RB Leipzig RBL Training Interview Marco Rose #sophora 3 min
Marco Rose, Trainer von RB Leipzig, im Interview während des ersten öffentlichen Trainings der Sommervorbereitung. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Fußball | Bundesliga RB Leipzig zurück auf dem Platz - Kampf um Olmo und Xavi

09. Juli 2024, 15:26 Uhr

Mit zehn Profis und einer Menge "guter, junger Kerle" (RB-Leipzig-Trainer Marco Rose) aus dem Nachwuchs ist RB Leipzig in die Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison 2024/25 gestartet. Was den Verbleib von zwei Topstars betrifft, äußert sich der Trainer noch zurückhaltend.

Dass der Kader zum Vorbereitungsbeginn noch nicht vollständig sein wird, war den Verantwortlichen bei RB Leipzig im Vorfeld bereits klar. Neben den elf EM-Fahrer, die sich nun im Urlaub befinden oder teilweise noch im Turnier vertreten sind, werden auch die Olympiateilnehmer und die U19-Nationalspieler später ins Training einsteigen. So ging es also mit einem absoluten Rumpfteam am Montag (8. Juli) los. Nach den obligatorischen Medizintests zum Beginn und einer ersten Einheit präsentierte sich das Team am Dienstag den Medienvertretern.

"Wir hatten jetzt lange genug Urlaub und eine Menge Energie. Das heißt: Wir wollen und müssen wieder auf den Platz", erklärte Marco Rose. Dass die anderen Spieler erst Stück für Stück zur Mannschaft stoßen werden, soll die Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel am 17. August im DFB-Pokal bei Rot-Weiss Essen aber nicht weiter beeinflussen.

Ouédraogo und Vandevoordt trainieren erstmals mit neuem Team

Neben etablierten Kräften wie Kevin Kampl, Lukas Klostermann oder Mohamed Simakan waren mit Assan Ouédraogo und Maarten Vandevoordt auch die zwei Neuzugänge bei den ersten Einheiten dabei. Der von Schalke 04 zu RB gewechselte Ouédraogo, sprach in einem auf dem YouTube-Kanal von RBL veröffentlichten Interview gleich mal von einer "intensiven Einheit" bei der Chefcoach Rose "gut Feuer" gegeben hat. Rose, der die "fußballerische Qualität und Finesse" des Zukunftsspielers lobte, will dem 18-Jährigen die nötige Zeit geben, um sich an alles zu gewöhnen und sich bestmöglich zu entwickeln.

Auch der Belgier Vandevoordt, der seinen Vertrag bei RB bereits vor zwei Jahren unterschrieben hatte, freute sich, endlich mit dem neuen Team loslegen zu können. "Ich habe lange gewartet, jetzt bin ich endlich hier bei diesem tollen Klub", so der 22 Jahre alte Schlussmann, der in den vergangenen beiden Spielzeiten Stammkeeper beim KRC Genk war. Nach einem guten ersten Tag, ist er nun heiß darauf, "noch mehr tun zu können".

Training RB Leipzig (9.7.2024) Torhüter Maarten Vandevoordt  am Ball
Training bei RB Leipzig: Torhüter Maarten Vandevoordt am Ball Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Olmo und Xavi sollen bleiben - RB hat nicht das letzte Wort

Offen ist noch, wie es mit den beiden "Unterschiedsspielern" Dani Olmo und Xavi Simons weitergeht. Der Spanier Olmo hat spätestens mit seinem Auftritt gegen Deutschland einmal mehr Begehrlichkeiten geweckt, dank einer entsprechenden Klausel im Vertrag könnte er den Verein in der Sommerpause verlassen. Eine Rückkehr nach Leipzig sei zunächst deshalb erstmal wahrscheinlich, weil Olmo "hier noch ein paar Turnschuhe und die ein oder andere Hose zu liegen" habe, wie Rose sagte. "Er ist ein Spieler von uns, wir kennen die Vertragsmodalitäten. Und wir kennen das Geschäft", erklärte der RB-Übungsleiter weiter, ohne wirklich konkret zu werden.

Dani Olmo jubelt
Dani Olmo erzielte im EM-Viertelfinale gegen Deutschland ein Tor und bereitete den Siegtreffer vor. Bildrechte: IMAGO / PA Images

Aufgrund der Klausel habe man nicht das letzte Wort und müsse abwarten, wie sich Olmo letztlich entscheidet. Ihn bei einem Abgang zu ersetzen, werde nicht klappen. Dennoch arbeite man bei RB im Hintergrund daran, entsprechende Spielerprofile für einen möglichen Ersatz zu erstellen. "Wir würden uns aber freuen, wenn er bleibt."

Bei Simons ist auch weiterhin nicht klar, ob er an den Cottaweg zurückkehren wird. Die Gespräche mit seinem Stammklub Paris St. Germain laufen, aber auch der FC Bayern München hat Interesse bekundet. Ähnlich wie bei Olmo könne man die Situation nicht vollends beeinflussen. Rose selbst habe durch seine eigene Vertragsverlängerung ein Zeichen gesetzt, nun seinen die Spieler am Zug. Unabhängig von diesen beiden Personalien werde RB eine gute Mannschaft für die Saison zusammenhaben, verspricht der Trainer.

SpiO

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 09. Juli 2024 | 17:45 Uhr

10 Kommentare

Voice vor 3 Tagen

Da könntest Du wohl Recht haben. Das würden die Bayern wieder machen. Aber für Sabi haben sie ein Taschengeld bezahlt. Ob sie für Xavi die 60 Mio+ hinlegen, wenn der dann gar nicht spielt, darf bezweifelt werden. Ich denke, wenn wir Xavi unter allen Umständen wollen, könnte Minzlaff nochmal die Schatulle aufmachen und das, was für Dani reinkommt aufstocken. Das wäre ein echtes Statement. Und irgendwann braucht es dieses Statement, wenn man ernsthaft Interesse an der Schale hat.

Horst Schlaemmer vor 3 Tagen

Gewagte Behauptung. Und leider an der Wirklichkeit vorbei. Denn keiner von beiden wird nach der EM zurückkehren. Für Dani gibt es wenigstens noch einen Betrag nach Ausstiegsklausel, selbst wenn diese nach diesem EM-Auftritt zu gering ist. Xavi wollen die Bayern um jeden Preis, und deshalb werden sie ihn am Ende auch bekommen. Nicht, dass sie bei ihrem Kader den Spieler wirklich brauchen, aber allein um einen direkten Konkurrenten zu schwächen, sind sie sich auch für einen zweiten "Fall Sabitzer" nicht zu schade.

SitBull vor 3 Tagen

Dani Olmo wird ja mittlerweile zum Schnäppchen für 60 Millionen. Habe ihn bei RB Leipzig allerdings nie so stark, wie bei der spanischen Nationalmannschaft gesehen. Liegt wahrscheinlich auch am Umfeld (Rodri, Adrian...)

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