"Sind an kritischem Punkt" Feuerwehr sucht über Sachsen-Anhalt mit Flugzeugen nach Waldbränden

Mit einem Piloten, einem Beobachter und einem Förster an Bord fliegen zwei Kleinflugzeuge derzeit Routen über Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ab, um nach Rauchbildungen Ausschau zu halten. Waldbrände sollen so möglichst früh erkannt werden. Die Gefahr neuer Feuer ist sehr hoch.

Kleinflugzeug mit der Aufschrift Feuerwehr startet.
Mit Hilfe zweier Cessnas des Feuerwehrflugdienstes Niedersachsen sollen auch in Sachsen-Anhalt aus der Luft Waldbrände frühzeitig erkannt werden. Bildrechte: dpa

Um neue Waldbrände zu erkennen, setzen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt jetzt auf zwei kleine Flugzeuge. Die Maschinen vom Typ Cessna mit einem Piloten, einem Beobachter und einem Förster an Bord fliegen diese Woche in einigen Gebieten der Bundesländer ihre Routen ab, um nach Rauchbildung Ausschau zu halten

"Wir sind an einem kritischen Punkt", begründete Thomas Friedhoff, Referent des Feuerwehrflugdienstes Niedersachsen. Der sogenannte Graslandfeuerindex steige landesweit auf Stufe 4 von 5, der Boden sei trocken. Im Harz sei die Situation teilweise extrem.

Flugzeuge fliegen fünf verschiedene Routen ab

In der Mittelgebirgsregion hatten in diesem Jahr bereits mehrfach Waldflächen gebrannt. Zuletzt musste die Feuerwehr am Montag eine Fläche nahe Thale löschen. Mit der aktuellen Hitzewelle könnten weitere Feuer ausbrechen.

Seit dieser Woche heben die Flieger nach Friedhoffs Angaben in Lüneburg und Hildesheim ab. Je nach Wetterlage und Waldbrandstufe fliegen sie dann fünf verschiedene Routen ab und können auch gezielt Gebiete in Augenschein nehmen.

Je früher ein Brand ausfindig gemacht werde, desto leichter fielen normalerweise die Löscharbeiten und desto geringer sei der Umweltschaden. Spätestens im Oktober soll die Brandüberwachung via Flugzeug eingestellt werden.

dpa,MDR (Daniel Salpius)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 19. Juli 2022 | 10:00 Uhr

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