Politischer Aschermittwoch in Sachsen Poggenburg beschimpft Türkische Gemeinde als "Kameltreiber"

André Poggenburg
André Poggenburg hetzte beim Politischen Aschermittwoch in Sachsen gegen die Türkische Gemeinde in Deutschland. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalts AfD-Chef André Poggenburg hat die Türkische Gemeinde in Deutschland als "Kümmelhändler" und "Kameltreiber" bezeichnet. Die Kritik der Gemeinde an der geplanten Schaffung eines Heimatministeriums wies er beim politischen Aschermittwoch der AfD im sächsischen Nentmannsdorf zurück: "Diese Kümmelhändler haben selbst einen Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern am Arsch... und die wollen uns irgendetwas über Geschichte und Heimat erzählen? Die spinnen wohl! Diese Kameltreiber sollen sich dahin scheren, wo sie hingehören." Zugleich äußerte er Kritik an der doppelten Staatsbürgerschaft, die nichts anderes hervorbringe "als heimat- und vaterlandsloses Gesindel".

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde Deutschlands, Gökay Sofuoglu, teilte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland mit, seine Gemeinde werde prüfen, ob sie rechtliche Schritte einleitet. Außerdem sagte er: "Kamele sind in der Türkei nicht heimisch".

Jörg Urban (l-r), Vorsitzender der AfD in Sachsen, Andreas Kalbitz, Vorsitzender der AfD in Brandenburg, André Poggenburg, Vorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt, Björn Höcke, Vorsitzender der AfD in Thüringen, und Jürgen Elsässer, Chefredakteur des Compact-Magazins, stehen zu Beginn des politischen Aschermittwoch der sächsischen AfD nebeneinander.
In der Sächsischen Schweiz posieren der sächsische AfD-Landesvorsitzende Jörg Urban, der Vorsitzende der AfD in Brandenburg, Andreas Kalbitz, André Poggenburg aus Sachsen-Anhalt und Björn Höcke aus Thüringen mit Jürgen Elsässer, Chefredakteur des Compact-Magazins. Bildrechte: dpa

Höcke dankt Pegida

Neben Poggenburg traten am Mittwochabend auch die AfD-Landeschefs aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg, Jörg Urban, Björn Höcke und Andreas Kalbitz, vor den 1.200 Anwesenden auf.

Pegida-Gründer Lutz Bachmann (r) kommt zum politischen Aschermittwoch der sächsischen AfD.
Unter den Gästen: Pegida-Chef Lutz Bachmann. Bildrechte: dpa

Höcke beschwor einen Aufbruch, den seine Partei bei den Wahlen in den ostdeutschen Bundesländern zu spüren bekomme. Er sprach vom "bürgerbewegten" Osten. Der "gute Geist von 1989 ist aus der Flasche... Der Michel wacht jetzt auf." Eine große Hilfe dabei sei das islam- und fremdenfeindliche Pegida-Bündnis, ohne das die AfD "nur halb so stark" wäre. Pegida "ist Teil unserer Bewegung". "Ihr als Pegida seid der manchmal so notwendige Tritt in den Hintern der Partei", sagte er an Pegida-Chef Lutz Bachmann und seinen Vize Siegfried Daebritz gerichtet, die ebenfalls im Saal saßen.

Sachsens neuer Landesvorsitzender Urban zeigte sich mit Blick auf die Landtagswahl im kommenden Jahr siegessicher: "Wir sind jetzt schon die stärkste Partei in Sachsen... Unsere Zeit ist jetzt gekommen."

MDR SACHSEN berichtet am Donnerstag ausführlich über alle Veranstaltungen des Politischen Aschermittwoch in Sachsen.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 15.02.2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2018, 23:22 Uhr

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51 Kommentare

16.02.2018 22:23 Janes 51

@Matze 49: Mensch Matze! Trägst du eigentlich mal was zur Diskussion bei, oder ringst du in Zukunft weiter nur um meine Aufmerksamkeit?

@Fragender Rentner 50: Die Idee dahinter ist eigentlich nicht verkehrt, allerdings gibts dafür eigentlich den Innenminister. Klingt irgendwie nach einer typisch-bayrischen Brauchtums Schnappsidee.

16.02.2018 15:35 Fragender Rentner 50

Wieviele Heimatministerien benötigen wir in Deutschland? :-)

2 haben wir schon, in Bayern und in NRW.

16.02.2018 13:00 Matze 49

@Janes: Geh ins Hasi Haus nach Halle und beruhig dich. Viel Wind um nichts, auch du änderst nichts daran und das ist gut so.

16.02.2018 12:22 Janes 48

@ 38: Das ist schon lustig-da mahnt ein bekennender afD Fan andere, sich an die Gesetze zu halten und niemanden zu beleidigen! HAHAHAHA!!! Der Hammer.

Zählst du eigentlich die Protestwähler auch mit zu den 7 Millionen, oder ist das jetzt nur der Neurechte Stamm der Wähler?

16.02.2018 03:08 Joe Black 47

Ich denke damit können wir türkischstämmige leben wenn die Deutschen als Schweinetreiber leben können!

15.02.2018 19:40 Cengiz demirpolat 46

Afd.HAT nichts gelernt,1938,.fast jedes Land hat Dreck am stecken haben gemordet ,Türkei Armenien .Deutschland mit Juden usw..aber kein Land möchte es niemals das sowas nochmal passiert. Aber es gibt partein in manche ländern die beleidigen Pöbeln rasimus parolen .usw..und in deutschland ist es afd.naja mann kann soviel schreiben solange kein Hirn vorhanden ist,werden es auch gar nicht verstehen. .

15.02.2018 18:11 G. Schmitz 45

Ab Aschermittwoch wird gefastet.

Der eine holt sich´s Aschenkreuz ab und isst sauren Hering,
der andere trauert um seinen Führerschein
und Herr Poggenburg bettelt um die Aufhebung seiner Immunität.

Während sich der eine das Aschenkreuz abholt,
bettelt der andere um die Aufhebung seiner Immunität.

15.02.2018 17:25 Scharf 44

@34: Sie haben zu kurz gedacht. Ich sprach nicht davon, daß diese Vereinigung auf dem Territorium der BRD stattfinden soll, sondern in den Köpfen der Menschen weltweit. Was Sie heute noch als Kultur bezeichnen, wird schon morgen überholt sein und übermorgen erst recht.
In Bezug auf die AfD: Man bellt nicht, wenn man nicht auch über die Zähne verfügt, um im Ernstfall beißen zu können. Wer das eigene Volk zur Zielscheibe und Angriffsfläche macht, handelt unverantwortlich. Oder wollen Sie behaupten, daß die AfD über die Mittel verfügt, die Deutschen flächendeckend zu beschützen.

15.02.2018 17:05 Bingo 43

Lachhaft, jede vermeindliche Beleidigund zum Skandal, bzw.zur Volksverhetzung in den Medien hochzujubeln, wenn es um die AFD geht. Alles nur Satire und Satire darf das, genau wie damals bei J.Böhmermann.

15.02.2018 16:09 Lapidar 42

@32- die Hetze verbreitet die AfD nicht nur zur Faschingszeit. Das ist bei denen ganzjähriger Terminus.