Ein Krankenwagen steht unter einem Schild mit der Aufschrift "Notaufnahme"
Die Hitze in Thüringen macht vielen Menschen zu schaffen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Wetter Hitze führt zu mehr Andrang in Thüringer Notaufnahmen

21. Juni 2023, 11:22 Uhr

Dehydration, Erschöpfung und Kreislaufprobleme: Die anhaltende Hitze macht vielen Menschen in Thüringen zu schaffen. Vor allem Älteren. Die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind deshalb voller als üblich. Auch die Bergwacht hat mehr zu tun.

Die anhaltende Hitze bekommen derzeit auch die Notaufnahmen in Thüringen zu spüren. Wie eine Sprecherin des Helios-Klinikums in Erfurt sagte, kommen mehr Patienten als üblich ins Notfallzentrum. Betroffen seien vor allem ältere Menschen, die dehydriert und erschöpft seien und Kreislaufprobleme hätten.

Auch bei chronisch kranken Patienten mache sich die drückende Hitze bemerkbar. Bei vielen habe sich der Gesundheitszustand verschlechtert. Auch das SRH-Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda meldete einen Anstieg der Patientenzahlen, die unter der Hitze leiden und deshalb in die Klinik kommen. Genaue Zahlen liegen jedoch nicht vor.

Viele Einsätze bei der Bergwacht

Dagegen konnte das Weimarer Sophien- und Hufeland-Klinikum keinen offensichtlichen Anstieg der Patientenzahlen verzeichnen. Auch nach Angaben der Zentralklinik Bad Berka im Weimarer Land ließen sich nicht mehr Patienten als sonst auch wegen Wetterbeschwerden behandeln.

Das gute Wetter führte zudem zu vielen Einsätzen für die Bergwacht. Demnach haben die Retter der Bergwacht Oberhof allein am vergangenen Wochenende im Rahmen einer Mountainbike-Veranstaltung am Fallbachhang 28 Sportlerinnen und Sportler versorgt. Vier von ihnen seien so schwer gestürzt, dass sie von der Strecke abtransportiert und im Krankenhaus weiter behandelt werden mussten. Auch außerhalb der Veranstaltung wurden die Retter in den vergangenen Wochen zu sechs weiteren Unfällen mit Radfahrern gerufen.

Regen sorgt für drückende Schwüle

Der Deutsche Wetterdienst hatte vor starker Wärmebelastung gewarnt. Nach dem Regen am Dienstagmorgen war es in vielen Teilen Thüringens wegen der hohen Luftfeuchtigkeit drückend schwül geworden. Am Mittag lagen die Temperaturen in Rudolstadt bei etwa 30 Grad Celsius.

Am Montag war der bislang heißeste Tag des Jahres mit Temperaturen über 30 Grad gemeldet worden - in Rudolstadt zeigten die Thermometer mehr als 32 Grad Celsius an.

MDR (Oliver Leiste)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 20. Juni 2023 | 19:00 Uhr

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