Das Rathaus Wernigerode wird von violettem Licht angestrahlt.
In Wernigerode und Magdeburg ist am Sonntag mit einer Lichtinstallation auf die Probleme von Frühgeborenen aufmerksam gemacht worden. Bildrechte: Tobias Kascha

Aufmerksamkeit schaffen Wernigerode: Rathaus erstrahlt in ungewöhnlicher Farbe

17. November 2024, 18:25 Uhr

Das Rathaus in Wernigerode hat am Sonntag violett geleuchtet. So sollte auf die Herausforderungen und Bedürfnisse frühgeborener Kinder aufmerksam gemacht werden. Auch das Universitätsklinikum Magdeburg beteiligt sich an der Aktion.

In Wernigerode im Landkreis Harz ist am Sonntag das Rathaus in ungewöhnlicher Farbe angestrahlt worden. Mit der Lichtinstallation sollte auf die Herausforderungen und Bedürfnisse frühgeborener Kinder aufmerksam gemacht werden, teilte das Harzklinikum mit. Deshalb war das Rathaus in Aubergine (dunkles Violett) beleuchtet.

Stichwort Frühgeburt Von einer Frühgeburt spricht man, wenn ein Baby vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommt. Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Wegen der nicht abgeschlossenen Entwicklung drohen vor allem extremen Frühchen gesundheitliche Probleme, die bis zu schweren Behinderungen reichen können. Häufigste Spätfolgen sind Entwicklungsverzögerungen, Atemwegserkrankungen, motorische Störungen, Aufmerksamkeitsprobleme und Essstörungen.

Auch das Universitätsklinikum Magdeburg beteiligt sich nach eigenen Angaben an der Aktion. So war dort ab 15 Uhr die gesamte Frontseite des Gebäudes der Uniklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Stadtteil Stadtfeld in purpurnes Licht getaucht.

Anlass für die Lichtinstallation in Wernigerode und Magdeburg ist der Welt-Frühgeborenen-Tag am 17. November. Weltweit leuchten Bauwerke in Purpur, Lila oder Aubergine, um auf die besondere Startsituation der Allerkleinsten hinzuweisen. Etwa jedes zehnte Neugeborene kommt zu früh auf die Welt. Allein in Deutschland entspricht das einer Zahl von rund 60.000 Kindern jährlich. Der Aktionstag soll den Blick auf die speziellen medizinischen und emotionalen Anforderungen lenken, die mit einer Frühgeburt einhergehen.

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MDR (Norma Düsekow, Hannes Leonard), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 17. November 2024 | 11:00 Uhr

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