Podcast "Was bleibt" | Folge 62 Was bleibt: So verlief der Prozessbeginn zum Halle-Anschlag

Jan Schmieg, ehemaliger MDR-Volontär
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In Magdeburg hat der Prozess gegen den Attentäter von Halle begonnen. Welche Erkenntnisse bereits in den ersten Prozesstagen gesammelt werden konnten und wie schwer die Arbeit als Prozessbeobachter ist, erklären die MDR-Politikreporter Marie Landes und Roland Jäger in dieser Folge unseres Wochenrückblicks.

Angeklagter wartet sitzt im Landgericht neben seinem Verteidiger Hans-Dieter Weber. 42 min
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Die Rahmenbedingungen – ab Minute 02:38

Die ersten Verhandlungstage – ab Minute 12:49

Und... was bleibt?

  • Seit 2015 verschiebt sich der Diskurs im Land und die immer stärkere Normalisierung von Ausländerfeindlichkeit hat den Attentäter in seiner Radikalisierung vorangetrieben.
  • Es liegt jetzt an den Medien, die Aussagen des Attentäters nicht zu verbreiten, um Nachahmer nicht zu ähnlichen Taten zu motivieren.

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Jan Schmieg, ehemaliger MDR-Volontär
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Über den Autor Jan Schmieg ist im März 2019 als verlorener Sohn zurück zu MDR SACHSEN-ANHALT gekommen. Bereits 2013 hat er in der Online-Redaktion des Magdeburger Funkhauses gearbeitet. Dann absolvierte er das MDR-Volontariat in Leipzig und arbeitete für MDR SPUTNIK und funk, dem Content-Netzwerk von ARD und ZDF. Jetzt ist er zurück in Magdeburg und an der Schnittstelle zwischen Fernsehen und Online.

Der gebürtige Genthiner hat seine Wahlheimat Magdeburg nie wirklich verlassen – nur mal für einen Auftritt im Neo Magazin Royale bei Jan Böhmermann.

Quelle: MDR/js

7 Kommentare

JanoschausLE vor 1 Wochen

Doh, Wibke, es ist auch Aufgabe der Medien den Inhalt der Gedanken von Rechtsterroristen wiederzugeben,als Mahnung, wohin der braune Sumpf geht. Und wie weit er gehen möchte. Und im Netz wird sich weiter radikaliert.Gegenseitig immer weiter hochgepuscht...Einfach nur krank, nicht nur die, die sich dann zu solchem öffentlichkeitswirksamen Terror entschließen....Sie wollen nicht dass seine Gedanken ala Höcke und Co öffentlich gemacht werden? Der Typ hat öffentlichkeitswirksam gemordet, natürlich hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf die Hintergründe zu erfahren, auch wenn es Ihnen nicht lieb ist.Von wem sollten es die Menschen dann erfahren, wenn nicht durch die Medien? Die Medien haben über seine klare Gedankenwelt BERICHTET, nicht widerlegt. Wieder so eine alternative Tatsachenbehauptung von Ihnen.Natürlich bekommt der Terrorist seine Aufmerksamkeit, die er ja wollte,nur, die ist eben nich positiv.Kausale Zusammenhänge des Rechtsterroristen zu einer alterativen Partei,leicht findbar

Eulenspiegel vor 1 Wochen

Hallo Pueh
Ich glaube ich kann sie beruhigen. Die hier veröffentlichen Kommentare stellen keinen repräsentativen Querschnitt dar. Die Ostdeutschen sind in der überwiegenden Mehrheit keine Nazis. Ich denke das kann man an den Wahlen ablesen. Ich habe vielmehr den Eindruck das hier eine kleine Gruppe glaubt durch ihren Einsatz die Bevölkerung aufhetzen zu können. Das gelingt ihnen aber nicht. Wie man an den Wahlen ablesen kann. Ich denke die schweigende Mehrheit von weit über die Hälfte der Bürger wundert sich genau so wie sie.

Erichs Rache vor 1 Wochen

@Wibke

Es ist weder die Aufgabe der Medien "die Aussagen des Attentäters nicht zu verbreiten" noch ist es Aufgabe der Medien diese zu widerlegen.

Jedoch ist es Aufgabe der Medien OBJEKTIV, tatsachengetreu und journalistischen Sorgfaltspflichten getreu zu berichten.
Und genau daran habe ich meine Zweifel!

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