Nachrichten Ost-Thüringen um 21:30 Uhr


Gera|Ronneburg: Großeinsatz nach Fluchtversuch

In Ronneburg im Kreis Greiz läuft ein Großeinsatz der Polizei. Dabei wurden auch Schüsse auf ein Fluchtauto abgegeben, wie die Polizei am Dienstagnachmittag mitteilte. Verletzt wurde niemand. Der Polizei zufolge hatten zwei Männer und eine Frau auf einem Supermarktplatz in Gera-Trebnitz Autokennzeichen gestohlen und waren anschließend mit einem Auto geflüchtet. Sie durchbrachen mit ihrem Fahrzeug eine Kontrollstelle in Ronneburg und stießen dabei mit einem Polizeiauto zusammen. Daraufhin wurde auf die Reifen des Fluchtautos geschossen. Auch ein Hubschrauber und ein Spürhund wurden eingesetzt. Einer der Verdächtigen wurde inzwischen gefasst. Auch das Fluchtauto wurde sichergestellt. Ein weiterer Mann und eine Frau sind nach wie vor auf der Flucht.


Saalfeld: Schulen im Landkreis ab 19.April zu

Die Schulen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt werden ab Montag (19. April) wieder geschlossen. Das gelte zunächst für zwei Wochen, teilte der Pandemiestab am Dienstagnachmittag mit. Nicht betroffen seien die Abschlussklassen. Gründe für den Schritt seien die steigende Belegung der Intensivbetten in den Thüringen-Kliniken, aber auch das erneute Ansteigen des Inzidenzwertes auf über 200. Eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klassen wird angeboten. Kindergärten bleiben kommende Woche weiter geöffnet. Der Schulbetrieb war nach den Osterferien erst am Montag wieder gestartet. Dabei sei es, so das Landratsamt, wegen der Maskenpflicht zu Drohungen gegen Schulleiterinnen und Schulleiter sowie das Lehrpersonal gekommen. Landrat Marko Wolfram sagte, das Informationschaos in diesem Zusammenhang sei zwar durchaus kritikwürdig. Es rechtfertige aber in keiner Weise Drohungen gegen Schulleiter oder Lehrer. Er forderte einen respektvollen Umgang miteinander. Wie das Landratsamt weiter mitteilte, sind die Schnelltests in den Schulen schrittweise angelaufen. Von den 43 Schulen im Landkreis haben ab Montag elf Schulen Selbsttests angeboten. Von knapp 1.300 Schülerinnen und Schülern hätten 800 das Angebot angenommen. Vier Schnelltests fielen demnach positiv aus.


Jena: Höhere Schutzauflagen für Schulen und Kitas

Die Stadt Jena will einen besseren Infektionsschutz in Schulen und Kindergärten durchsetzen. Das regelt eine neue Allgemeinverfügung, die ab Donnerstag gilt. Demnach dürfen Eltern die Einrichtungen nicht mehr betreten. Außerdem wird im Unterricht dann nicht mehr gesungen oder musiziert. Sportunterricht in geschlossenen Räumen ist ebenfalls verboten. Ab Freitag sollen die Kinder dann die Selbsttest-Angebote der Einrichtungen nutzen. Eine Testpflicht für Schüler gebe es aber nicht, sagte ein Stadtsprecher. Auch ungetestete Kinder dürften Schulen und Kindergärten besuchen. Mit den strengen Regeln will die Stadt die Einrichtungen offenhalten, obwohl der Inzidenzwert seit mehreren Tagen über 150 liegt.


Weida: Drei Leichtverletzte bei Großbrand

Bei dem Großbrand in der Weidaer Innenstadt (Landkreis Greiz) sind am Dienstagmorgen drei Menschen leicht verletzt worden. Das sagte eine Polizeisprecherin MDR THÜRINGEN. Sie hatten zu viel giftigen Rauch eingeatmet. Unter den Verletzten sind zwei Feuerwehrleute. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Mittag an. Die Bracke brannte nach bisherigen Erkenntnissen vollständig nieder. Auch die in der Baracke stehenden Fahrzeuge wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Tiere, die vor Ort waren, konnten gerettet worden. Der Brand war am frühen Morgen in einem Wohn- und Geschäftshaus am Markt ausgebrochen. Gegen 5:30 Uhr war der Alarm bei der Feuerwehr eingegangen. Kurz darauf griffen die Flammen auf ein benachbartes Gebäude über. 23 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Polizei gab zwischenzeitlich eine amtliche Gefahrenwarnung heraus. Wegen starker Rauchentwicklung sollten Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten. Zur Brandursache gibt es derzeit noch keine Information.


Berga: Baumfällaktion ohne Zwischenfälle

Die Baumfällungen rund um Berga im Landkreis Greiz sind abgeschlossen. Bürgermeister Heinz-Peter Beyer sagte MDR THÜRINGEN, es habe keine Probleme gegeben. Seit Montag waren insgesamt 500 morsche Bäume gefällt und per Hubschrauber abtransportiert worden. Da die Bäume an den steilen Hängen rund um Berga standen, wurde der Hubschrauber für den Transport gebraucht. Etliche Anwohner mussten für mehrere Stunden ihre Häuser verlassen, weil der Hubschrauber darüber hinwegflog. Die Aktion kostete rund 250.000 Euro. Das Land Thüringen bezahle davon 90 Prozent, so der Bürgermeister.


