Launch der europäischen "Ariane 5"-Rakete

Das europäische Flaggschiff der Trägerraketen hat einen neuen Launch-Termin: Die "Ariane 5"-Rakete wird in der Nacht vom 14. auf den 15. August vom europäischem Weltraumbahnhof Kourou aus starten. Die Startplattform befindet sich aber nicht in Europa, sondern im südamerikanischen Französisch-Guayana. Mehr Details dazu auf:

Die Rakete der Ariane 5 bei ihrem Liftoff.
Hier sieht man die Rakete der Ariane 5 bei ihrem Liftoff. Bildrechte: ESA / CNES / Ariane Space Group

Das europäische Flaggschiff der Trägerraketen hat einen neuen Launch-Termin: Die "Ariane 5"-Rakete der ESA wird in der Nacht vom 14. auf den 15. August (mitteleuropäischer Sommerzeit) vom europäischem Weltraumbahnhof Kourou aus starten. Die Startplattform befindet sich aber nicht in Europa, sondern im südamerikanischen Französisch-Guayana.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben ihre Delta- und Atlas-Raketen. Die Volksrepublik China ihre "Langer Marsch"-Raketen. Die Vorzeige-Rakete der europäischen Weltraumbehörde ESA ist die Ariane. Es handelt sich um eine Einweg-Trägerrakete, die vor allem Satelliten in den Weltraum befördern soll.

Am 14. August wird die Ariane 5 ins Weltall aufbrechen. Um 23.30 Uhr Ortszeit wird sie vom Weltraumbahnhof Kourou starten. In Deutschland wird es dann 1.30 Uhr am Freitagmorgen sein. Der europäische Raumhafen befindet sich in Französisch-Guyana, nördlich von Brasilien. Dr. Otfried Joop vom Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erklärt, dass die Raketen bei ihrem Start in Äquatornähe weniger Treibstoff verbrauchen:

Orbitale Raketenflüge nutzen gerne einen Startplatz in der Nähe des Äquators, um bei einem Flug in östliche Richtung durch die Erddrehung zusätzliche Anfangsgeschwindigkeit zu erhalten.

Dr. Otfried Joop, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Die Raketen-Startrampe im europäischen Weltraumbahnhof Kourou, auf Französisch-Guayana.
Die Raketen-Startrampe im europäischen Weltraumbahnhof Kourou, auf Französisch-Guayana. Bildrechte: ESA

Ariane 5 bringt Satelliten in den Orbit

An Bord befinden sich zwei Telekommunikationssatelliten sowie ein "Mission Extension Vehicle“. Letzteres ist ein nachrüstbarer Antrieb für geostationäre Satelliten. Damit soll die Lebensdauer eines Satelliten verlängert werden – ähnlich wie bei dem Modell vom US-amerikanischen Rüstungskonzern Northrop Grumman.

Geostationäre Satelliten werden zwischen zwölf und 15 Jahre alt und umrunden die Erde in einer Entfernung zwischen 35.800 und 41.700 Kilometern. Die Internationale Raumstation befindet sich dagegen nur in 400 Kilometern Höhe, der Mond in zirka 384.400 Kilometern Entfernung.

Die Rakete der Ariane 5 bei ihrem Liftoff.
Die Rakete der Ariane 5 bei ihrem Liftoff. Bildrechte: ESA / CNES / Ariane Space Group

Starttermin wurde öfters verschoben

Die Ariane 5 sollte ihre Fracht schon längst in den Orbit transportiert haben. Ihr Launch-Termin musste jedoch öfters verschoben werden. Im März wurde der Weltraumbahnhof aus Sicherheitsgründen stillgelegt:

Aufgrund der COVID-19-Pandemie und der Notwendigkeit, die von der französischen Regierung beschlossenen Maßnahmen vollständig umzusetzen, wurden die im Raumfahrtzentrum von Kourou in Französisch-Guayana laufenden Startkampagnen ausgesetzt.

Guiana Space Centre ESA

Nachdem der Weltraumbahnhof wieder in Normalbetrieb versetzt wurde, sollte die Ariane 5 eigentlich am 28. Juli 2020 starten. Wegen technischen Problemen musste das aber verschoben werden. Bei Technikkontrollen hatte ein Sensor des Flüssigwasserstofftanks unerwartet reagiert. Der Launch wurde daraufhin abgebrochen. Mittlerweile ist der Ersatzsensor eingebaut und die Rakete kann voraussichtlich in der Nacht zum 15. August aufbrechen.

Übrigens: Der Nachfolger der Rakete, die Ariane 6, soll ihren ersten Testflug 2021 absolvieren. Ihre Startplattform wird sich ebenfalls in Französisch-Guyana befinden.

Eine künstlerische Darstellung der "Ariane 6"-Rakete.
Eine künstlerische Darstellung der "Ariane 6"-Rakete. Bildrechte: ESA / D. Ducros

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