten."

+++ Eine ähnlich trübe Tasse wie Fitz: der Linken-Politiker Diether "Was wollen wir trinken?" Dehm. Eine Gruppe missliebiger Journalisten hat er gerade als "die drei von der BND-Tankstelle" bezeichnet.

+++ Der rechte Aktivist James O'Keefe und sein "Project Veritas" gehen in den USA mit geheimdienstähnlichen Methoden gegen Journalisten vor. "'Project Veritas' arbeitet so: Mitarbeiter werden mit versteckter Kamera ausgerüstet. Sie bewegen sich in Bars, auf Netzwerktreffen und Abschiedsfeiern, auf denen auch Reporter der etablierten Medien auftauchen. Sie versuchen, ihr Vertrauen zu erschleichen und sie ihn ein Gespräch über Politik zu verwickeln. Diese Aufnahmen landen dann im Netz." Das berichtet Stefanie Dodt für "Zapp".

+++ Dass "genügend Leute Anstand haben und die Privatsphäre anderer Menschen respektieren, auch von den Personen, die prominent in der Öffentlichkeit stehen, (…) die Leute von Bild und ihr Chef Julian Reichelt" aber nicht dazugehören - neue Beweismittel für diese eherne Gewissheit hat der Bildblog zusammengestellt:  "Seit drei Tagen gibt es eine neue Serie bei Bild, Bild.de und Fußball Bild. 'Kosmos der Klubs' ist ihr Titel, und sie soll der Leserschaft verraten, 'wo Sie die Spieler Ihres Vereins treffen können'", berichtet Moritz Tschermack.

+++ Warum das Monatsmagazin journalist in der Titelgeschichte seiner Februar-Ausgabe die Geschichte eines im Zuge der sog. Autorisierung verhunzten und schließlich nicht gedruckten Playboy-Interviews mit RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick rekapituliert - das erläutert Matthias Daniel, der Chefredakteur der DJV-Zeitschrift, im Editorial.

+++ Anlässlich des Streiks bei der Schweizer Nachrichtenagentur SDA und den damit verbundenen Diskussionen um die Bedeutung solcher Unternehmen (Altpapier) hat Adrian Lobe für die Medienwoche einen "Blick in den Maschinenraum" global bedeutender Nachrichtenagenturen geworfen. Ein interessanter Aspekt: "Die Nachrichtenagentur Reuters, mit einem Netzwerk von 2500 Journalisten weltweit und jährlich 2,2 Millionen produzierten Meldungen das Flaggschiff unter den Nachrichtenagenturen, hat einen algorithmischen Trendspotter ('Reuters News Tracer') entwickelt, der Breaking News auf Twitter aufspürt, noch bevor diese über einen Agenturticker laufen. Das Tool durchforstet jeden Tag 12 Millionen Tweets und clustert sie in verschiedene Ereignisse." Das funktioniere, meint Lobe,"erstaunlich gut (…) Zum Beispiel bei der Schießerei auf einem Country-Konzert in Las Vegas im Oktober 2017, bei dem 59 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt wurden. Nachdem ein Augenzeuge um 1 Uhr 22 nachts darüber berichtete, hatte Tracer bereits um 1 Uhr 39 eine überprüfte Meldung vorbereitet. Um 1 Uhr 49 berichtete schliesslich Reuters über das Ereignis".

+++ Wenn TV Spielfilm einen "erstaunlich kruden Plot" bemängelt, neigt man eher zu der Vermutung, dass der Film gut ist. Bei der heute zu sehenden ARD-Krimikomödie "Die vermisste Frau" könnte das der Fall sein. Nikolaus von Festenberg (Tagesspiegel) schreibt jedenfalls: "Vier Leichen zählt der köstliche Film, keine davon ein Fall zum Trauern. Männer, fürchtet euch sehr. Die Welt nach der #MeToo-Empörung wird hart, zumindest im Krimi." Matthias Hannemann (FAZ) findet's indes nicht so erbaulich: "Ne­ben­fi­gu­ren (…) wer­den wie komödiantische Knallerbsen in die Story geworfen. Außerdem bekommt die verrückte Handlung, geschrieben von Horst Sczerba, der auch Regie geführt hat, gera­de zum Schluss hin einige Drehungen zu viel." Wiederum begeistert: Rainer Tittelbach (tittelbach.tv). Von einem "Zusammenspiel vermeintlich kontroverser Tonarten", und von "aufregenden, unterschwellige Subtexte erzählenden Bildideen" ist bei ihm die Rede.

+++ Auf das Fiction-Jahresprogramm der ARD blickt Altpapier-Autor Christian Bartels in seiner Medienkolumne bei evangelisch.de voraus.

+++ Zu den Ländern, deren Medienbranche in der Geschichte dieser Kolumne bestenfalls selten ein Thema gewesen sein dürfte, gehört Jordanien. Dort war Altpapier-Autorin Nora Frerichmann unterwegs. "Journalisten werden in Jordanien mit vergleichsweise weichen Methoden eingeschränkt (…) Das Medien- Monitoring-Projekt des jordanischen Al-Quds-Centers für politische Studien attestiert dem Land ein soft containment, was die Einschränkung von Journalisten angeht. Gemeint ist eine Kultur der Zensur und Selbstzensur durch ein 'ambivalentes System vielfältiger Begünstigungen'. Als Belohnung für positive Berichterstattung werden Journalisten demnach Regierungspositionen oder andere öffentliche Anstellungen in Aussicht gestellt, finanzielle Vorteile, Bevorzugung von Familienmitgliedern oder ein besserer Zugang zu Informationen versprochen", schreibt sie für die aktuelle Ausgabe von epd medien (derzeit nicht frei online). "Junge, gutausgebildete Journalisten" ziehe es "zu den den großen arabischen Nachrichtenkanäle an den Golf. Auch wenn die Bedingungen in Sachen Pressefreiheit dort nicht besser sind, die Bezahlung ist es auf jeden Fall. In Jordanien verdienen Journalisten der Konrad-Adenauer-Stiftung zufolge größtenteils deutlich unter 1.000 Euro im Monat."

+++ Mit der (Nicht-)Entwicklung des Berliner Tageszeitungsmarkts befasst sich Ulrike Simon in ihrer Medienkolumne für Spiegel Daily: "Es hat sich so vieles verändert in dieser Zeit. Im Grunde alles, nur eines nicht: Der Zeitungsmarkt ist getrennt wie eh und je. Im Osten wird die Berliner gelesen, die Einkommensstärkeren aus dem eher intellektuellen West-Berliner Milieu greifen zum Tagesspiegel, die Konservativen aus dem bürgerlichen Mittelstand bevorzugen die Morgenpost."

+++ Hier nebenan läuft seit einiger Zeit die Reihe "Historische Fake News". meedia.de stellt sie vor.

Neues Altpapier gibt es wieder am Montag.