Ronneburg | Gera: 60.000 Euro Schaden nach A4 nach Lkw-Unfall

Bei einem Verkehrsunfall auf der A4 zwischen Ronneburg und Gera-Leumnitz ist ein Lkw-Fahrer schwer verletzt worden. Der Mann war laut Polizei kurz nach der Anschlussstelle Ronneburg (Landkreis Greiz) in einen Sattelzug gekracht und im Fahrerhaus eingeklemmt worden. Der Verkehr in Fahrtrichtung Frankfurt/Main konnte erst gut zwei Stunden nach dem Unfall wieder auf einem Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Der sachschaden wird auf circa 60.000 Euro geschätzt.


Gera: Führerscheinstelle "bis auf Weiteres" geschlossen

Die Führerscheinstelle in Gera ist bis auf Weiteres geschlossen. Das hat die Stadtverwaltung am Dienstagnachmittag mitgeteilt. Sie nannte personelle Gründe dafür. Wie lange die Führerscheinstelle geschlossen ist, wurde nicht mitgeteilt.


Uhlstädt-Kirchhasel: Flößerei soll auf Unesco-Liste Immaterielles Weltkulturerbe

Die Flößerei in Uhlstädt-Kirchhasel (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) ist Anwärter für einen Eintrag in die Kulturerbe-Liste der Unesco. Die Bundesrepublik Deutschland hat der Kultur- und Bildungsorganisation der Vereinten Nationen vorgeschlagen, die Flößerei als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anzuerkennen. Wie der Pressesprecher des Flößervereins in Uhlstädt-Kirchhasel MDR THÜRINGEN sagte, wird die Unesco voraussichtlich Ende des Jahres 2022 darüber entscheiden. Der Flößerverein in Uhlstädt-Kirchhasel erhofft sich davon, die Region bei Touristen aus der ganzen Welt bekannter zu machen. Außerdem trage der Titel dazu bei, die Tradition der Flößerei für die nächsten Generationen zu erhalten. Die Flößerei ist der Transport von Holz auf dem Wasserweg. Seine Blütezeit erlebte das Handwerk in Europa zwischen dem Mittelalter und der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es entstanden Flöße oder Holzstammgebinde, die bis zu 600 Meter lang und 50 Meter breit waren. Heute findet das alte Handwerk wieder zunehmend Verbreitung. Flößereivereine hielten das traditionelle Wissen wach. Mit dem Titel "Immaterielles Kulturerbe" würdigt die Unesco lebendige Traditionen wie Tanz, Theater, Musik oder Handwerkstechniken.


Jena: LUCAS instruments feiert Baufest am neuen Firmenbau

Das High-Tech-Unternehmen LUCAS instruments baut derzeit ein neues Firmengebäude im Südwesten von Jena. Am Dienstag hat das mittelständische Unternehmen den weiteren Baufortschritt gefeiert. Der Neubau entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Betriebsküche des Zeiss-Südwerkes unweit des Westbahnhofes. Er soll bis zum Sommer nächsten Jahres bezugsfertig sein. Auf sieben Etagen sind neben Büroflächen auch Räume für Forschung- und Entwicklung, Fertigungsbereiche sowie Labore geplant. Laut Unternehmen sind Flächen bereits an zwei andere Jenaer Firmen vermietet. Für einige Teilflächen suchen die Bauherren noch Mietinteressenten. Das Familienunternehmen LUCAS instruments ist auf die Entwicklung und Fertigung elektronischer und mechanischer Geräte, Leiterplattenbau und LED Technik spezialisiert. Es wurde 1990 von Thomas Lucas gegründet und beschäftigt derzeit 26 Mitarbeiter. Mit ihren Räumlichkeiten am alten Standort war die Firma an ihre Grenzen gestoßen. Um zudem qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen und Raum für technische Neuheiten zu haben, brauche es anspruchsvolle Flächen und komfortable Arbeitsbedingungen.


Tanna: 15 Säcke Müll an Teich entsorgt

Fünfzehn Säcke Hausmüll hat eine Frau im Saale-Orla-Kreis einfach an einem Karpfenteich entsorgt. Wie die Polizei mitteilte, hatten Passanten am Montag das beobachtet und den Beamten gemeldet. Die fanden in den Säcken persönliche Schriftstücke, die auf den Verursacher hindeuteten. Die 31-jährige Verdächtige räumte schließlich ein, den Müll entsorgt zu haben. Warum sie es getan hat, bleibt zunächst ihr Geheimnis. Der Frau droht nun eine empfindliche Geldbuße. Außerdem musste sie die Säcke umgehend wieder mitnehmen.

Mehr aus Ostthüringen

Mehr aus Thüringen