Fußball | WM DFB-Frauen scheitern erstmals in WM-Vorrunde

03. August 2023, 14:33 Uhr

Große Enttäuschung bei der deutschen Frauen-Nationalmannschaft: Erstmals überhaupt muss das DFB-Team bereits nach der Vorrunde einer WM die Heimreise antreten. Das Remis gegen Südkorea war zu wenig für die K.o.-Runde.

Alexandra Popp (Deutschland, 11) verzweifelt.
Kapitänin Alexandra Popp traf zum Ausgleich und hatte nach Wiederanpfiff zweimal großes Pech. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Die deutschen Fußballerinnen sind erstmals schon in der Vorrunde einer Weltmeisterschaft gescheitert. Die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg kam am Donnerstag in Brisbane nicht über ein 1:1 (1:1) gegen Südkorea hinaus. Weil Marokko im anderen Spiel der Gruppe 1:0 (1:0) gegen Kolumbien gewann, verpasste Deutschland als Gruppendritter den Einzug ins Achtelfinale des Turniers in Australien und Neuseeland.

Pech für Popp: Abseits und Alu-Treffer

Das vierte Turniertor von Kapitänin Alexandra Popp (42. Minute) vor 38.945 Zuschauern zum 1:1 war zu wenig für den zweimaligen Weltmeister. Die deutschen Fußballerinnen agierten vor allem zu Beginn nervös und zu fehleranfällig und gerieten durch einen Treffer von So-Hyun Cho (6.) in Rückstand. Ein zweiter Popp-Treffer wurde wegen einer Abseitsposition nach Videobeweis nicht gegeben (57.). Zudem traf die 32-Jährige kurz darauf nur den Querbalken (60.). Damit blieb die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes in zwei Vorrundenspielen ohne Sieg und schied als Dritter mit vier Punkten hinter Kolumbien (sechs) und Marokko (sechs) aus.

Collin Bell gibt Anweisungen
Von April 1999 bis März 2000 trainierte Collin Bell den sächsischen Traditionsverein Dynamo Dresden. Über zwei Jahrzente später stand er bei der Frauen-WM an Südkoreas Seitenlinie. Bildrechte: IMAGO / Pro Sports Images

Ex-Dynamo-Coach Bell an Südkoreas Seitenlinie

Die vom einstigen Dynamo-Dresden-Coach Collin Bell trainierten Südkoreanerinnen holten nach zuvor zwei Niederlagen nun gegen den Vize-Europameister ihren ersten Punkt, schieden jedoch als Gruppenletzter aus. Nach dem morgigen spielfreien Freitag eröffnen Schweiz gegen Spanien und Japan gegen Norwegen am Samstag (5. August) die Achtelfinals. Für die deutschen Gruppengegnerinnen Kolumbien (gegen Jamaika) und Marokko (gegen Frankreich) geht es am kommenden Dienstag (8. August) in der K.o.-Runde weiter.


sid/dpa/cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 03. August 2023 | 19:30 Uhr

89 Kommentare

Britta.Weber vor 28 Wochen

Natürlich hat der Fussball eine besondere Rolle gegenüber anderem. Aber das Versagen der deutschen Mannschaften zeigt auf, wo es oft auch anderswo fehlt:
Harte Arbeit, Disziplin zum Erreichen von Zielen; Leistungsprinzip; Konsequenzen bei Versagen; Ablenken durch überzogene politische Korrektheit; Stolz und Kampf für unser Land.

nasowasaberauch vor 28 Wochen

Wenn ich lese, dass Herr Chatzialexiou "weiterkämpfen" will, dann muss an seinem Problembewußtsein gezweifelt werden. Ein systemischer Fehler bei der Spielerausbildung ist zuerst seine Verantwortung. Ohne Not wurden Vertragsverlängerungen vor Turnieren bei Flick und Voss-Tecklenburg vereinbart. Beide Wettbewerbe gingen in die Hose.

GEWY vor 28 Wochen

@ Peter, so einfach ist das nicht. Es ist ein großer Unterschied, ob ich im eigenen Land, egal in welcher Form, den Sport politisch (aus) nutze, oder ob ich den Sport so instrumentalisiere, dass ich mit meinen Aufenthalt im Ausland ihn dazu nutze um meine Anschauungen zu dokumentieren. Egal ob ich dabei die Kultur und Tradition des Gastgeberlandes verletze. Wenn ich das Mache (Hand vor Mund, Regenbogenbinde) ist da beleidigend , anmaßend und chauvinistisch, wenn in diesem Land die Maßstäbe anders sind Letztendlich ist es immer die eigene Sache des betreffenden Volkes.