MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.09.2020 | 20:00 - 23:00 Uhr Aufgefallen - Das Kulturmagazin

Bewerbung um Kulturhauptstadt Europas 2025

Sonderzug Kulturhauptstadtbewerbung Chemnitz
Volle Kraft voraus: Chemnitz auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2025 Bildrechte: MDR/Anett Linke

Kaum eine Stadt im Osten wirkt so widersprüchlich wie Chemnitz. Zum einen der Vorwurf, für Rechts anfällig zu sein, zum anderen hofft die Stadt, Europäische Kulturhauptstadt 2025 zu werden. Die alte Industriemetropole leidet noch immer an den Folgen des wirtschaftlichen Kahlschlags und der Massenabwanderung der ersten Jahre nach der Wiedervereinigung. Doch es gibt auch eine andere Seite in Chemnitz voller engagierter Menschen. In einer Dokumentation begibt sich "Aufgefallen" auf einen Streifzug durch die Stadt und trifft ihre Bewohner. Ein Stadt-Porträt, in dem viele Chemnitzer zu Wort kommen. Einwohner aus dem Plattenbaugebiet genauso wie Unternehmer, Künstler und der langjährige Nach-Wende -OB Peter Seifert. Wir versuchen zu ergründen, was gelungen und gut gelaufen ist, aber auch, wo die Stadt noch große Schwächen aufweist.

Deutschland stellt eine der beiden Kulturhauptstädte Europas im Jahr 2025 - Chemnitz hat sich um den Titel beworben und ist neben Magdeburg, Hannover, Nürnberg und Hildesheim in die zweite Runde gekommen. Mit Hochdruck wurde an den letzten Bewerbungsunterlagen gefeilt und gearbeitet. Am 21. September werden sie eingereicht. Die Bekanntgabe der Kulturhauptstadt 2025 erfolgt am 28. Oktober.

Gelesen: Bov Bjerg "Serpentinen"

Bov Bjerg
Das aktuelle Buch von Bov Bjerg führt zurück in die Kindheit. Bildrechte: imago/Horst Galuschka

In der letzten Woche ist die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2020 bekanntgegeben worden. Die nach Ansicht der Jury sechs besten deutschsprachigen Romane des Jahres werden wir in den nächsten Wochen im Kulturmagazin von MDR SACHSEN vorstellen. Starten wird "Aufgefallen" mit Bov Bjergs "Serpentinen". Das Buch erzählt von einem suizidgefährdeten Vater und seinem Sohn. Er reist mit dem Siebenjährigen auf die schwäbische Alb. Die Strecke ist von vielen Serpentinen geprägt. Der Sohn freut sich über das Kribbeln in seinem Bauch. Der Vater nicht. Für ihn ist diese Strecke mit vielen Erinnerungen behaftet, denn sie führt ihn zurück in seine Kindheit.

 

Eingeladen: Neiße-Filmfestival startet 2020 in "Wild Edition"

Leiterin des Neiße Filmfestivals Ola Staszel
Im Aufgefallen-Gespräch am Montagabend: die Leiterin des Neiße-Filmfestivals Ola Staszel Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Noch im Mai mussten die Macher des Neiße-Filmfestivals verkünden, dass es auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss. Eigentlich sollte das Festival vom 12. bis 17. Mai 2020 in seine 17. Runde gehen. Die Gesundheit der Mitarbeiter und Gäste hatte auf Grund der Corona-Krise Vorrang. Stattdessen plädierte man für eine Verlegung in den Herbst, da das Interesse an dem Festival in diesem Jahr besonders groß ist. Neuer Termin: 24. - 27. September. Die kommenden Tage bieten nun wieder jungen Filmemachern aus Deutschland, Polen sowie Tschechien ein Forum und stellen dem jeweiligen Nachbarpublikum etablierte Filme und Regisseure vor.

Welche Filme es in die Auswahl für das Festivalprogramm geschafft haben, war bereits Mitte März entschieden worden. Das Neiße-Filmfestival war von Beginn an eine grenzüberschreitende Initiative der Kinoenthusiasten aus dem Kunstbauerkino in Großhennersdorf. Ihr Anliegen: über die Grenze gehen, gemeinsam Filme sehen und im Anschluss darüber diskutieren. Wir machen Sie in "Aufgefallen" neugierig auf die neue Auflage des Neiße-Filmfestivals und sind mit Ola Staszel, der Direktorin des Festivals, im Gespräch.

Weitere Themen:

  • Bewertet: Hörerkritik "Gut gegen Nordwind" - der moderne Briefroman von Daniel Glattauer feierte am Wochenende im Schauspielhaus Chemnitz Premiere.
  • Gefordert: Kultur fordert Unterstützung bei Aktionstag in Leipzig - die Corona-Krise stellt uns vor die Frage, was wichtig ist für unser Zusammenleben. Was ist verzichtbar, was ist lebensnotwendig für den Erhalt einer aufgeklärten Gesellschaft? Wie wollen wir leben im Angesicht einer Bedrohung, wie der durch das Corona-Virus?
  • Gesehen: "Pelikanblut - Aus Liebe zu meiner Tochter" - kombiniert Drama und Psychothriller in einem Genremix mit Nina Hoss.

Programmablauf unter Vorbehalt, Änderungen sind möglich.

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