Sternschnuppen im Juli

Ende Juli wird es Sternschnuppen vom Himmel regnen. Auslöser dafür sind zwei Meteorströme: die südlichen Delta-Aquariiden und die Alpha-Capricorniden. Zwischen dem 28. und dem 30. Juli werden sie ihre Höhepunkte erreichen und mit der höchsten Sternschnuppendichte an diesen Abenden den Himmel erleuchten. Mehr Details auf:

Sternschnuppen über der Elbe bei Buch im Landkreis Stendal.
Sternschnuppen über der Elbe bei Buch im Landkreis Stendal. Bildrechte: Jens Ernst

Ende Juli wird es Sternschnuppen vom Himmel regnen. Auslöser dafür sind zwei Meteorströme: die südlichen Delta-Aquariiden und die Alpha-Capricorniden. Zwischen dem 28. und dem 30. Juli werden sie ihre Höhepunkte erreichen und mit der höchsten Sternschnuppendichte an diesen Abenden den Himmel erleuchten.

Die lauwarmen Sommernächte laden zum Sterneschauen und Wünschen ein. Zum einen findet zwischen dem 3. Juli und 15. August der Meteorstrom der Alpha-Capricorniden statt. Zum anderen gesellen sich die Sternschnuppen der südlichen Delta-Aquariiden zwischen dem 12. Juli und 19. August dem Himmelszelt hinzu. Das heißt, dass man zwischen dem 3. Juli und dem 19. August immer wieder Sternschnuppen erspähen kann.

Wann lohnt sich der Blick in den Himmel?

Jedoch werden es über die Tage hinweg nur wenige, einzelne Sternschnuppen sein - außer in den letzten Julitagen. Juli. Am 28. Juli werden die südlichen Delta-Aquariiden ihre höchste Sternschnuppendichte erreichen. Bis zu 30 Sternschnuppen können dann stündlich über den Himmel sausen. Die Alpha-Capricorniden werden ihren Zenit am 30. Juli erreichen. Jedoch werden Sie zu ihrer Hochphase nur um die vier Sternschnuppen pro Stunde erspähen können.

Welche Sternschnuppen stammen von welchem Meteorstrom? Das können vermutlich nur die Experten unter den Astronomen erkennen. Die meisten Hobby-Astronomen müssen sich vermutlich damit abfinden, dass sie Sternschnuppen sehen. Wer der Verursacher dabei ist, wird wohl von zweitrangingem Interesse bleiben.

Wie entstehen Sternschnuppen?

Sternschnuppen entstehen, indem kleinste Staubkörner oder Steinchen in die Erdatmosphäre eindringen. Durch die Reibung mit der Luft und die hohe Geschwindigkeit, mit der die kosmischen Besucher in die Atmosphäre eindringen, entstehen leuchtende Feuerkugeln. Somit sind es nicht die Steinchen, die anfangen zu glühen. Es ist das Gas, was anfängt zu leuchten. Der Meteorit selbst verglüht  in den meisten Fällen.

Wo muss man hinschauen?

Die südlichen Delta-Aquariiden haben ihren scheinbaren Ursprungsort bereits im Namen. Man findet sie im Sternbild des Wassermanns, nahe des mittelhellen Sterns Delta Aquarii. Wassermann wird dabei vom lateinischen Wort Aquarius abgeleitet. Wer am Ende Juli seine Zeit auf der Südhalbkugel verbringt, hat die besseren Chancen auf freie Sicht. Dennoch können gegen zwei Uhr nachts auch auf der Nordhalbkugel Sternschnuppen beobachtet werden. Sie haben eine recht lange Spur und können deshalb gut erkannt werden – auch wenn es nur bis zur 30 Sternschnuppen pro Stunde sind. Sie kommen aus südlicher Richtung und bewegen sich dann in die drei weiteren Himmelsrichtungen.

Mit zirka 41 Kilometern in der Sekunde sind sie schneller als ihre Konkurrenten. Die Alpha-Capricorniden durchlaufen ebenfalls das Sternbild des Wassermanns, aber auch das des Steinbocks. Daher auch ihr Name. Der Steinbock heißt auf lateinisch nämlich Capricornus. Sie erreichen beim Eintritt in die Erdatmosphäre  eine Spitzengeschwindigkeit von 23 Kilometern pro Sekunde.

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