Fische beobachten Ein Fischturm für den Gartenteich

Ein Gartenteich mit Fischen und anderen Wasserbewohnern ist eine schöne Oase im Garten. Mit einer Fischsäule kann so ein Gartenteich zusätzlich gestaltet werden. So ein Ausguck ragt, je nach Gefäß, aus dem Wasser heraus und ist bei den Fischen beliebt. Das Wasser ist dort oben wärmer und wird gerade im Sommer oft zum Tummelplatz für die Teichbewohner.

Gärtner Christian Büschleb sitzt an seinem Gartenteich
Gärtner Christian Büschleb freut sich immer, wenn die Fische die Kugel besuchen. Bei Sonne kommen sie am liebsten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Was eignet sich als Fischturm?

Ein Fischturm lässt sich in jedem, nicht allzu tiefen Gartenteich installieren. Das Wasser des Teichs sollte möglichst klar sein, damit die Fische auch beobachtet werden können. Es gibt eigens für diesen Zweck angefertigte Röhren und Kugeln, die meist aus Plexiglas bestehen und im Fachhandel samt Unterbau angeboten werden. Aber auch ein altes Aquarium oder eine große durchsichtige Vase kann zum Ausguck für Fische umfunktioniert werden. Das Material sollte aber nicht zu dünn und damit zerbrechlich sein. Gärtner Christian Büschleb verwendet für seinen Fischturm eine durchsichtige Kugel - auch eine ausrangierte Blumenvase könnte verwendet werden. Ein Gestell aus Metall hat er auf dem Sperrmüll gefunden.

Eine runde durchsichtige Blumevase wird auf ein Gestell gesetzt.
Verwendet hat Christian Büschleb eine ausrangierte Blumenvase und ein Metallgestell vom Sperrmüll. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Als Gestell könnte man auch Steine verwenden oder irgendetwas darunter basteln. Hauptsache ist, dass die Kugel stabil auf der Unterlage steht und die Fische von unten reinschwimmen können.

Wie wird der Fischturm aufgestellt und das Gefäß befüllt?

Eine Vase wird in einen Teich getaucht und so mit Wasser befüllt.
Das Gefäß sollte nicht vollständig mit Wasser gefüllt werden. Lassen Sie eine kleine Luftblase. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wichtig ist, dass der Fischturm stabil auf dem Teichboden steht. Die Unterkante von Säule oder Kugel muss sich unter Wasser befinden, damit die Fische von unten gut hineinschwimmen können. Stein und Geröll am Teichboden müssen entfernt werden. Alles muss schön eben sein, damit nichts wackelt. Wird keine Teichfolie verwendet, kann das Gestell zusätzlich mit Haken oder Heringen von der Campingausrüstung fixiert werden. Steht das Gestell sicher, wird das Gefäß mit Wasser befüllt. Dafür wird es einfach unter Wasser gedrückt. Ganz wichtig ist, dass eine Luftblase in Kugel oder Zylinder bleibt. Sollte sich doch mal ein Frosch in den Ausguck verirren kann er hier Luft schnappen. Ist die Kugel nun mit Wasser gefüllt, wird sie unter Wasser bis zum Gestell geführt und dort aufgesetzt. Wenn alles sitzt muss nur noch auf die Besucher gewartet werden. Scheint die Sonne geht das Schauspiel los und die Fische nutzen das Schaufenster.

Ist ein Fischturm gefährlich für Teichbewohner?

Der Fischturm von Martin Büschleb kam auf unserer Facebook-Seite gut an. Einige Nutzer machten sich allerdings Sorgen um andere Teichbewohner, wie Frösche oder Schlangen. Zu Recht, denn es gibt beim Aufbau einer Fischsäule einiges zu beachten, um die Fische und auch andere Tiere nicht zu gefährden.

