von der Sonne verbrannte Mohnblüte
Diese Mohnblüte hat eindeutig zu viel Sonne abbekommen, sie wurde regelrecht verbrannt. Bildrechte: MDR / Regina Lang

Garten im Sommer Pflanzen vor Sonne und Hitze schützen

Pflanzen geht es nicht viel anders als Menschen: Die meisten brauchen Sonne und Wärme, um gut zu gedeihen, aber zu viel davon ist schädlich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Sonne- und Hitzeschäden vermeiden können.

von der Sonne verbrannte Mohnblüte
Diese Mohnblüte hat eindeutig zu viel Sonne abbekommen, sie wurde regelrecht verbrannt. Bildrechte: MDR / Regina Lang

Richtig gießen

Gießt man Pflanzen in der prallen Sonne, wirken die Wassertropfen auf den Blättern wie ein Brennglas und können sie so im wahrsten Sinne des Wortes verbrennen. Allerdings sind nicht alle Blätter gleich gefährdet - Forscher von der Eötvös-Universität in Budapest fanden heraus, dass Blätter mit glatter Oberfläche weniger vom Verbrennungseffekt betroffen sind als solche, die von kleinen Wachshärchen bedeckt sind.

Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist der frühe Morgen. Dann sind die Pflanzen noch kühl von der Nacht und überstehen mit der Wassergabe besser den heißen Tag. Abends hingegen sind die Pflanzen aufgeheizt, kaltes Gießwasser wirkt da wie ein Schock. Wenn sich das abendliche Gießen partout nicht vermeiden lässt, sollte man daher zu abgestandenem Wasser greifen.

Langsame Gewöhnung an die Sonne

Wie Menschen sollten sich auch Pflanzen lieber langsam an die Sonne gewöhnen. Kommen sie aus dem Winterquartier ins Freie ist es ideal, sie für ein paar Tage zunächst in den Halbschatten zu stellen und sie dann allmählich immer mehr der Sonne auszusetzen.

Beschattung

Abdecken von jungen Gurken-Pflanzen mit Sonnenschutz-Vlies
Jungen Gemüsepflanzen im Hochbeet hilft es, gegen extreme Sonneneinstrahlung geschützt zu werden. Dazu kann ein leichtes Vlies oder Schattiernetz verwendet werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wenn möglich, sollten Topf- und Kübelpflanzen an heißen Tagen in den Schatten geräumt werden. Auch ein Sonnenschirm, ein Sonnensegel oder eine Markise können Abhilfe an heißen Tagen schaffen. Außerdem gibt es im Fachhandel sogenannte Schattiernetze in unterschiedlichen Farben und Dichten zu kaufen. Damit können zum Beispiel Beerensträucher abgedeckt werden, die oftmals empfindlich auf zu viel Sonne reagieren. Alternativ können auch weiße Stofftücher verwendet werden. In jedem Fall sollte gewährleistet sein, dass sich die warme Luft nicht unter der Abdeckung staut.

Verdunstungskühle schaffen

Hände streichen über die verwelkten Blätter einer Erdbeerpflanze in einem Topf
Diese Erdbeerpflanze leidet unter Trockenheit. Ist das Herz der Pflanze noch grün, kann sie jedoch wieder austreiben. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Während der heißen Stunden können Balkon, Terrassen oder die Gartenwege mit Wasser benetzt werden, um durch die Verdunstungskühle die Umgebungstemperatur kurzfristig zu senken. Allerdings empfiehlt sich das nicht während ausgeprägter Trockenperioden, da sollte das Wasser lieber direkt zum Gießen verwendet werden - am besten am frühen Morgen.

Passende Pflanzenauswahl

Mit der passenden Pflanze für den jeweiligen Standort erspart man sich viele Probleme. Deshalb ist es gut, sich vor dem Pflanzen zu überlegen, welche Standortanforderungen das jeweilige Gewächs hat beziehungsweise welche Pflanzen sich für den gewählten Standort überhaupt eignen.

Eine frisch geplanzte Staude in einem Beet mit einer Vertiefung um die Stängel, in die Wasser gegossen wurde 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR Thüringen Journal | 03. Juni 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Juni 2019, 09:54 Uhr