Paradies Wegen nächtlicher Partys: Jena plant "Beauftragten der Nacht"

Um nächtlichen Freiluft-Partys im Sommer zu begegnen, will die Stadt Jena einen "Beauftragten der Nacht" einsetzen. Das Konzept dafür werde derzeit entwickelt, teilte die "Lenkungsgruppe Paradies 21" mit. Sie war im vergangenen Jahr gebildet worden, nachdem es im Jenaer Paradies mehrfach Ruhestörungen, Vandalismus und Konflikte zwischen verschiedenen Gruppen gegeben hatte. Ziel der Lenkungsgruppe ist laut Stadt, für Entspannung der Lage insbesondere im Paradies zu sorgen.

Nun sollen alle Betroffenen und Beteiligte der Freiluft-Feiern in mehreren Workshops zu Wort kommen. Am Montagabend haben vor allem Anwohner und Ortsteilräte das Wort. Der Beginn der Veranstaltung ist für 18 Uhr im historischen Rathaus am Markt geplant. Alle Interessierten sind dazu eingeladen. Wie es hieß, sollen an vier Themen-Tischen Impulse zur Nachtkulturvertretung gesammelt werden.

Suche nach geeigneten Party-Flächen in Jena bisher erfolglos

Fachlich begleitet wird der Workshop von einer Kulturmanagerin aus Leipzig. Jenas Ordnungsdezernent Benjamin Koppe (CDU) sagte, sie solle von ihren Erfahrungen berichten, wie die Interessen von Partygästen, Anwohnern, Clubbesitzern, Gewerbetreibenden, Verwaltung und Polizei in Einklang gebracht werden können. Eine respektvolle Kommunikation und das Einbinden aller Interessengruppen seien wichtig, so Koppe. Seit vergangenem Sommer läuft auch die Suche nach geeigneten Freiflächen für nächtliche Kulturveranstaltungen und Partys - bislang mit wenig Erfolg.

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MDR (uka)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. Juni 2022 | 08:30 Uhr

8 Kommentare

Stealer vor 8 Wochen

"Beauftragter der Nacht"

Da stelle ich mir so eine Art Batman vor, der aus der Dunkelheit erscheint und die Missetäter aufmischt. Aber ich schätze mal, es wird irgendwas anderes...

Jedimeister Joda vor 8 Wochen

Könnte man da nicht wegziehen. Allein schon wegen des Krachs könnte ich mir das vorstellen. Die vielen Menschen der Verkehr der Müll die Parkgebühren die Parkplatznot die Kriminalität und die teuren Wohnungen und noch viele andere gute Gründe. Joda

kleiner.klaus77 vor 9 Wochen

@USc
Ich denke, er will zu den OB-Wahlen im Jahr 2024 antreten und da heißt schon einmal bei den zukünftigen Wählern zu punkten, und viele in Jena stehen da offenbar auf Autorität und eine harte Hand!

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