Schülerinnen und Schüler nehmen im Klassenzimmer einer 9. Klasse der Gemeinschaftsschule Leutenbach am Geografieunterricht mit Hilfe von Laptops und Tablets teil.
Zur Digitalisierung an den Schulen gehört auch ein zuverlässiger und schneller Netzzugang. Bildrechte: picture alliance/dpa | Marijan Murat

Digitalisierung Mehr Tempo im Unterricht: Thüringer Schulen bekommen schnelles Internet

08. August 2023, 10:39 Uhr

Damit Thüringer Schülerinnen und Schüler in Zukunft zuverlässiger gleichzeitig Tablets und Co. nutzen können, wird in der Ferienzeit gebaut: Viele Schulen im ganzen Land sollen momentan an schnelles Internet angeschlossen werden.

Viele Thüringer Schulen bekommen in den Sommerferien Anschlüsse an schnelles Internet. Wie eine MDR THÜRINGEN-Umfrage bei den Landkreisen und kreisfreien Städten ergab, investieren die Schulträger in unterschiedliche Bauprojekte über den Sommer. Damit sollen Tablets, Laptops oder Whiteboards in Zukunft zuverlässig von allen Schülern gleichzeitig genutzt werden können. Ein Überblick:

Südthüringen: Investitionen in Internet und PV-Anlagen

In Südthüringen wird es schnell: Der Kreis Sonneberg lässt beispielsweise für etwa eine halbe Million Euro schnelles Internet einrichten. Laut Landratsamt profitieren unter anderem die Grundschule in Judenbach, das Gymnasium Sonneberg und die Gemeinschaftsschule in Schalkau von der Digitalisierung.

Im Kreis Schmalkalden-Meiningen wird zudem Geld in Photovoltaik-Anlagen investiert. Allein 150.000 Euro werden nach eigenen Angaben in Arbeiten an der Regelschule Wasungen gesteckt. Dort werden beispielsweise Module auf der Sporthalle installiert.

Ostthüringen: Neue Datentechnik und ein Werkraum in Altenburg

Auch in Ostthüringen wird investiert: Anschlüsse ans schnelle Internet bekommen auch die Schulen im Kreis Saalfeld-Rudolstadt in den Sommerferien. Der Kreis hat knapp 400.000 Euro in Daten-Technik gesteckt.

Neben Digitalisierungsarbeiten stehen auch hier noch andere Bauprojekte auf dem Plan: Im Altenburger Land flossen rund 220.000 Euro an Schulen. Zum Beispiel können sich die Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-Schule in Altenburg über einen neuen Werkraum freuen. Im Saale-Orla-Kreis finden während der Sommerferien an drei Vierteln aller Schulen Wartungsarbeiten statt.

Nordthüringen: Bessere Anbindung in Kreisen Nordhausen und Kyffhäuser

In Nordthüringen wird derzeit in der Regelschule Wolkramshausen oder auch an den Schulen in Nohra und Bleicherode an einer besseren Netzanbindung gearbeitet. Entsprechende Daten-Technik sollen auch Schulen im Kyffhäuserkreis und dem Eichsfeld bekommen.

Und auch an sieben Schulen im Unstrut-Hainich-Kreis wird während der Sommerferien gebaut. Wie das Landratsamt informiert, geht in Bad Tennstedt die Generalsanierung der Regelschule weiter. Bis zu Beginn des neuen Schuljahres werden die Speiseräume der Sonnenhof-Grundschule Bad Langensalza und die Höfe der Petrischule Mühlhausen und der Weberstedter Regelschule fertiggestellt. In diese drei Schulen werden den Angaben nach insgesamt zwei Millionen Euro investiert.

Fortgeführt wurden auch die Arbeiten an der Außensportanlage des Salza-Gymnasiums in Bad Langensalza, die Arbeiten sollen im September beendet werden. Bis Dezember sollen das schnelle Internet an der Regelschule Schlotheim und die neue Elektroanlage am Förderzentrum in Mühlhausen funktionieren.

Mittelthüringen: Eher kleinere Sanierungsarbeiten in den Ferien

Traditionell nutzt auch die Stadt Weimar die Sommerferien für kleinere und größere Sanierungsarbeiten in den Schulen. So bekommt unter anderem das Schiller-Gymnasium zwei neue Klassenräume. Im Humboldt- Gymnasium werden die Klassenräume schrittweise saniert. Größtes Projekt bleibt der Neubau der Jenaplan-Schule. Hier hat inzwischen der Innenausbau begonnen.

Einen Überblick, wann in Erfurt in den kommenden Jahren überall saniert wird, geben wir Ihnen hier.

Abiturientin Pia Roth (Mitte) an ihrem letzten Schultag am Johann-Gottfried-Seume-Gymnasium Vacha. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden feiert sie das Ende einer zwölfjährigen Schulzeit. 30 min
Abiturientin Pia Roth (Mitte) an ihrem letzten Schultag am Johann-Gottfried-Seume-Gymnasium Vacha. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden feiert sie das Ende einer zwölfjährigen Schulzeit. Bildrechte: MDR / Robert Löwig
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Großbaustellen wirtschaftlicher als Ferien-Projekte

Neben den temporären Ferien-Reparaturen stecken die Schulträger dabei aber noch wesentlich mehr Geld in langfristige Großprojekte. So wird in Jena für 23 Millionen Euro unter anderem die Gemeinschaftsschule an der Trießnitz saniert und erweitert. Und aus dem Wartburgkreis heißt es: Großbaustellen sind grundsätzlich wirtschaftlicher als kleine Projekte während der Ferien.

MDR (ls/dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 08. August 2023 | 08:00 Uhr

24 Kommentare

astrodon vor 36 Wochen

@HV007: Da müssen Sie schon konkreter werden, welche Schule ist gemeint? Auf den Seiten des TMBJS noch auf den Seiten zweier Gymnasien, einer TGS und einer Grundschule konnte ich keinerlei Hinweise entdecken.

Tom0815 vor 36 Wochen

@DanielSBK
Können Sie Ihre Kritik bitte etwas spezifischer äußern. So sind da ja nur hingeworfene Phrasen ohne jegliche Begründungen und Argumente aber viel Schwarzmalerei. Falls Sie das (so wie ich) in der Schule früher gelernt haben (Früher war ja eh alles besser) könnten Sie diese erworbenen Fähigkeiten ja hier sehr gut anwenden und demonstrieren. Passt perfekt zum Thema. ;-)

Diskurs123 vor 36 Wochen

Ein Hinweis an die Redaktion: dieser Artikel ist ein wenig irreführend, da die Maßnahmen im Zuge des DigitalPakt Schule (Paket von 5,5 Milliarden des Bundes zum digitalen Ausbau der Schulen) zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur an Schulen mit grundständigen Sanierungsmaßnahmen der Schulträger in einen Topf geworfen werden. Der Anschluss der Schulen ans schnelle Internet dürfte mit den Mitteln des DigitalPakt geschehen sein, dieser läuft Ende des Jahres 2023 aus. D. h., dass bis dahin alle Arbeiten abgeschlossen sein müssen. Wenn Sie in Ihrem Artikel die Willenserklärung des Stadtrats zur geplanten Sanierungen der Erfurter Schulen aufzeigen, verzerrt das die Tatsachen. Die Leser denken, alles läuft super. Das entspricht nicht den Tatsachen.
Im Übrigen erscheint eine Umfrage bei den verantwortlichen Schulträgern ein wenig dünn als Basis einer journalistischen Recherche!

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