Historische Altstadt Trotz Denkmalschutz: Erste Solaranlagen auf Fachwerkhäusern in Wernigerode genehmigt

Wegen Denkmalschutzes und weil ein historisches Stadtbild aufrechterhalten werden soll, sind Solaranlagen auf Häusern in der Innenstadt von Wernigerode eigentlich nicht erlaubt. Die Stadt hat nun aber erste Anträge dafür genehmigt. Im Sommer hatte Sachsen-Anhalts Energieminister sich für solche Genehmigungen ausgesprochen.

Marktplatz in Wernigerode
Solaranlagen auf historischen Häusern sind in Wernigerode eigentlich nicht erlaubt. Das historische Stadtbild soll erhalten bleiben. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Wernigerode hat die ersten Genehmigungen für die Errichtung von Solaranlagen erteilt. In den Weltkulturerbestätten im Harz gibt es seit längerem Diskussionen darüber, ob in den Altstädten Solaranlagen auf Dächern installiert werden dürfen.

Solaranlagen dürfen Stadtbild nicht stören

Baudezernent Immo Kramer sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Verwaltung habe bereits sechs der acht gestellten Anträge von Hauseigentümern bewilligt. Kramer glaubt, andere Städte würden sich in dieser Hinsicht politisch an Wernigerode orientieren. Solaranlagen auf den Fachwerkhäusern sind in Wernigerode genehmigungsfähig, wenn sie nicht das Stadtbild stören.

Im Sommer hatte sich Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann (SPD) gegen pauschale Verbote von Photovoltaik-Anlagen ausgesprochen. Denkmalschutz dürfe nicht den Ausbau erneuerbarer Energien verhindern.

MDR (Elke Kürschner,Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 30. September 2022 | 19:00 Uhr

42 Kommentare

DER Beobachter vor 8 Wochen

Da war wohl das Reizwörtchen "Grüner Irrsinn" Grund für die 2 Daumen für Ihren Nonsens. Nun müssten Sie Patrioten und Konservativen nur noch erklären, warum Sie den Denkmalschutz abschaffen wollen. Na gut, passt schon, Ihre Ecke war ja noch nie patriotisch und konservativ, sondern nur billige kulturlose und dumme Hedonisten... Bitte MDR ausdrücklich um Freigabe...

DER Beobachter vor 8 Wochen

Hm - es wird ja recht gern seitens der alten Lobby vor Bränden an Panel-Anlagen oder E-Autos gewarnt. Habs mal sowohl auf deutsch auch auf englisch durchs Netz gejagt, komme aber auf relativ wenig Handfestes jedenfalls für Europa einschließlich gerade der Gegenden, wo das mittlerweile relativ normal ist. Unternehmen, Unternehmendberater und Behörden geben dazu schon fast mehr Tipps als es zu "traditionellen" Bränden gibt...

DER Beobachter vor 8 Wochen

Ich nehme an, das geht nur bei Neubau- oder Totalsanierungsprojekten. Was halten Sie übrigens von der Idee, das Kopfsteinpflaster am Neumarkt an der Frauenkirche rauszureißen und wieder Erde und Schweinedung und Nachttopfinhalte zu verbreiten ;) ?

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