Ostthüringer Schiefergebirge Gedenken an Befreiung von Buchenwald-Außenlager "Laura"

Zwei Tage nach dem 70. Jahrestag der Befreiung sind die Opfer des KZ-Außenlagers "Laura" bei Saalfeld mit einer Kranzniederlegung geehrt worden. Dazu waren rund 250 Gäste angereist, davon 170 aus Frankreich von der dortigen Buchenwald-Vereinigung und zwei deutsche Schülergruppen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte in seiner Anspreche: "Ich verneige mich vor allen KZ-Häftlingen und Opfern der Konzentrationslager, an denen grausame Verbrechen verübt wurden und die unermessliche Leiden auf sich genommen haben." Ramelow bedankte sich für das Engagement rund um das Lager "Laura".

"Laura" im Lehestener Ortsteil Schmiedebach wurde im September 1943 als Außenstelle des KZ Buchenwald auf einem Bauernhof im Ostthüringer Schiefergebirge errichtet. Die Schiefersteinbrüche in der Umgebung und die Abgeschiedenheit galten für die Rüstungsplaner der Nationalsozialisten als idealer Ort für Tests mit der vermeintlichen Wunderwaffe V2. Von 1943 bis Kriegsende waren dort knapp 2.700 Menschen gefangen. Während der 19 Monate, in denen das Lager bestand, kamen mehr als 500 Häftlinge ums Leben, die meisten starben an Auszehrung und Erschöpfung. Die Opfer waren vor allem Russen und Polen, aber auch Franzosen, Italiener und Niederländer. Am 13. April 1945 wurde "Laura" von der US-Armee befreit.

Gedenkstätte seit 2010 in Besitz des Landkreises

1979 wurde eine kleine Gedenkstätte in der als Schlafstätte genutzten Scheune eröffnet. Parallel dazu nutzte die örtliche LPG das Areal als Lager. Wegen der unmittelbaren Nähe zur innerdeutschen Grenze war die Gedenkstätte bis zur Wende nur Bewohnern und besonderen Besuchern zugänglich. Nach der Wende kümmerte sich der Förderverein Gedenkstätte Laura um den Erhalt des historischen Gedenk- und Lernortes. Seit 2010 ist der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Eigentümer des einstigen KZ-Areals. Mit mehreren Hunderttausend Euro Fördergeldern wurde die Gedenkstätte seitdem umgestaltet.

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14 Kommentare

17.04.2015 19:37 alfred 14

12 + 13 # Geschriebener Unsinn links/grüner Träumer.
Der Schuldkult in der BRD ist nur Dank eurer Mithilfe möglich geworden.
Außer üblen Beschimpfungen bringt ihr doch nichts zustande.

17.04.2015 15:34 Hans 13

Da Bedarf es keiner Gegenargumente zu dem unsinn, den Sie hier propagieren. Das hat etwas mit Anstand zu tun. Immerhin etwas positives hat das ganze für Sie: Ihnen wurde soviel Aufmerksamkeit zuteil, wie wohl noch nie in Ihrem Leben zuvor.