Schritt für Schritt: So wird’s gemacht Profi-Tipps: Echeverien über Stecklinge vermehren

Ihre Echeverien gedeihen und bilden kleine Ableger? Mit diesen Tochterrosetten lassen sich die Pflanzen ganz einfach vermehren. Wie aus den Stecklingen sicher neue Pflanzen heranwachsen, haben wir uns von Emily Cox, Auszubildende bei Kakteen Haage in Erfurt, zeigen lassen. Hier finden Sie ihre Profi-Anleitung zur Echeverien-Vermehrung.

Steckling einer Zimmerpflanze wird mit Zimt desinfiziert    1 min
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Echeveria lässt sich mit den richtigen Handgriffen leicht vermehren. Emily Cox von Kakteen Haage in Erfurt zeigt im MDR Garten, wie die Vermehrung von Echeverien funktioniert.

MDR FERNSEHEN So 16.02.2020 08:30Uhr 00:39 min

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Die hübschen Echeverien zu vermehren, gelingt auch mit wenig Erfahrung. Probieren Sie es einfach aus. Wenn sich die Dickblattgewächse wohl fühlen, wachsen sie und bilden kleine Tochterpflänzchen. Diese Mini-Rosetten, auch Kindel genannt, können abgetrennt und als Stecklinge verwendet werden. Nehmen Sie dazu Kindel, die mindestens zwei bis drei Zentimeter breit sind. Was Sie neben Töpfen und Kakteenerde noch brauchen, haben Sie bestimmt schon zu Hause: ein scharfes Messer, ein hohes Glas und etwas Zimt.

1. Einen Steckling abschneiden und desinfizieren

Steckling einer Zimmerpflanze wird mit Zimt desinfiziert
Emily Cox tupft nach dem Abschneiden des Stecklings etwas Zimt auf die Wunde. So wird die Fläche desinfiziert und ist besser vor Pilzerkrankungen geschützt. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Verwenden Sie zum Abtrennen ein sauberes, scharfes Messer oder eine Gartenschere. Achten Sie darauf, den Steckling nicht zu kurz abzuschneiden, so dass ihm ein Stückchen Trieb zum leichteren Bewurzeln bleibt. Der abgeschnittene Steckling wird mit der Wunde kurz in etwas Zimt getaucht. Das Gewürz sorgt dafür, dass die Wundfläche desinfiziert wird. Zimt wirkt nicht nur gegen Krankheitskeime, sondern auch gegen Pilze. Tragen Sie mit dem Finger auch auf die Wunde an der Mutterpflanze vorsichtig etwas Zimt auf. Lassen Sie den Steckling kurz liegen, so dass die Wundfläche abtrocknen kann.

2. Den Steckling zum Bewurzeln in ein Wasserglas stellen

Wählen Sie ein schmales, hohes Glas zum Bewurzeln aus. Jetzt kommt der wichtigste Trick: Füllen Sie nur wenig Wasser hinein, so dass der Steckling nicht damit in Berührung kommt. Der Steckling sollte oben auf dem Rand des Glases liegen, ohne dass der Trieb in der Flüssigkeit hängt. So wird er dazu angeregt, Wurzeln zu bilden, die nach dem Wasser darunter suchen. Außerdem wird Fäulnis vorgebeugt. Je nach Pflanzenart dauert es mehrere Wochen, bis genügend Wurzeln gewachsen sind.

3. Den Steckling in Kakteenerde einpflanzen

Füllen Sie eine Schicht Kies in einen Topf und geben Sie Kakteenerde dazu. Pflanzen Sie dann den Steckling vorsichtig ein. Gießen Sie ihn nicht gleich, damit seine Wurzeln erst einmal auf Wassersuche gehen. Wichtig ist ein heller Standort, damit die Jungpflanze gedeiht. Viel Erfolg beim Nachmachen!

Steckling einer Zimmerpflanze in Glas mit wenig Wasser
Der Echeverien-Steckling bildet Wurzeln aus, wenn er auf einem hohen, schmalen Glas mit ein wenig Wasser liegt. Wichtig: Der Steckling darf nicht in der Flüssigkeit hängen, weil er sonst faulen könnte. Den Wurzeln reicht es aus, wenn unter ihnen etwas Feuchtigkeit ist. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 16. Februar 2020 | 08:30 Uhr