Fußball A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost,
Auch RB Leipzig kann ab der Saison 2025/26 eine U23-Mannschaft an den Start bringen. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / opokupix

Fußball | Landesliga Weg frei für U23-Teams von RB Leipzig, Dresden und Aue

18. Juni 2024, 12:17 Uhr

Um Talenten, die es nicht direkt in den Profikader schaffen, trotzdem Spielpraxis im Männerbereich zu ermöglichen, hatten RB, Dynamo und Aue beantragt, U23-Mannschaften in der Landesliga antreten lassen zu können. Zu diesem Antrag hat der SFV nun eine Entscheidung getroffen.

RB Leipzig, Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue hatten im März den Antrag beim Sächsischen Fußballverband (SFV) gestellt, wieder zweite Mannschaften ins Rennen schicken zu dürfen. Ihr Ziel: Aussichtsreichen Talenten Spielpraxis im Männerbereich außerhalb des Profikaders zu ermöglichen. Für diesen Antrag gab es am Montag (17. Juni 2024) grünes Licht vom SFV, der dafür sogar die Spielordnung per Abstimmung ändern musste. Startschuss für die Reserve-Teams in der Landesliga ist frühestens die Saison 2025/26 - mit dem spätesten Anmeldezeitpunkt 1. März 2025.

Nachwuchsspieler von Dynamo Dresden
Den Talenten von Dynamo Dresden soll Spielpraxis im Männerbereich ermöglicht werden. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / opokupix

Ziel: Förderung der Talente

Aus der Begründung des SFV: "Im Sinne einer konsequenten Förderung der zahlreichen Talente sächsischer Leistungszentren über die A-Junioren hinaus ist eine Etablierung dieser Nachwuchsspieler in Männermannschaften unabdingbar. Damit wird mehr jungen Spielern der Weg in den Profifußball, idealerweise in Sachsen, ermöglicht."

SFV sieht Wettbewerbsnachteil

Ohne die Anpassung der Spielordnung sieht der SFV einen Wettbewerbsnachteil der sächsischen höherklassigen Teams gegenüber anderen Profivereinen aus dem Bundesgebiet, die ihre U23-Teams in den jeweils höchsten Landesklassen einstufen konnten.

Bedingungen für den U23-Start

Bedingung für die Anmeldung einer U23-Mannschaft in der Landesliga, also der höchsten SFV-Liga, ist, dass maximal drei Nicht-U23-Spieler pro Spiel auflaufen und dass die Vereine über ein DFB-Nachwuchsleistungszentrum verfügen. Letzteres trifft sowohl bei RB Leipzig als auch bei Dynamo Dresden und Aue zu.

Aufstockung der Landesliga möglich

Vom SFV wurde am Montag ebenfalls beschlossen, dass es in in der kommenden Saison in jedem Fall nicht mehr als sechs Absteiger aus der Landesliga geben soll. Sollten alle drei Teams ihre U23 für 2025 anmelden und es zudem Absteiger aus der Oberliga in die Landesliga geben, wäre dies der Fall. Bei einem solchen Szenario würde die Staffel einmalig auf 18 Teams aufgestockt.

Ob RB, Dynamo und Aue tatsächlich schon in der Saison 2025/26 in der Landesliga starten werden, ist nach Angaben von Volkmar Beier, SFV-Vizepräsident, gegenüber SPORT IM OSTEN aber noch offen.


spio

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDr aktuell | 18. Juni 2024 | 19:30 Uhr

40 Kommentare

Ostfussballfan73 vor 5 Wochen

Es ist ja nicht so, dass sich für die Ergebnisse der U23 niemand interessiert. Natürlich sind die Zielstellunegn eine andere. Und wenn jemand keine Motivation hat, sich ins grosse Stadion zu spielen ... dann hat er den Beruf verfehlt.

Kaputtke vor 5 Wochen

Nunja, der SFV wird schon wissen, warum er keine öffentliche Diskussion zu diesem Thema wollte und die ganze Sache "im stillen Kämmerlein" von ein paar Verbandsleuten beschlossen wurde. Mit transparentem Verfahren hat das, nach meinem Empfinden, überhaupt nichts zu tun.
Heranführen von Talenten, also wenn ich die Profiligen so betrachte, dann sind die seltenten Neueinsteiger 21 oder 22. Wer heutzutage wirklich durchstartet, der macht dies mit 18 spätestens 19 oder gar schon eher. Und wenn ich mich recht erinnere, wurde das zu Rangnicks Zeiten bei RBL auch deutlich so kommuniziert.
Für mich überwiegen weiterhin die Nachteile für alle sächsischen Amateurvereine zugunsten von RBL, Dynamo und Aue! Danke für nichts SFV.

Voice vor 5 Wochen

Ganz zu schweigen von der erheblichen Verletzungsgefahr auf dem Hartplatz. Möglicherweise wäre die eine oder andere Karriere da schon beendet, bevor sie angefangen hat. Mit Glück ist bei Stürzen "nur" die Tapete abgekratzt. Das Risiko für schwere Bänderverletzungen liegt ungleich höher.

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