Religion & Gesellschaft

Aktuell

Debatte um Dienstpflicht

Soldaten der Bundeswehr
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Dom zu Halberstadt

Bildungspolitik

Gebärdensprache

Gebärdensprachdolmetscherin für Konzerte "Singen" mit dem ganzen Körper

Als Gebärdensprachdolmetscherin übersetzt Laura M. Schwengber Liedtexte für Gehörlose. Das erfordert viel Vorbereitung und vollen Körpereinsatz.

Eine Frau mit kurzen Haaren und rotem Lippenstift strahlt in die Kamera.
Laura M. Schwengber möchte am liebsten geduzt werden, ist erfrischend jugendlich und cool – und übersetzt authentisch die verschiedensten Musikstile. Von Punk, Heavy Metal bis hin zu Hip Hop ist alles dabei. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla
Eine Frau mit kurzen Haaren und rotem Lippenstift strahlt in die Kamera.
Laura M. Schwengber möchte am liebsten geduzt werden, ist erfrischend jugendlich und cool – und übersetzt authentisch die verschiedensten Musikstile. Von Punk, Heavy Metal bis hin zu Hip Hop ist alles dabei. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla
Ein Kamerateam filmt bei einer Art Soundcheck.
Für Gehörlose kann sie selbst Klassik erlebbar machen, wie hier bei "Ostrock meets Klassik" in Magdeburg. Der Soundcheck gehört für sie wie für die Musiker natürlich auch dazu. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla
Musiker geben eine Konzert. Eine Frau steht neben der Bühne und übersetzt das Konzert in Gebärdensprache.
Laura ist der Rockstar unter den Gebärdendolmetschern. Auf der Magdeburger Seebühne spielt sie mit den "Zonenrockern" und einem Orchester. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla
Eine junge Frau steht neben der Bühne und übersetzt etwas in Gebärdensprache.
Für Menschen, die nicht hören können, macht sie Gesang und Melodie sichtbar. Es ist eine Ganzkörpersprache. Mit ihren Händen, Armen, Gesicht und oft mit dem ganzem Körper transportiert sie die Musik über Sinnesgrenzen hinweg. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla
Mitklatschendes Publikum bei einem Konzert.
In der ersten Reihe sitzen in Magdeburg mehrere Hörgeschädigte, die ohne Laura kein Wort verstehen würden. "Sehr gut gedolmetscht, prima und sie bewegt sich auch ganz toll dazu, kann man sehr gut nachvollziehen", ist eine Gehörlose begeistert. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla
Eine junge Frau steht neben der Bühne und übersetzt etwas in Gebärdensprache.
Laura stammt eigentlich aus dem Spreewald, hat vor zehn Jahren in Magdeburg angefangen Gebärdendolmetschen zu studieren und lebt heute in Berlin. Sie tritt mit Bands wie Revolverheld oder Kraftklub auf und begeistert mit ihrem Ausdruck auch das hörende Publikum. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla
Ablaufplan  für das Konzert Ostrock meets Classik.
Eigentlich wollte sie selbst Sängerin werden, doch ihre Gesangslehrerin sah nicht genug Talent. Nun steht sie doch auf der Bühne. Die Songs, die sie "übersetzt", muss sie beinahe auswendig können. Der Ablaufplan klebt immer vor ihr auf dem Boden. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla
Eine junge Frau steht neben der Bühne und übersetzt etwas in Gebärdensprache.
Momentan ist Festivalsaison und Laura hat Auftritte in ganz Deutschland. "Man merkt, dass die Festivals in Deutschland auf jeden Fall offener werden für Barrierefreiheit, für Gebärdensprachdolmetschen auf der Bühne", erzählt Laura. Sie steht immer in der Nähe der Künstler, damit die Gehörlosen beide im Blick haben können. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla
Eine junge Frau steht neben der Bühne und übersetzt etwas in Gebärdensprache.
Im Moment ist sie die Einzige, die ihren Schwerpunkt auf Konzert-Übersetzungen gelegt hat. "Es gibt natürlich immer mal Kollegen, die zum Beispiel bei Einschulungen die 2. Klasse dolmetschen, die für die neue 1. Klasse singt. Und zack hat man Musik gedolmetscht", sagt Laura. Bei großen Veranstaltungen gibt es aber nur wenige Konzerte, die nicht von ihr gedolmetscht werden.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 06. August 2018 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/cw
Bildrechte: MDR/Luise Kotulla
Alle (9) Bilder anzeigen

RÜCKBLICK

Das Leipziger Paulinum

Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Detail am Paulineraltar
Paulineraltar Um 1490 soll der Paulineraltar entstanden sein. Schon 1543 gelangte der Altar in den Besitz der Universität.

Die sogenannte Festtagsseite ist inden Kirchenraum gerichtet. Zentral dargestellt mit Buch und Schwert ist der Namensgeber der Kirche, Apostel Paulus, der nicht nur Missionar war, sondern auch als Gelehrter und Märtyrer gilt.

Auf acht weiteren Reliefs ist ein Jesus-Maria-Zyklus dargestellt, auf dem es nicht um eine Mutter-Kind-Beziehung geht, sondern um die Beziehung zum Glauben - Jesus als Glaubensgrund und Maria als prototypische Glaubensperson.
Bildrechte: MDR/Rafael Bies

Mehr im Programm

Religion & Kirche im MDR