Bischofswerdaer Spieler feiern sich gemeinsam
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Fußball | Sachsenpokal Bischofswerdaer FV ringt Chemnitz nieder

3. Hauptrunde

14. Oktober 2023, 17:48 Uhr

Der Bischofswerdaer FV hat die Überraschung geschafft und den Chemnitzer FC besiegt. Ausschlaggebend war neben einer starken Leistung des Oberligisten auch eine Gelb-Rote Karte für Tobias Müller in der Verlängerung.

Der Bischofswerdaer FV hat einen großen Kampf geliefert und den Chemnitzer FC in der Verlängerung mit 4:2 niedergerungen.

Nachdem die Partie mit 45-minütiger Verspätung angefangen hatte, weil die Chemnitzer im Stau gestanden hatten, schien es auch auf dem Platz so, als würden die Gäste im Kopf nicht ganz pünktlich auf dem Platz erscheinen. Der BFV war sofort zur Stelle und brachte den CFC in Bedrängnis. Nach zehn Minuten war es Pereira Rodrigues, der die Führung auf dem Kopf hatte: Nach einer Flanke von rechts stand der 1,73 Meter große Brasilianer genau richtig, setzte den Ball jedoch nur an den Pfosten. Im weiteren Verlauf schaffte es der favorisierte CFC nicht, sich wirkliche Torchancen zu erarbeiten. Stattdessen machte es Pereira Rodrigues mit dem Fuß besser. Eine flache Hereingabe von links verwertete der Stürmer ins lange Eck zum 1:0. Ein wenig aus dem Nichts folgte kurz vor der Pause der Ausgleich für den CFC. Einen hohen Ball unterschätzte Hoffmann, sodass Lihsek blitzeblank am hinteren Pfosten an den Ball kam und mit dem Pausenpfiff ins kurze Eck traf.

Zwei gegnerische Spieler stehen zusammen
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Mit Köpfchen in die Verlängerung

Chemnitz wurde im zweiten Durchgang zunehmend stärker, geriet jedoch erneut in Rückstand. Nach einer Ecke in der 59. Spielminute zeigte Pereira Rodrigues, dass er nicht nur mit dem Fuß erfolgreich sein kann. Über Umwege kam der Ball in den Fünfmeterraum, wo der Stürmer problemlos einnicken konnte. Nur vier Minuten später bewies auch der CFC Köpfchen und Felix Müller traf ebenfalls nach einer Ecke per Kopf zum erneuten Ausgleich. Danach ging auf beiden Seiten nicht mehr viel zusammen. Der CFC drückte zwar auf den Siegtreffer, verpasste es aber, sich zwingende Chancen zu erarbeiten. Mit dem 2:2 ging es in die Verlängerung.

Müller muss vom Platz

Die ersten 15 Minuten starteten mit einem weiteren Nackenschlag für den CFC. Kapitän Tobias Müller kam an der Außenbahn zu spät und sah folgerichtig die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Hempel. In Überzahl wollten es die Gastgeber nicht zum Elfmeterschießen kommen lassen. Trainer Rietschel wechselte nochmal offensiv, was sich kurz darauf als kluge Entscheidung erwies. Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung spielten die "Schiebocker" den eingewechselten Tanriver klasse frei. Vor Birke stehend ließ dieser sich nicht zwei Mal bitten und netzte wuchtig ein. Chemnitz kam in Unterzahl nicht mehr vor das Tor, stattdessen vollendete Tim Hoffmann kurz vor Schluss einen Konter zum 4:2-Endstand, der Bischofswerda ins Achtelfinale des Sachsenpokals befördert.

pka

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 14. Oktober 2023 | 19:00 Uhr

29 Kommentare

Chemieschwein vor 32 Wochen

wer will sich denn als Trainer antun ?? fürn Appel und Ei ?? um dann vlt noch in den nä Monaten keene kohle mehr dafür zu bekommen .. Tiffert muss schon n bissl hardcore sein ,sich sowas anzutun . Und wenn man z.B. das deletatische Abwehrverhalten von Zickert zum 1:0 mal anschaut das sagt alles ..ja und dann noch die Roten Karten ... die Nerven liegen blank und es geht gar nichts mehr .. mal ein oder zwei Saison Oberliga würde diesem ganzen mal gut tun.

MDR-Team vor 32 Wochen

Hallo Blumenfreund,
wir hätten das Spiel sehr gern gezeigt, hatten aber keine Rechte dafür. Für den Sachsenpokal besitzt diese Ostsport TV. Wir haben aber die Rechte für das Spiel Taucha gegen Lok Leipzig gekauft, dass heute ausgestrahlt wird.

Lok vor 32 Wochen

Passiert eben. Es ist Pokal und wenn ein Regionalligist, der diese Saison eher im unteren Drittel der Regionalliga performt auf einen ambitionierten und sportlich in Nähe der Tabellenspitze positionierten Oberligisten trifft, dann liegen da, auf ein Spiel gesehen, auch keine Welten dazwischen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Schiebocker auch für alle anderen Regionalligisten im Landespokal ein schwieriger, unangenehmer Gegner wären.