Feigen an einem Zweig
Feigen brauchen viel Wasser und Nährstoffe, damit sie als Kübelpflanzen schmackhafte Früchte hervorbringen. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Pflegetipps Feigen im Kübel: Standort, Pflege und Überwinterung

18. Juli 2024, 07:57 Uhr

Feigen bilden auch als Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse süße Früchte. Damit es mit der Ernte klappt, gibt Gärtnerin Brigitte Goss Tipps für Standort, Pflege und Überwinterung von Feigenbäumen in Töpfen.

Eine Frau steht in einem Garten. In der Hand hält sie einen kleinen Strauß aus Kräutern.
Bildrechte: MDR/Lisa-Marie Kaspar

  • An einem sonnigen Standort fühlen sich Feigen auch im Topf wohl.
  • Für den Rückschnitt von Feigen ist etwas Fingerspitzengefühl nötig - dies sind unsere Tipps!
  • Feigen im Kübel können eingeschlagen und geschützt an der Hauswand oder in der Garage überwintern.

Standort für den Feigenbaum im Kübel

Im Sommer sollten Feigen an einem sonnigen Standort stehen, der in den Mittagsstunden an heißen Tagen im Schatten liegen kann. Ideal ist ein Platz an der nach Süden ausgerichteten Hauswand, da die Feige dadurch gleichzeitig gegen kalte Nord- und Ostwinde geschützt ist.

Topfgröße und Substrat für Feigen

Feigen brauchen keine großen Gefäße, wenn sie regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Etwas zu kleine Kübel fördern sogar die Fruchtbildung. In der Regel reichen Töpfe mit einem Fassungsvermögen von 30 bis 50 Litern aus. Feigen wachsen in durchlässigen und humosen Substraten. Gute Kübelpflanzenerde ist ideal.

In einem grünen Topf ist ein junger Feigenbaum gepflanzt.
Bei Feigen fördern etwas zu kleine Kübel die Fruchtbildung. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Den Feigenbaum im Topf gießen

Feigen brauchen im Sommer viel Wasser. Die Kübel werden gegossen, bis das Wasser unten aus den Töpfen rinnt. Sie vertragen aber keine Staunässe. Im Winterquartier werden die laublosen Feigen nur wenig gegossen.

Aufgeschnittene Feigenfrüchte
Im Sommer sollten Feigenbäume reichlich Wasser bekommen. Dann klappt's auch mit der Ernte schmackhafter Früchte. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Feigen im Topf düngen

Im Frühjahr werden die Pflanzen mit einem Langzeitdünger versorgt, auch Pfirsichdünger eignet sich gut. Von September bis April wird nicht gedüngt.

Rückschnitt für Feigen

Feigen sollten generell wenig geschnitten werden, da jeder Schnitt eher einen Neuaustrieb fördert als die Bildung von Früchten. Um die Fruchtbildung zu fördern, ist ein Rückschnitt wiederum ratsam, denn Feigen tragen nur am ein- bis zweijährigen Holz Früchte. Überaltetes Holz kann also zurückgeschnitten werden. Achten Sie dennoch darauf, dass einige ältere Leitäste erhalten bleiben. Sie sind widerstandsfähiger gegen Frost als die jungen Triebe.

Der Rückschnitt sollte im Februar, Anfang März erfolgen, wenn die Pflanze noch nicht in vollem Saft steht. Junge, zu lange Triebe können einfach ausgebrochen werden. Das regt die Verzweigung an. Aber Vorsicht: Blätter und Äste enthalten einen weißen Milchsaft, der giftig ist und zu Hautverätzungen führen kann.

Feigenbäume in Töpfen in der Stadt
Feigen sollten zurückhaltend geschnitten werden. Hier bilden mehrere Bäumchen in Kübeln einen grünen Sichtschutz in der Stadt. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Feigen im Kübel überwintern

Feigen sollten im Herbst möglichst lange draußen bleiben. Sie vertragen sogar leichten Frost. Sie brauchen erst etwa November bis Dezember eingeräumt werden. Sie vertragen dunkle Standorte im Winterquartier, doch je heller sie stehen, desto besser. Im Frühjahr sollten die Feigen zwar zeitig ins Freie, aber dennoch vor Spätfrösten geschützt werden.

Mehr zu Feigen

Feigenexperte Carsten Werner 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Schwarze Maulbeer-Frucht am Ast eines Baumes mit Video
Schwarze Maulbeeren gibt es in unseren Gärten nur selten. Doch unter veränderten Klimabedingungen könnte die Maulbeere eine gute Wahl sein: Sie braucht wenig Wasser und verträgt Wärme. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR Garten (uka, fra)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 14. Juli 2024 | 08:30 Uhr