MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.01.2019 | 20:00-23:00 Uhr Aufgefallen - das Kulturmagazin

Eine Besucherin betrachtet die Bronze "Mars" des italienischen Bildhauers Giambologna.
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Erklärt: Dresdner "Mars" zurück in Sachsen

Seit 1924 hatte sich der "Mars" von Dresden entfernt und kehrt nun zurück. Als persönliches Geschenk des Renaissance-Bildhauers Giambologna an Kurfürst Christian I. von Sachsen gelangte die "Mars"-Skulptur 1587 nach Dresden. Damit gehörte die etwa 40 Zentimeter große Bronzestatue zum ältesten Bestand des Dresdner Museumsverbundes. Unter den zahlreichen Repliken des "Mars" ist das dem Kurfürsten verehrte Exemplar das einzige, das noch zu Lebzeiten des Künstlers dokumentiert ist. 1924 geriet die Skulptur bei der "Fürstenabfindung" in Privatbesitz. Seit 1983 gehörte sie der Bayer AG. Die wollte die Skulptur im Sommer 2018 ins Ausland verkaufen. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erfuhren erst davon, als Sotheby’s bei ihrer Galerie Alte Meister nach Informationen zum "Mars" für den Katalog fragte. Durch gemeinschaftliches Engagement mehrerer Geldgeber konnte die Skulptur schließlich zurückerworben werden.

Stephan Koja
Stephan Koja Bildrechte: IMAGO

Vom 24. Januar bis zum 31. März 2019 wird sie zunächst im Stadt- und Bergbaumuseum in Freiberg zu sehen sein. In der neu eingerichteten Sempergalerie am Dresdner Zwinger wird das Werk des Renaissancebildhauers dann ab dem 7. Dezember 2019 mit drei Kleinbronzen wiedervereint. Die ganze Geschichte über die Rückkehr der Giambologna-Statue haben wir in "Aufgefallen" im Gespräch mit Stephan Koja, dem Direktor der Gemäldegalerie in Dresden, erzählt.

Überlegt: Die Bibliothek im 21. Jahrhundert

Sammeln, Ordnen und Verfügbarmachen – ein Alleinstellungsmerkmal, das Bibliotheken über Jahrhunderte hatten. Inzwischen sind aus Ausleihstätten Wohlfühlorte geworden, an denen man lesen, lernen, diskutieren, spielen oder einfach nur da sein kann. Andererseits: Wer heute rasch eine Information braucht, geht womöglich nicht mehr in eine Bibliothek, sondern benutzt eine Suchmaschine im Internet. Was Bibliotheken in einer Zeit der Online-Inhalte am Leben erhält, haben wir die Bibliothekarin Claudia Lux gefragt.

Gesehen: "The Favourite"

Schauspielerin Emma Stone lässt sich auf dem roten Teppich Fotografieren. 3 min
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Von wegen im Film ist immer alles Trick und Show. Emma Stone hat verraten, dass sie bei den Dreharbeiten für ihren aktuellen Film geschlagen wurde. Kollegin Rachel Weisz wurde handgreiflich!

Brisant Do 17.01.2019 18:10Uhr 02:32 min

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Das Prädikat "besonders wertvoll" trägt er bereits – bei den Filmfestspielen in Venedig im letzten Jahr wurde der Film damit ausgezeichnet. Das Historiendrama "The Favourite - Intrigen und Irrsinn" von Regisseur Yorgos Lanthimos kommt nun ab Donnerstag auch in die heimischen Kinos.

Mit "Maria Stuart, Königin von Schottland" starten damit gleich zwei neue Filme über Herrscherinnen auf der britischen Insel. "The Favourite" mit Olivia Colman, Rachel Weisz und Emma Stone erzählt eine weibliche Dreiecksgeschichte am englischen Königshof des frühen 18. Jahrhunderts: die depressive Königin muss regieren, obwohl sie nichts davon versteht. Die aufstrebende Küchenmagd tut alles, um zu Macht zu kommen, und die gut etablierte Hofdame nimmt ihre Rolle als selbstverständlich und kann nicht verhindern, dass schon an ihrem Sessel gesägt wird. Ein Nährboden, auf dem drei brillante Schauspielerinnen glänzen? Wir haben es Ihnen in "Aufgefallen" verraten.

Themen der Sendung unter anderem:

  • Erzählt: "Geschichten aus der Peripherie" - Studiogast Marlen Hobrack
  • Gelesen: Michel Houellebecq "Serotonin"
  • Untersucht: Lässt sich die prekäre Situation von Malern/Bildhauern ändern?
  • Bewertet: Hörerkritik "Antigone" am tjg in Dresden

*Programmablauf unter Vorbehalt, Änderungen sind möglich.

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