MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.01.2020 | 20-23 Uhr Aufgefallen - Das Kulturmagazin

Richard Wagner (Archivfoto von 1877)
Bildrechte: dpa

Vorausgeschaut: "Lohengrin"- und "Meistersinger"-Premiere in Chemnitz und Dresden

Die sächsischen Opernhäuser feiern das Werk Richard Wagners. In Leipzig ging gerade mal wieder der komplette "Ring des Nibelungen" über die Bühne, da hebt sich am Sonnabend in Chemnitz der Premierenvorhang für "Lohengrin" und in Dresden einen Tag später für "Die Meistersinger von Nürnberg". Zudem wird in Dresden am Sonntag Chefdirigent Christian Thielemann die 10. "Meistersinger"-Produktion in der Elbestadt seit der ersten 1869 dirigieren - seine Wagner-Lieblingsoper, wie er sagt.

"Aufgefallen" bat den Bühnenbildner der Chemnitzer Inszenierung, Sebastian Ellrich, ins Studio, um mit ihm darüber zu reden, wie der Spielraum, das Äußerliche, das Musikalische und Inhaltliche unterstützen kann.

Gelesen: "Juni '53" von Frank Goldammer

Zum mittlerweile schon 5. Mal lässt uns Frank Goldammer dem Dresdner Oberkommissar Max Heller bei seinen Ermittlungen über die Schulter schauen. Die Handlung beginnt am 18. Juni 1953, einen Tag nach dem Volksaufstand, der den DDR-Oberen Schwer zu schaffen macht. Die politische Führung, auch in der Elbestadt, will höchsteilig politisch Exempel statuieren, um von den wahren Problemen der Bevölkerung, wie Normendruck, Zwangskollektivierung und Unterversorgung, abzulenken.

So wird Heller einen Tag nach dem 17. Juni zu einem Leichenfund geschickt, der für seine Chefs nur ein politischer Meuchelmord sein kann. Der Leiter eines Betriebes wurde brutal mit Glaswolle erstickt. Ein Opfer der Aufständischen? Neben dem Kriminalistischen weitet Frank Goldammer auch in Hellers fünftem Fall den Blick in den Alltag der Menschen und charakterisiert das Widersprüchliche zwischen Anspruch und Realität in der jungen DDR.

Gratuliert: Blue Wonder Jazzband feiert 45.

Eigentlich müsste die Blue Wonder Jazzband aus Dresden im Guinness-Buch der Rekorde stehen. Denn weltweit gibt es wohl keine andere Musik-Formation, die wie sie seit 45 Jahren unverändert in derselben Besetzung spielt. Dabei haben die sieben 'Wonder-Knaben' nie derartige Höhenflüge angestrebt. Ihnen ist wichtig, Freude am Musizieren zu haben und damit auch ihr Publikum zu begeistern - jetzt erst einmal am Sonnabend in der Dresdner "Comödie" beim längst ausverkauften Geburtstags-Konzert zum Fünfundvierzigsten der Band.

*Programmablauf unter Vorbehalt, Änderungen sind möglich.

Nachhören

Aufgefallen nachhören

Philipp Schaller, künstlerischer Leiter der Herkuleskeule Dresden
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle anzeigen (6)
Geige
Bildrechte: IMAGO

6 Audios

Audios