Ariane 5: Europäischer Raketenstart mit zwei Satelliten

Die europäische Trägerrakete Ariane 5 soll am 6. September in den Weltraum aufbrechen. An Bord der Mission befinden sich zwei Satelliten. Mehr Infos zur Mission gibt es in diesem Weltraumkalender-Beitrag.

Die Rakete der Ariane 5 bei ihrem Liftoff.
Die Rakete der Ariane 5 bei ihrem Liftoff. Bildrechte: ESA / CNES / Ariane Space Group

Die nächste europäische Trägerrakete soll am 6. September in den Weltraum aufbrechen. Die Rakete des Typs Ariane 5 ECA soll vom europäischen Weltraumhafen in Kourou auf Französisch-Guayana aufbrechen und zwei Satelliten in den Orbit befördern.  

Die Ariane 5 kann bis zu 21 Tonnen in die erdnahe Erdumlaufbahn, den LEO (Low Earth orbit) transportieren. Die zweistufige Rakete ist 53 Meter hoch und hat 5,40 Meter Durchmesser. Es wird der zweite Start einer Ariane 5 Trägerrakete im Jahr 2022 sein. Insgesamt sind 114 Trägerrakete der Ariane 5 in den Weltraum aufgebrochen. 

Ihre Nachfolgerin, die Ariane 6, soll erst 2023 zum ersten Mal starten. Doch beide Raketen sind Einwegprodukte und nicht wiederverwertbar wie beispielsweise die Konkurrenz vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX. Erst im Juli ist die neue Vega-C-Rakete der europäischen Raumfahrtbehörde Esa zum ersten Mal ins All aufgebrochen.

Die Raketen-Startrampe im europäischen Weltraumbahnhof Kourou, auf Französisch-Guayana.
Die Raketen-Startrampe auf dem europäischen Weltraumbahnhof Kourou, in Französisch-Guayana. Bildrechte: ESA

Das sind die Satelliten der Mission

An Bord der Mission sollen sich der Ovzon-3-Satellit sowie der Eutelsat-Konnect-VHTS-Satellit befinden. Bei dem Ovzon-3-Satelliten handelt es sich um den ersten geostationären Satelliten von Ovzon, einem Unternehmen für satellitengestützte mobile Breitbanddienste. 

Bei Eutelsat (European Telecommunications Satellite Organization; dt.: europäische Telekommunikationssatelliten-Organisation) handelt es sich um den drittgrößten Satellitenbetreiber der Welt für TV-Satelliten. Entsprechend befinden sich die Eutelsat-Satelliten in der geostationären Umlaufbahn und in einer Höhe von rund 34.000 Kilometern. Der Mond ist im Durchschnitt elffach so weit von der Erde entfernt. 

Der Eutelsat Konnect VHTS soll Europa mit einer Ka-Band-Kapazität von 500 Gigabit pro Sekunde versorgen. Die Ka-Band-Frequenz wird neben der Satellitenkommunikation auch bei der WLAN-Übertragung genutzt. An Bord des neuen Satelliten soll sich der leistungsstärkste digitale Prozessor befinden, der jemals in die Umlaufbahn gebracht wurde. 

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