Ganz wichtig ist, dass die Öffnung nach unten groß genug ist und die Fische nicht stecken bleiben oder sich verletzten. Sie müssen schnell und einfach nach unten in den Teich abtauchen können. Die Fischkugel ist für Fische gleichzeitig ein sicherer Platz vor Katzen oder anderen Räubern. Leben im Teich auch viele andere Amphibien wie Frösche oder Schlangen, sollten sie keine Fischkugel installieren. Finden Frösche nicht schnell genug den Ausgang können sie ertrinken. Deswegen ist es auch wichtig, eine Luftblase in der Kugel zu lassen.

Selbstgebaut: Eine Fischkugel für den Gartenteich

Ein Blickfang für den Gartenteich: In einer Fischkugel können die Teichbewohner über der Wasseroberfläche schwimmen. Über Facebook haben uns Nutzer diese Bilder von ihren Fischsäulen gesendet. Vielen Dank dafür!

Drei Fische schwimmen in einer zylindrischen Glasvase
Problemlos können die Fische zwischen Teich und Glasvase wechseln. Der Unterdruck in der Glasvase macht es möglich. Auf einem Metallgestell bleibt das Konstrukt sicher stehen. Bildrechte: Renate Kempken
Drei Fische schwimmen in einer zylindrischen Glasvase
Problemlos können die Fische zwischen Teich und Glasvase wechseln. Der Unterdruck in der Glasvase macht es möglich. Auf einem Metallgestell bleibt das Konstrukt sicher stehen. Bildrechte: Renate Kempken
In einem Aquarium im Gartenteich schwimmen Goldfische.
Ein ausrangiertes Aquarium tut es auch. Bildrechte: Petra Franken
In einer umgedrehten Glasvase im Gartenteich schwimmen Goldfische.
Diese ungewöhnlich geformte Vase, wird von den Fischen gerne genutzt. Der Unterbau besteht aus aus zwei gestapelten Pflasterstein-Türmen, die Vase selbst ist mit Dübeln befestigt. So haben die Fische genug Platz zum Ein- und Austauchen. Bildrechte: Martin Vasold
In einer umgedrehten Glasvase im Gartenteich schwimmen Goldfische.
Sonst muss man die Teichbewohner im Wasser suchen, hier sind sie in all ihrer Farbenpracht auf den ersten Blick zu sehen. Bildrechte: Marietta Lupp
In einer Glassäule im Gartenteich schwimmen mehrere Fische übereinander.
In diesem langen Glaszylinder haben viele Fische Platz... Bildrechte: Valentin Rinke
Demontierter Bausatz für ein Teich-Aquarium.
...der „Fisch-Aussichtsturm" steht auf einem 30 Zentimeter großen Abflussrohr, in das fünf große Löcher gebohrt wurden. Bildrechte: Valentin Rinke
Auf einem Plastikgestell mit Löchern steht eine Glasvase.
Auf einer Gehwegplatte im Gartenteich steht das Konstrukt sicher. Bildrechte: Valentin Rinke
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 09. Februar 2020 | 08:30 Uhr

Was Sie beim Aufbau des Fischturms beachten sollten

  • Ein Fischturm ist wie ein kleines Aquarium und sollte alle vier Wochen von Algen gereinigt werden.
  • Es sollten nur Gefäße genutzt werden, in die auch alle im Teich lebenden Fische hineinpassen. Ist das Gefäß zu klein, besteht die Gefahr, dass sich die Tiere verletzten oder steckenbleiben.
  • Der Teichboden muss dem Gewicht von Unterbau und Fischturm gut standhalten. Der Unterbau sollte möglichst einen großen Durchmesser haben, damit er sicher auf dem Boden steht. Oft ist eine Befestigung mit Haken nicht möglich, da viele Teiche mit Folie ausgekleidet sind.
  • Vor dem Winter sollte der Fischturm abgebaut werden. Das Wasser kann frieren und das Gefäß zerspringen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 09. Februar 2020 | 08:30 Uhr