Parteiloser Kandidat für die SPD Frank Richter will in den Sächsischen Landtag

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Frank Richter will nach der Niederlage bei der Meißner OB-Wahl nun bei der Landtagswahl antreten. Die SPD möchte den Ex-Bürgerrechtler als parteilosen Kandidaten ins Rennen schicken.

Nach dem knappen Scheitern bei der Oberbürgermeisterwahl in Meißen versucht es Frank Richter nun in der Landespolitik. Der Ex-DDR-Bürgerrechtler und ehemalige Direktor der Landeszentrale für politische Bildung stellt sich im Wahlkreis Meißen 3 als parteiloser Kandidat für die SPD auf. Das gab Landeschef Martin Dulig am Montag bei einer Pressekonferenz bekannt. Er muss nun noch auf einer Wahlkreiskonferenz von der Parteibasis gewählt werden.

Als Richter von Dulig angesprochen wurde, habe er nicht lange überlegen müssen, sagte der 58-Jährige bei seiner offiziellen Vorstellung als Kandidat. Es sei ein "bemerkenswertes Angebot" gewesen und er wolle nun eine Regierungsbeteiligung der AfD verhindern. Erst vor einem Jahr war der Theologe aus der CDU ausgetreten. Bei der Wahl um das Oberbürgermeisteramt in Meißen habe er gemerkt, dass ihm die Sozialdemokraten von allen Unterstützern am nächsten gewesen seien. Dennoch plane er nicht, in die Partei einzutreten.

Die SPD freut sich über den prominenten Kandidaten. Richter könne Türen öffnen, erklärte Dulig. Seine Partei wolle damit jenen Menschen Angebote machen, bei denen es die SPD bislang schwer habe, heißt es weiter. Bei dem Termin am Montag wurde auch die Vorsitzende der Jusos Dresden, Sophie Koch, als Kandidatin für die Landtagswahl 2019 vorgestellt.

Quelle: MDR/cb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 12.11.2018 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 12. November 2018, 18:34 Uhr

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15 Kommentare

13.11.2018 16:17 Jens 15

Schade ich hatte von ihn mal eine gute Meinung. Das wird der SPD aber auch nicht helfen, die zu tun haben wird, überhaupt zweistellig zu werden!

13.11.2018 15:42 Hans 14

Ich finde sein Verhalten unverständlich. Er ramponiert sein Ansehen, dass er sich zweifellos erwarb. Schade.

13.11.2018 10:08 Sachse 13

... und nächstes Jahr bei den Geünen , Hauptsache gut bezahlt.

12.11.2018 22:57 Ulf 12

Ich denke, dass Frank Richter im Landtag etwas bewirken kann. Er ist ein intelligenter Mensch, der es versteht, auf die Menschen zu zugehen. Er kann gut argumentieren und was er sagt hat Hand und Fuß. Dabei hat er nicht die Bodenhaftung verloren, wie manch anderer Politiker.

12.11.2018 21:57 Irma la D. 11

Ach Gottchen Herr Richter, wie wär's denn zwischendurch mal mit Arbeiten. Vielleicht kommen Sie dann auf andere Gedanken.

12.11.2018 21:45 Bernd L. 10

Sehr mutig von Herrn Richter, auf einem langsam sinkenden Schiff anzuheuern. Ob es der schnöde Mammon ist, der manche Helden hin und wieder befällt...

12.11.2018 21:27 Dreissiger 9

@5 K. Morgenrot, meinten Sie den Kauderwelsch wirklich ernst oder haben Sie nur vergessen, das Satirekennzeichen zu setzen.
Nein im Ernst, der Richter versucht irgendwie an die Fleischtoepfe zu kommen. Ein Gewissen scheint der nicht zu haben.

12.11.2018 21:23 Peter 8

Ich finde, Herr Richter paßt wunderbar in die SPD. Er war in der Bürgerrechtsbewegung aktiv, hat sich als Direktor der Landeszentrale für politische Bildung einen guten Ruf erworben, hat versucht, in Dresden in er aufgeheizten Atmosphäre zu vermitteln, hat bei der Bürgermeisterwahl in Meißen bewiesen, dass er bei den Menschen ankommt.
Auch seine jüngste Einschätzung zu den Ereignissen in Chemnitz („das Ergebnis einer Vernachlässigung der Wahrnehmung des Anwachsens einer rechtsextremistischen Szene insbesondere in Sachsen.“) stimmt mit den Einschätzungen der SPD überein.
Herr Dulig, alles richtig gemacht. Glückwunsch.

12.11.2018 20:52 Fakten-Jack 7

Er wirkt langsam etwas aus der Zeit gefallen.

12.11.2018 20:25 Grübler 6

Da sieht mann es wieder ,in Meissen hat's nicht geklappt ,wird weiter gebuhlt um Posten die einen weiter bringen. Und wenn's klappen sollte ,was ich nicht hoffe , Bundeskanzler kann er ja auch werden.

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