14.07.2019 | 10:00 Uhr | MDR FERNSEHEN und MDR KULTUR im Radio Katholischer Gottesdienst aus der Dominikanerkirche Leipzig

Pater Bernhard Venzke
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Am 14. Juli wird in der Klosterkirche St. Albert in Leipzig-Wahren mit einem Gottesdienst der Abschluss der Religiösen Kinderwoche (RKW) gefeiert. Diese Kinderwoche gibt es seit den 1950er-Jahren in katholischen Gemeinden in Ostdeutschland. Die Mädchen und Jungen aus Leipzig waren eine Woche gemeinsam an der Ostsee. Ihre Erlebnisse fließen in den Gottesdienst mit ein. Es predigt Pater Bernhard Venzke. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Kinderchor der Gemeinde.

Die Pfarrei St. Albert zählt etwa 800 Mitglieder, die sich in zahlreichen Gruppen einbringen, zum Beispiel im Albertusverein für soziale Belange im St. Albert-Kreis oder im Ökumenischen Bibelkreis. Auch im Kinder- und Jugendbereich ist die Gemeinde mit Ministranten, Pfarrjugend, Religionsunterricht, Jugendchor und der jährlichen Religiösen Kinderwoche aktiv. Vorbereitet wird diese Woche von Jugendlichen in der vorangehenden "Ora et labora"-Woche.

In der Klosterkirche St. Albert im Dominikaner-Kloster in Leipzig haben sich am 03.12.2001 Nonnen, Mönche und Gäste zum Morgengebet im Altarraum versammelt.
Blick Richtung Altarraum in der Klosterkirche St. Albert im Dominikanerkloster in Leipzig-Wahren. Bildrechte: dpa

Parallel zur heute selbständigen Pfarrei besteht am Ort seit 1931 das Dominikanerkloster St. Albert. 1951 bis 1952 wurde eine Kirche gebaut, bis dahin begingen die Katholiken aus Wahren und Umgebung ihre Gottesdienste in einer Kapelle im Wohngebäude des Klosters. 1996 begannen Planungen zu einem Klosterneubau. Zwei Jahre später konnte das Ensemble aus Klosterneubau, Kirche, Pfarrhaus und offenem Vorplatz eingeweiht werden.

St. Albert - Namensgeber und Pfarrpatron Albertus (dt. Albert), um 1200 geboren, ist ein deutscher Gelehrter und Bischof. Sein vielseitiges Wissen bringt ihm den Namen Magnus "der Große" ein. Albertus tritt 1223 dem gerade gegründeten Dominikanerorden bei. Er promoviert 1245 zum Magister der Theologie und kommt 1248 nach Köln. Dorthin folgt ihm auch seine Schüler Thomas von Aquin. 1260 übernimmt Albertus die Leitung des zerrütteten Bistums Regensburg, das er binnen drei Jahren konsolidieren kann. Er kehrt nach Köln zurück und stirbt dort 1280.

Schon zu seinen Lebzeiten gilt Albertus als Autorität, als universeller Denker und größter deutsche Gelehrte.

1931 wird Albertus Magnus heiliggesprochen, seit 1941 ist er Schutzpatron der Wissenschaftler.