Nach weniger als einer Woche Fördergelder für Solarspeicher aufgebraucht

Nach weniger als einer Woche sind die Fördergelder für Solarspeicheranlagen in Sachsen-Anhalt bereits verbraucht. 2,9 Millionen Euro standen zur Verfügung. Wegen der hohen Nachfrage forderte die Landtagsfraktion der Grünen eine Aufstockung des Budgets auf zehn Millionen Euro.

Photovoltaikanlage auf einem Dach
Mit dem Programm "Sachsen-Anhalt speichert" sollen Privathaushalte gefördert werden, wenn sie Speicher für Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern errichten. (Symbolfoto) Bildrechte: dpa

Die Fördermittel für Solarspeicher sind in Sachsen-Anhalt bereits aufgebraucht. Aufgrund der hohen Nachfrage sei das zur Verfügung stehende Budget für das Programm "Sachsen-Anhalt speichert" ausgeschöpft, teilte die Investitionsbank auf ihrer Website mit. Eine Antragstellung sei momentan nicht mehr möglich. "Sobald weitere Haushaltsmittel bereitstehen, erfolgt eine Information", erklärte die Bank.

Grüne fordern Aufstockung der Förderung auf zehn Millionen

Die Grünen-Landtagsfraktion hatte auf den Stopp hingewiesen. Sie forderte eine Vervielfachung der Förderung für das Jahr 2023 auf zehn Millionen Euro.

2,9 Millionen Euro aufgebraucht

Erst vergangenen Freitag hatte das Energieministerium die Förderung vorgestellt. Für Privathaushalte gibt es einen Zuschuss von bis zu 7.500 Euro für die Anschaffung und Errichtung der Speicher für Photovoltaikanlagen auf Dächern. Bis Ende 2023 stünden aus dem Programm "Sachsen-Anhalt speichert" 2,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Ministerium prüft Aufstockung

Armin Willingmann
Armin Willingmann Bildrechte: dpa

Wie das Landesenergieministerium am Mittwoch mitteilte, wird aktuell geprüft, ob noch weiteres Geld bis Ende des Jahres eingesetzt werden kann. Energieminister Armin Willingmann (SPD) sagte: "Das hohe Interesse am Speicherprogramm zeigt eindrucksvoll auf, dass der Ausbau Erneuerbarer Energien in Sachsen-Anhalt nicht nur politisch wünschenswert ist, sondern dass auch seitens der Bevölkerung ein hohes Interesse daran besteht."

Willingmann zufolge handelt es sich beim aktuellen Förderstopp durch die Investitionsbank lediglich um eine vorübergehende Unterbrechung der Antragsannahme, um die ordnungsgemäße Bearbeitung der Anträge sicherzustellen. "Ich halte es weiterhin für sinnvoll, das Speicherförderprogramm weiter aufzustocken. Hier gilt es, noch bestehende Vorbehalte durch weitere Gespräche abzubauen." Mit Freigabe des Landeshaushalts 2023 sollten wieder Anträge bei der Investitionsbank gestellt werden können, hieß es.

dpa, MDR (Moritz Arand, Susanne Ahrens)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 30. November 2022 | 16:00 Uhr

1 Kommentar

hinter-dem-Regenbogen vor 8 Wochen

Die Schwächen der sogenannten Energiewende werden immer sichtbarer. Nicht nur dass diese einen enormen Flächenbedarf (Flächenverbrauch-Flächenfraß) mit sich bringt, nein, auch dass die wirtschaftliche Sicherstellung des Transformationsprozeßes, zeitlich begrenzt, nur auf Zuführung öffentlicher Mittel (Steuergerlder) basiert, somit lediglich infolge eines Umverteilungsprozeßes. Bei der Transformation fließt nach meiner Auffassung, zu viel Kapital ins Ausland ab.
Wehe dem, wenn nichts mehr da ist, was man umverteilen kann ?

Mit anderen Worten, die Nachhaltigkeit solcher Anlagen kann nur durch massive Preissteigerungen und gesetzliche Zwänge an anderer Stelle erreicht werden.

Ökologie und Ökonomie liegen in der Transformation weit, weit auseinander.
Phlilosophen und Techniker hätten sich vorab zusammen tun müssen, bevor man die Welt rettet.
Nun scheint es, haben sich lediglich Psychologen und Banker in aller Herren Länder zusammengefunden, um eine "drohende Apokalypse" abzuwenden.

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