Kultur ans Netz III Landesregierung plant weitere Corona-Hilfen für Künstler

Sachsen-Anhalt will freischaffende Künstlerinnen und Künstler weiterhin unterstützen. Das Land bereitet eine dritte Auflage des Förderprogramms "Kultur ans Netz" vor. Das Geld ist dazu gedacht, die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern.

Der Landtag von Sachsen-Anhalt.
Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt plant ein weiteres Hilfspaket für Künstler. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalt will weitere Corona-Hilfen für freischaffende Künstlerinnen und Künstler bereitstellen. Laut Landesregierung stehen die Vorbereitungen der dritten Auflage des Förderprogramms "Kultur ans Netz" kurz vor dem Abschluss. Der Beginn der Maßnahme habe sich durch notwendige Abstimmungen verzögert. Antragsstart solle nun der 11. Januar sein.

Die Landesregierung hat die Gelder für die Kultur vorgesehen, um die Folgen der Pandemie abzufedern. Von Seiten der Landesregierung hieß es, es stünden knapp 2,8 Millionen Euro für freischaffende Künstlerinnen und Künstler im Kulturbereich zur Verfügung.

Vorherige Hilfen wurden nur zum Teil abgeschöpft

Sachsen-Anhalt hatte in der Vergangenheit bereits mehrere staatliche Hilfsprogramme für die Kulturszene in der Corona-Pandemie aufgelegt. Die Mittel wurden jeweils nur zu einem Teil in Anspruch genommen. Wie aus einer SPD-Landtagsanfrage hervorging, wurde nur etwas mehr als ein Drittel der Summe abgerufen. Als Grund hatten viele Künstler angegeben, dass die Anträge zu kompliziert gewesen seien.

dpa, MDR (Leonard Schubert, Simon Kremer)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 03. Dezember 2022 | 14:00 Uhr

3 Kommentare

kleiner.klaus77 vor 8 Wochen

Ganz ehrlich, ich kann dieses früher in der DDR nicht mehr hören! Viele Menschen haben die DDR nicht mehr bewusst erlebt oder leben schon die meiste Zeit ihres Lebens in der Bundesrepublik!

Hallebewohner vor 8 Wochen

Bedeutet freischaffend nicht, dass man unabhängig vom Staat ist? Wenn man staatliche Unterstützung bekommt, weil man als Künstler keinen Beruf im öffentlichen oder sozialen Bereich oder der Wirtschaft ausübt, dann ist man auch nicht mehr freischaffend, sondern wird auf Kosten der Steuerzahler versorgt.

Haller vor 8 Wochen

Künstler, Kabarett hatte in der DDR immer Zulauf wenn da nicht der Partei das Wort geredet wurde.

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