Virgin Galactic fliegt wieder ins Weltall

Das private Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic bereitet sich auf seinen nächsten bemannten Weltall-Flug vor. Das Zeitfenster für den Testflug öffnet sich am 22. Oktober. Ein genauer Starttermin ist nicht bekannt. Gesteuert wird das Raumflugzeug von zwei Piloten des amerikanischen Unternehmens. Es ist eineinhalb Jahre her, dass sich Virgin Galactic in den Orbit gewagt hat. Mehr Details auf:

Der Weltraumflughafen "Spaceport America" von Virgin Galactic.
Der Weltraumflughafen "Spaceport America" von Virgin Galactic. Bildrechte: Virgin Galactic

Das private Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic bereitet sich auf seinen nächsten bemannten Weltall-Flug vor. An Bord werden sich zwei Piloten des amerikanischen Unternehmens befinden. Es ist eineinhalb Jahre her, dass sich Virgin Galactic in den Orbit gewagt hat.

Den ersten bemannten Raumflug hatte Virgin Galactic im Dezember 2018 gemeistert - zumindest nach amerikanischen Standards. Das Raumflugzeug befand sich in einer Flughöhe von 82,7 Kilometern Höhe. Diese hatten die Piloten Frederick Sturchow und Mark Stucky nach 60 Sekunden Dauerzündung erreicht und somit aus amerikanischer Sicht den Weltraum berührt. Die Grenze zum Weltraum wird beim Internationalen Luftsportverband FAI aber erst ab einer Höhe von 100 Kilometern gezogen. 

Mit dem zweiten Flug im Februar 2019 hatte das Unternehmen immerhin 89,9 Kilometern an Flughöhe gereicht. Nun soll das „SpaceShipTwo“ erneut abheben. Das Zeitfenster für den nächsten bemannten Flug startet am 22. Oktober. Wann das Raumflugzeug tatsächlich abheben wird, ist noch ungewiss.

Der Raumgleiter von Virgin Galactic

Der Weltraumflughafen "Spaceport America" von Virgin Galactic wirkt wie ein Raumschiff in der Wüste von new Mexiko.
Der Spaceport America sieht aus wie ein Raumschiff aus einem Roland Emmerich Film. Er befindet sich in New Mexiko und wird von dem privaten Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic betrieben. Irgendwann sollen von hier aus Touristen in den Weltraum aufbrechen. Einen futuristisch aussehenden Weltraumflughafen wie diesen wird es wohl nicht in Nordholz oder Rostock-Laage geben. Bildrechte: Virgin Galactic
Der Weltraumflughafen "Spaceport America" von Virgin Galactic wirkt wie ein Raumschiff in der Wüste von new Mexiko.
Der Spaceport America sieht aus wie ein Raumschiff aus einem Roland Emmerich Film. Er befindet sich in New Mexiko und wird von dem privaten Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic betrieben. Irgendwann sollen von hier aus Touristen in den Weltraum aufbrechen. Einen futuristisch aussehenden Weltraumflughafen wie diesen wird es wohl nicht in Nordholz oder Rostock-Laage geben. Bildrechte: Virgin Galactic
Der Fluggleiter WhiteKnightTwo von Virgin Galactic in der Luft.
Dieses Ungetüm von Flugzeug stammt von Virgin Galactic. WhiteKnightTwo kann in der Mitte seiner Tragfläche ein Raumschiff befestigen, dessen Triebwerke erst ab einer bestimmten Höhe gezündet werden. Dadurch wird wertvoller Treibstoff eingespart. Bildrechte: Virgin Galactic 2019
Präsentation des Raumflugzeugs Virgin Space Ship (VVS Unity) von Virgin Galactic zusammen mit seinen Mitarbeitern.
Bei der Präsentation des Raumflugzeugs Virgin Space Ship (VVS Unity) ist das ganze Team von Virgin Galactic anwesend. Dadurch bekommt man ein gutes Verhältnis über die Größe des Raumschiffes. Bildrechte: 2016 Mark Greenberg/Virgin Galactic
Das Flugzeug WhiteKnightTwo und das Raumschiff SpaceShip Two von Virgin Galactic über der Küste von San Francisco
Und hier gleiten das Flugzeug WhiteKnightTwo und das Raumschiff SpaceShip Two über der Küste vor San Francisco. Bildrechte: Virgin Galactic
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Der erste Flug von Spaceport America

Das SpaceShipTwo wird dabei zum ersten Mal vom eigenen Raumhafen im amerikanischen New Mexico starten. Der futuristisch angehauchte Spaceport America ist der erste privat finanzierte Weltraumhafen. Seine Bauphase begann 2005 und endete 2011. Der Flugbetrieb sollte eigentlich schon 2013 beginnen, wurde jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben – die Flugtechnologie von Virgin Galactic war noch nicht fertig entwickelt.

Das Unternehmen von Milliardär Sir Richard Branson wird sein Weltraumfahrzeug SpaceShipTwo mit einem Trägerflugzeug auf eine Flughöhe von 15,2 Kilometern transportieren. Anschließend wird sich das SpaceShipTwo vom „White Knight Two“-Trägerflugzeug trennen und selbst starten. Durch dieses Vorgehen benötigt das Raumschiff weniger Schubkraft und kann somit wertvollen Treibstoff einsparen.

Richard Branson in einem Raumfahrtunterzug vonVirgin Galactic
Richard Branson in einem Raumfahrtunterzug von Virgin Galactic. Bildrechte: Virgin Galactic 2019

Ziel des Unternehmens ist es, dass Weltraumflüge nicht mehr ausschließlich von ausgebildeten Astronauten durchgeführt werden. Jede Person, die das nötige Kleingeld für ein Flugticket aufbringt, kann somit den Weltraum für einen kurzen Moment besuchen – natürlich nur als Passagier. Bis es soweit ist, müssen aber noch einige Tests durchgeführt werden. 

Test von Wissenschaft und Technik

Die Erprobung einer vollständigen Tankbefüllung mit Hochdruck-Helium und Lachgas gehört zu einem der benötigten Tests. Die Pressemitteilung des Unternehmens berichtet: „Wir haben Unity auf dem Boden auf Herz und Nieren geprüft und alle Systeme vor dem Flug getestet, um die Funktionalität sicherzustellen.“

Neben den beiden Piloten werden sich auch wissenschaftliche Gerätschaften von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA an Bord von SpaceShipTwo befinden. Genaueres ist jedoch noch nicht bekannt. Übrigens: Wussten Sie, dass es zwei Weltraumunternehmen von der Virgin Group gibt? Im Gegensatz zum erwähnten Tourismus-Unternehmen hat sich Virgin Orbit auf das Transportwesen im Weltraum spezialisiert.

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